Ein Blick auf die neuesten Sensoren von Murata, EBE und Endress+Hauser
Drei neu vorgestellte Sensoren konzentrieren sich auf die Schwingungsüberwachung, die berührungslose Schaumerkennung und die kompakte Durchflussmessung. Diese Geräte richten sich an OEM-Automatisie...
Die moderne Prozessautomatisierung stützt sich in hohem Maße auf Sensoren zur Überwachung des Maschinenzustands und von Prozessvariablen. Da OEM-Anlagen kompakter und datenorientierter werden, bringen Sensorhersteller Geräte auf den Markt, die eine einfachere Integration, höhere Genauigkeit und verbesserte Diagnosemöglichkeiten bieten.
Die jüngsten Produkteinführungen von Murata, EBE Sensors + Motion und Endress+Hauser konzentrieren sich auf die Schwingungsüberwachung, die berührungslose Erkennung von Medien sowie die kompakte Durchflussmessung. Diese Technologien helfen OEM-Herstellern bei der Entwicklung intelligenterer Skids, Laborgeräte und kompakter Automatisierungssysteme.

Hochfrequente Schwingungsüberwachung rotierender Anlagen
Rotierende Maschinen wie Pumpen, Motoren und Kompressoren erzeugen während des normalen Betriebs Schwingungen. Wenn Lager verschleißen oder die Schmierung nachlässt, nehmen die Schwingungspegel zu. Die Überwachung dieser Veränderungen hilft Ingenieuren, Fehler zu erkennen, bevor es zu einem Ausfall kommt.
Murata hat einen kompakten Schwingungssensor für die integrierte Installation im Inneren von Anlagen vorgestellt. Das Gerät ermöglicht mithilfe piezoelektrischer Sensortechnologie eine Hochfrequenzerkennung bis 20 kHz. Dieser Bereich erlaubt die frühzeitige Erkennung von Lagerschäden und mechanischen Unwuchten.
In OEM-Anlagen können Schwingungsdaten direkt an Steuerungsplattformen wie das Bently Nevada 3500 System zur Zustandsüberwachung weitergeleitet werden. Dies ermöglicht Strategien zur vorausschauenden Wartung und reduziert unerwartete Stillstandszeiten.

Berührungslose Erkennung von Schaum und Medien
Bei Prozessen mit Flüssigkeiten entstehen häufig Schaum, Lufteinschlüsse oder gemischte Medien. Diese Bedingungen können Kavitation in Pumpen, ungenaue Durchflussmessungen oder eine instabile Prozessregelung verursachen.
EBE Sensors + Motion hat einen kompakten Sensor herausgebracht, der Schaum, Luft und Flüssigkeiten ohne direkten Kontakt erkennen kann. Das Gerät wird außen montiert und analysiert kapazitive und leitfähige Eigenschaften durch die Wände von Schläuchen oder Behältern hindurch.
Dieser Ansatz vereinfacht hygienische Anwendungen wie die Lebensmittelverarbeitung, die Pharmaindustrie und die Laborautomatisierung. Ingenieure können die Schaumbildung erkennen und Pumpen automatisch stoppen oder Prozesswege umschalten, bevor Schäden entstehen.
Der Sensor stellt Echtzeitdaten über eine digitale Schnittstelle bereit und ermöglicht so die direkte Integration in SPS- oder DCS-Systeme, wie sie in skidmontierten Automatisierungsanlagen eingesetzt werden.

Kompakte Durchflussmessung für OEM-Kühlsysteme
Kühls kids und kompakte Prozesssysteme benötigen kleine Sensoren, die dennoch mehrere Messgrößen erfassen. Endress+Hauser hat eine auf OEM-Anwendungen ausgerichtete Version seines elektromagnetischen Durchflussmessgeräts Picomag vorgestellt, das für Installationen mit begrenztem Platzangebot entwickelt wurde.
Der Sensor misst Durchfluss, Temperatur und Leitfähigkeit in Rohren mit kleinem Durchmesser. Dadurch eignet er sich für Kühlsysteme in Rechenzentren und modulare Flüssigkeitskühlungsplattformen.
Im Gegensatz zur Standardversion verzichtet das OEM-Modell auf drahtlose Kommunikation und konzentriert sich auf die kabelgebundene Integration. IO-Link- und Analogausgänge ermöglichen den einfachen Anschluss an Steuerungsarchitekturen wie Allen-Bradley CompactLogix oder vergleichbare SPS-Plattformen.
Durch die Kombination mehrerer Messungen in einem Gerät können OEM-Hersteller Platz im Schaltschrank sparen, die Verdrahtung vereinfachen und die allgemeine Systemzuverlässigkeit verbessern.
Sensortrends in der OEM-Automatisierung
Diese neuen Sensorprodukte verdeutlichen mehrere Trends im modernen Automatisierungsdesign. Die Geräte werden kleiner, stärker integriert und lassen sich einfacher in Anlagen einbetten. Die Erfassung mehrerer Parameter reduziert die Komplexität der Installation, während digitale Schnittstellen erweiterte Diagnosemöglichkeiten unterstützen.
Für OEM-Maschinenbauer ermöglichen diese Technologien eine vorausschauende Wartung, eine bessere Prozessübersicht und kompaktere Anlagenlayouts. Da sich Automatisierungssysteme weiterentwickeln, bleibt die Sensorintegration ein entscheidender Faktor für die Verbesserung von Zuverlässigkeit und Leistung.
Lin Haibin schreibt über Technologien der industriellen Automatisierung mit Schwerpunkt auf SPS-Systemen, Zustandsüberwachung und Sensorintegration in OEM-Anlagen.