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Binder bringt NCC-Rundsteckverbinder mit integriertem Schutz für nicht gesteckte Schnittstellen auf den Markt

Binder hat die NCC-Steckverbinderfamilie entwickelt, um das Problem freiliegender Kontakte bei nicht gesteckten Steckverbindern zu lösen. Das Design nutzt ein federgelagertes Dichtungssystem, um Sc...

Binder führt NCC-Steckverbinderfamilie mit integriertem Schutz ein

Binder hat eine neue Lösung für Rundsteckverbinder namens Not Connected Closed (NCC)-Familie eingeführt. Das Design adressiert ein häufiges Problem in industriellen Automatisierungssystemen, bei denen elektrische Kontakte offenliegen, wenn Steckverbinder getrennt sind. Das NCC-System verwendet einen federbelasteten Dichtmechanismus im Buchsen-Panelsteckverbinder, der die Kontakte automatisch abdeckt und sie vor Umwelteinflüssen schützt.

Binder-NCC-Rundsteckverbinderfamilie

Die NCC-Rundsteckverbinderfamilie ist in subminiaturisierten und miniaturisierten Varianten erhältlich. Bild mit freundlicher Genehmigung von Binder.

Vermeidung von Expositionsrisiken bei nicht gesteckten Industriesteckverbindern

Bei herkömmlichen Rundsteckverbindern ist der Schutz nur bei vollständig gesteckter Verbindung gewährleistet. Nach dem Trennen liegt die panelmontierte Schnittstelle Staub, Feuchtigkeit und industriellen Verunreinigungen offen. Im Laufe der Zeit kann diese Belastung die elektrische Zuverlässigkeit verringern und die Lebensdauer des Steckverbinders verkürzen.

Das NCC-Design löst dieses Problem, indem es die Schnittstelle auch im getrennten Zustand geschlossen hält. Die Panelbuchse verfügt über eine integrierte federbelastete Abdeckung, die sich automatisch schließt, wenn der Stecker entfernt wird. Beim Einstecken eines Steckverbinders öffnet sich die Abdeckung mechanisch und ermöglicht den elektrischen Kontakt, sodass keine externen Schutzkappen erforderlich sind.

670er- und 770er-Serie für industrielle und medizinische Anwendungen

Die NCC-Familie umfasst Steckverbinder der 670er- und 770er-Serie. Die 670er-Serie ist als subminiaturisierte Ausführung mit fünf Kontaktstiften ausgeführt, während die 770er-Serie ein miniaturisiertes Design mit bis zu acht Stiften bietet. Beide Varianten sind für Signal- und Niedrigleistungsanwendungen in industriellen Systemen vorgesehen.

Die Gehäuse bestehen aus DEHP-freien Kunststoffmaterialien und erfüllen Umwelt- und Sicherheitsanforderungen. Je nach Serie bieten die Steckverbinder unterschiedliche Schutzarten. Die 670er-Serie bietet im gesteckten Zustand Schutzart IP54 und unter vollständigen Anschlussbedingungen bis zu IP67, während die 770er-Serie sowohl im verbundenen als auch im getrennten Zustand Schutzart IP67 gewährleistet.

NCC-Steckverbinder in industriellen und medizinischen Anwendungen

Die NCC-Steckverbinder sind für industrielle Anwendungen sowie für Prüf- und Messtechnik und medizinische Anwendungen ausgelegt. Bild mit freundlicher Genehmigung von Adobe Stock.

Hochzuverlässiges Design mit Bajonettverriegelung

Die NCC-Steckverbinder verwenden einen Bajonettverschluss für schnelles und sicheres Koppeln. Dadurch können Bediener das System mit einer einfachen Drehbewegung verbinden und trennen, anstatt eine Gewindeverbindung zu verwenden. Nach dem Einrasten widersteht das Verriegelungssystem Vibrationen und unbeabsichtigtem Trennen und unterstützt so einen stabilen Betrieb in dynamischen Industrieumgebungen.

Die 670er-Serie unterstützt mehr als 1.000 Steckzyklen, während die 770er-Serie für über 5.000 Zyklen ausgelegt ist. Diese Langlebigkeit macht die Steckverbinder für Prüfsysteme, Laborgeräte und modulare Industrieanlagen geeignet, bei denen häufige Wiederverbindungen ohne Leistungseinbußen erforderlich sind.

Anwendungen mit medizinischer und industrieller Konformität

Die 770er-Serie ist auch in einer Version in medizinischer Qualität erhältlich, die für Umgebungen im Gesundheitswesen ausgelegt ist. Sie erfüllt die Anforderungen der Norm ISO 10993-5 für Zytotoxizitätsprüfungen und gewährleistet damit die Materialsicherheit in medizinischen Anwendungen. Dadurch eignet sich der Steckverbinder für Diagnosegeräte und klinische Systeme, bei denen Zuverlässigkeit und Biokompatibilität entscheidend sind.

Branchenperspektive zum Schutzdesign von Steckverbindern

Die Verunreinigung von Steckverbindern bleibt ein anhaltendes Problem in industriellen Automatisierungssystemen, insbesondere in Umgebungen mit Staub, Feuchtigkeit oder häufigen Wartungszyklen. Designs wie NCC verbessern die Systemzuverlässigkeit, indem sie die Belastung direkt auf Schnittstellenebene vermeiden, anstatt sich auf externes Zubehör zu stützen. Dieser Ansatz spiegelt einen umfassenderen Trend zum integrierten Schutz in der modernen Steckverbindertechnik wider.

Über den Autor

Lin Haoyu berichtet über industrielle Automatisierung, elektrische Verbindungssysteme und Entwicklungen in der Fertigungstechnologie.

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