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Wie Engineering-Tools die Entwicklungszeit für Bewegungssteuerungen verkürzen

Digitale Engineering-Tools verändern das Design der Bewegungssteuerung, indem sie die Berechnungszeit verkürzen, die Komponentenauswahl vereinfachen und die Interoperabilität verbessern. Maschinenb...

Maschinenbauer stehen unter Druck, schneller zu liefern

Moderne Maschinenbauer stehen in einem ständigen Wettlauf mit den Terminen. Engineering-Teams erstellen häufig Angebote für künftige Projekte und stellen gleichzeitig Systeme fertig, deren Produktion bereits geplant ist.

Gleichzeitig müssen Ingenieure neue Hardware bewerten, sich mit Fertigungsteams abstimmen, Revisionen aktualisieren und Integrationsprobleme in zunehmend komplexen Automatisierungsplattformen beheben.

Bei der Auslegung von Motion-Control-Systemen kann selbst eine relativ einfache Anwendung wertvolle Engineering-Stunden beanspruchen. Die Entwicklung von Vakuumhandhabungssystemen, servogetriebenen Positionierachsen oder End-of-Arm-Tooling erfordert Berechnungen, Kompatibilitätsprüfungen und die Auswahl von Komponenten, bevor die Beschaffung überhaupt beginnen kann.

Da Automatisierungsprojekte modularer und stärker vernetzt werden, entwickeln sich Tools für digitales Engineering zunehmend von einer Option zu einer unverzichtbaren Lösung.

Warum die traditionelle Auslegung von Motion-Systemen Projekte verlangsamt

Komplexe Integration führt zu Engpässen im Engineering

Im Gegensatz zu vollständig vorkonfigurierten Industrierobotern erfordern viele Motion-Control-Systeme, dass Ingenieure interoperable Komponenten aus mehreren Kategorien zusammenstellen. Servomotoren, Linearaktuatoren, Antriebe, Sensoren, Kupplungen, Pneumatikkomponenten und Sicherheitstechnik müssen ohne Kompatibilitätskonflikte zusammenarbeiten.

Eine einzige Konstruktionsänderung kann Ingenieure dazu zwingen, die Berechnungen entlang der gesamten Bewegungskette erneut zu überprüfen. Diese Herausforderung verschärft sich, wenn mehrere Engineering-Teams gleichzeitig an sich weiterentwickelnden Maschinenrevisionen arbeiten.

Industrieanlagenbauer, die fortschrittliche Positioniersysteme einsetzen, kombinieren häufig Motion-Plattformen mit Servoantrieben und Motion-Control-Hardware, um Anwendungen in den Bereichen Verpackung, Montage und Materialhandling zu unterstützen.

Manuelle Berechnungen beanspruchen weiterhin wertvolle Zeit

Die Auslegung pneumatischer Systeme, die Berechnung des Vakuumvolumenstroms oder die Auswahl von Stoßdämpfern erforderten traditionell einen erheblichen manuellen Engineering-Aufwand. Ingenieure stützten sich häufig auf Tabellenkalkulationen, Kataloge und fragmentierte Lieferantendokumentationen.

Erfahrene Konstrukteure können diese Aufgaben zwar präzise erledigen, doch der Prozess beansprucht Zeit, die andernfalls für Innovationen oder Inbetriebnahmeaktivitäten zur Verfügung stünde.

Plattformen für digitales Engineering automatisieren inzwischen viele dieser Berechnungen und validieren gleichzeitig die Interoperabilität zwischen den Komponenten.

Tools für digitales Engineering zur Auslegung von Motion-Control-Systemen und zur Planung industrieller Automatisierung

Engineering-Software verbindet zunehmend Simulation, Auslegung und Komponentenkonfiguration zu einheitlichen automatisierten Konstruktions-Workflows.

Digital Engineering verändert die Entwicklung von Motion-Control-Systemen

Simulationstools reduzieren Entwicklungsrisiken vor der Produktion

Moderne CAD- und Simulationsplattformen ermöglichen es Ingenieuren, mechanische Belastung, Positioniergenauigkeit, Bewegungsprofile und Lebenszyklusleistung zu bewerten, bevor die physische Hardware gebaut wird.

Dieser Ansatz reduziert Überraschungen bei der Inbetriebnahme und verkürzt zugleich die Prototypenzyklen. Simulationen helfen Maschinenbauern außerdem, die Auslegung von Antrieben und die Energieeffizienz frühzeitig im Entwicklungsprozess zu optimieren.

Viele Industriehersteller integrieren inzwischen simulationsgestütztes Engineering in umfassendere Strategien zur digitalen Transformation, die SPS-Architekturen, industrielle Netzwerke und Edge-Diagnose umfassen.

Modulares Design beschleunigt Integration und Wartung

Modulares Engineering ist zu einer entscheidenden Strategie geworden, um die Designkomplexität zu reduzieren. Statt für jede Maschinenvariante hochgradig kundenspezifische Baugruppen zu erstellen, standardisieren Hersteller zunehmend wiederverwendbare Subsysteme.

Dieser modulare Ansatz vereinfacht die Verwaltung von Ersatzteilen, beschleunigt Upgrades und verringert das Integrationsrisiko über verschiedene Produktlinien hinweg.

Automatisierungsplattformen auf Basis austauschbarer Bewegungsmodule ermöglichen außerdem eine schnellere Wartung und künftige Skalierbarkeit, insbesondere bei Verpackungs- und Förderanwendungen.

Online-Engineering-Plattformen verkürzen Entwicklungszyklen

Software zur Bewegungsauslegung automatisiert die Komponentenauswahl

Anbieter von Automatisierungslösungen stellen zunehmend browserbasierte Engineering-Tools bereit, mit denen Ingenieure Systeme innerhalb weniger Minuten auslegen, konfigurieren und validieren können.

Plattformen wie Festo’s Electric Motion Sizing and Handling Guide Online automatisieren die Berechnung von Achsen, Nutzlasten, Beschleunigung, Vakuumhandling und pneumatischen Systemen und empfehlen gleichzeitig kompatible Komponenten.

Statt Kataloge manuell zu durchsuchen, erhalten Ingenieure validierte Konfigurationen, die auf die Anwendungsanforderungen und Leistungsziele zugeschnitten sind.

Dadurch wird der Arbeitsaufwand für die Entwicklung während der Angebots- und Vorplanungsphasen drastisch reduziert.

Integrierte Workflows steigern die Effizienz der Beschaffung

Ein oft übersehener Vorteil digitaler Engineering-Tools ist die Beschleunigung der Beschaffung. Sobald ein validiertes Design erstellt wurde, stehen Komponentenlisten, CAD-Dateien und Bestellinformationen sofort zur Verfügung.

Diese Integration verkürzt den Übergang von der Entwicklung zum Einkauf und verringert zugleich das Risiko, inkompatible Hardware zu bestellen.

Hersteller, die fortschrittliche Automatisierungsarchitekturen integrieren, kombinieren häufig digitale Bewegungsabläufe mit Plattformen wie Allen-Bradley-ControlLogix-Systemen für die synchronisierte Maschinensteuerung und koordinierte Bewegungsanwendungen.

Videobasierte Unterstützung für die Entwicklung wächst rasant

Ein weiterer Trend, der das industrielle Engineering verändert, ist das Wachstum technischer Tutorial-Inhalte. Videoanleitungen helfen Ingenieuren heute dabei, Bewegungssysteme, Anwendungen für die Vakuumhandhabung und robotische Werkzeuge effizienter zu konfigurieren.

Anstatt sich vollständig auf gedruckte Dokumentation zu verlassen, können Ingenieure Verfahren zur Dimensionierung in der Praxis, Konfigurations-Workflows und Beispiele zur Fehlerbehebung direkt von Anwendungsspezialisten beobachten.

Dieser Wandel verkürzt die Einarbeitungszeit neuerer Ingenieure und verbessert zugleich die Standardisierung über verteilte Engineering-Teams hinweg.

Der Wettbewerbsvorteil entsteht heute durch Engineering-Geschwindigkeit

Schnellere Designzyklen steigern die Agilität von Maschinenbauern

Maschinenbauer stehen zunehmend unter Druck, kundenspezifische Automatisierungssysteme mit kürzeren Lieferzeiten bereitzustellen. Digitale Engineering-Tools unterstützen dieses Ziel direkt, indem sie die Phasen von Design, Validierung und Beschaffung verkürzen.

Unternehmen, die diese Workflows übernehmen, gewinnen einen messbaren Vorteil bei der Reaktionsfähigkeit, insbesondere in schnelllebigen Branchen wie Verpackung, Logistik, Batterieherstellung und Lagerautomatisierung.

Engineering-Software wird Teil des Automatisierungs-Stacks

Engineering-Tools sind keine isolierten Hilfsprogramme mehr, die gelegentlich bei der Produktauswahl verwendet werden. Sie werden zu integrierten Ebenen innerhalb des größeren Ökosystems der industriellen Automatisierung.

Dimensionierungssoftware, Simulationsplattformen und Konfigurationstools werden zunehmend mit CAD-Umgebungen, SPS-Programmiersuiten und Plattformen für digitale Zwillinge verbunden.

Da Fabriken im Rahmen von Industrie-4.0-Strategien weiter modernisiert werden, entwickelt sich die Engineering-Effizienz selbst zu einer wettbewerbsrelevanten Produktionskennzahl.

Die Automatisierungstechnik bewegt sich hin zu prädiktivem Design

Die nächste Phase der Entwicklung von Bewegungssteuerungen wird wahrscheinlich KI-gestützte Dimensionierung, prädiktive Simulation und cloudverbundene Engineering-Datenbanken kombinieren.

Künftige Engineering-Umgebungen könnten auf Grundlage der Maschin Historie, Wartungsaufzeichnungen, des Energieverbrauchs und der Betriebsleistung ganzer Anlagenflotten automatisch optimale Komponenten empfehlen.

In vielerlei Hinsicht wird der Engineering-Workflow selbst automatisiert.

Für Maschinenbauer, die unter ständigem Lieferdruck stehen, könnte diese Transformation ebenso wichtig werden wie die von ihnen entwickelten Bewegungssysteme.

Autor: Ethan Caldwell | Senior-Analyst für Bewegungssysteme

Ethan Caldwell verfügt über mehr als 11 Jahre Erfahrung in den Bereichen industrielle Bewegungssteuerung, Servointegration und Fabrikautomatisierungssysteme. Sein beruflicher Hintergrund umfasst die Zusammenarbeit mit Lösungsanbietern von Rockwell Automation, Siemens, Beckhoff Automation und Festo in den Branchen Verpackung, Materialhandhabung und Hochgeschwindigkeitsfertigung.

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