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Schlüsselfaktoren bei der Auswahl einer DIN-Schienen-Stromversorgungslösung für die industrielle Automatisierung

Hutschienen-Stromversorgungssysteme sind zu einer unverzichtbaren Infrastruktur für moderne Automatisierungsplattformen geworden – von Roboterarmen bis hin zu verteilten Steuerungssystemen. Bei der...

Die wachsende Bedeutung von Stromversorgungssystemen auf DIN-Schienen

Projekte in der industriellen Automatisierung werden dichter, schneller und energieempfindlicher als je zuvor. Von robotergestützten Montagezellen bis hin zu dezentralen SPS-Schaltschränken erwarten Ingenieure heute, dass die Stromversorgungsinfrastruktur stabile Spannungen, thermische Effizienz und unterbrechungsfreien Betrieb in immer kompakteren Schaltschränken gewährleistet.

Während Hersteller ältere Anlagen modernisieren und neue digitale Produktionssysteme einsetzen, entwickeln sich Stromversorgungssysteme für die DIN-Schienenmontage von Zusatzkomponenten zu unternehmenskritischer Infrastruktur. Die zunehmende Verbreitung von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken, Edge-Diagnose und intelligenter Bewegungssteuerung hat die Nachfrage nach zuverlässigen AC-DC- und DC-DC-Wandlerplattformen deutlich erhöht.

Industrielles AC-DC-Netzteil für die DIN-Schienenmontage, installiert in einem Schaltschrank.

Kompakte Stromversorgungsarchitekturen auf DIN-Schienen vereinfachen die Installation und unterstützen moderne Anforderungen an die industrielle Steuerung.

Warum Robotersysteme auf eine stabile Notstromversorgung angewiesen sind

Industrieroboter stellen besondere Anforderungen an die Stromversorgungsarchitektur. Servobewegungen, Controller-Kommunikation, Geberrückmeldungen und Sicherheitssysteme benötigen sowohl im Normalbetrieb als auch bei unerwarteten Netzstörungen eine stabile Spannung.

Moderne Roboterzellen kombinieren häufig ein AC-DC-Netzteil mit einer USV-Pufferung und DC-DC-Wandlerstufen, um kritische Abläufe während kurzzeitiger Stromausfälle aufrechtzuerhalten. In vielen Anlagen dauert dieses Pufferzeitfenster nur wenige Sekunden, doch diese Sekunden entscheiden darüber, ob Produktionsdaten erhalten bleiben oder verloren gehen.

Industrieroboter, der mit geschützten DIN-Schienen-Stromversorgungs- und Notstromsystemen betrieben wird.

Die Notstromversorgung ermöglicht es Roboterausrüstung, sichere Zustände einzunehmen und Prozessdaten während elektrischer Unterbrechungen zu erhalten.

Puffermodule im Vergleich zu herkömmlichen USV-Architekturen

Nicht jede Automatisierungsplattform benötigt große, batteriegestützte USV-Systeme. In Schaltschränken mit hoher Packungsdichte, in denen Platzbedarf und thermische Belastung eine wichtige Rolle spielen, setzen Ingenieure zunehmend Puffermodule ein, die kurzzeitige Überbrückungsereignisse abfangen können.

Diese Module können ausreichend gespeicherte Energie bereitstellen, um den SPS-Speicher zu erhalten, Servoantriebe kontrolliert zu stoppen und die Kontinuität industrieller Netzwerke sicherzustellen. Für Hersteller kompakter Maschinen reduziert dieser Ansatz die Wartungskomplexität und verbessert zugleich die Effizienz des Schaltschranks.

Anwendungen mit fortschrittlichen Bewegungssteuerungsplattformen wie Allen-Bradley-PowerFlex-Systemen oder dezentralen Bewegungsarchitekturen von Siemens-Plattformen für Antriebs- und Bewegungssteuerung integrieren häufig diese kompakten Notstromlösungen, um die Betriebsstabilität aufrechtzuerhalten.

Technische Prioritäten bei der Auswahl einer DIN-Schienen-Stromversorgung

Die Auswahl einer Stromversorgungslösung für die DIN-Schiene geht weit über die Angaben zu Spannung und Strom hinaus. Industrieingenieure müssen elektrische Leistung, Gehäusebeschränkungen, regionale Zulassungsanforderungen und langfristige Zuverlässigkeit miteinander abwägen.

Mechanische Einschränkungen in modernen Schaltschränken

Schaltschränke werden kleiner, während die Gerätedichte weiter steigt. Stromversorgungen mit schlankem Profil sind besonders in dezentralen I/O-Stationen, Maschinenmodulen und modularen Produktionslinien wichtig geworden.

Auch die mechanischen Abstände beeinflussen Luftstrom und Wärmeabfuhr. Eine ungünstige Anordnung kann die Lebensdauer der Komponenten verkürzen und die Schaltschranktemperaturen erhöhen, insbesondere bei Anwendungen mit hohen Strömen.

Montagehardware für eine DIN-Schiene, installiert auf einer industriellen Montageplatte.

Schaltschranklayout und Abstände auf der DIN-Schiene beeinflussen direkt die Kühlleistung und die Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten.

Flexible Eingangsspannung und globaler Einsatz

Globale Maschinenbauer setzen dieselben Anlagen häufig in Nordamerika, Europa und Asien ein. Die Unterstützung eines großen Eingangsspannungsbereichs vereinfacht die Inbetriebnahme und reduziert den erforderlichen Konstruktionsaufwand zwischen den Regionen.

Leistungsfaktorkorrektur, Störfestigkeit gegenüber transienten Vorgängen und Oberschwingungsregelung werden ebenfalls immer wichtiger in Anlagen, die große Servosysteme oder Frequenzumrichter betreiben.

Ingenieure, die mit dezentralen Automatisierungsplattformen wie ABB-S800-I/O-Systemen oder dezentraler Prozessinstrumentierung arbeiten, bevorzugen häufig Stromversorgungsmodule mit hoher Störfestigkeit gegenüber elektrischem Rauschen und instabilen Netzbedingungen.

EMV-Stabilität ist nicht länger optional

Die elektromagnetische Verträglichkeit hat sich zu einem zentralen Planungsthema für Ingenieure der industriellen Automatisierung entwickelt. Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Netzwerke, analoge Instrumentierung und drahtlose Kommunikationssysteme sind besonders anfällig für leitungsgebundene und abgestrahlte Störungen.

DIN-Schienen-Netzteile mit unkontrollierten Schalteigenschaften können unerwünschte Störungen in empfindliche Steuerungsumgebungen einbringen. Daher verlangen viele Anlagen inzwischen die Einhaltung von EMV-Normen wie EN55011 und EN55022, bevor eine Ausrüstung zugelassen wird.

Die Schaltfrequenz ist wichtiger als zuvor

Schaltungen mit fester Frequenz sind in industriellen Anwendungen weiterhin beliebt, da sie die EMV-Prognose vereinfachen und Wechselwirkungen mit den Taktfrequenzen von Steuerungen verringern. Dies ist besonders wichtig in Prozessanlagen, die präzise analoge Messungen oder Turbinenüberwachungssysteme einsetzen.

Anlagen mit Maschinenschutzgeräten, Schwingungsüberwachung und dezentralen Sensornetzwerken verlangen zunehmend nach elektrisch störungsarmen Stromversorgungsarchitekturen, um Messinstabilitäten zu vermeiden.

Thermische Effizienz fördert langfristige Zuverlässigkeit

Wärme gehört zu den Hauptursachen für vorzeitige Ausfälle elektronischer Komponenten in industriellen Schaltschränken. Selbst hocheffiziente Netzteile erzeugen eine thermische Belastung, insbesondere bei kontinuierlichem Betrieb mit hohen Strömen.

Moderne Stromversorgungssysteme auf DIN-Schienen sind darauf ausgelegt, die Effizienz zu maximieren und gleichzeitig den Kühlbedarf zu minimieren. Die Kühlung durch natürliche Konvektion wird zunehmend bevorzugt, da sie den wartungsbedingten Aufwand durch Lüfter reduziert und die langfristige Zuverlässigkeit verbessert.

Dieser Trend zeigt sich besonders deutlich in Anwendungen für Verkehrstechnik, Energiemanagement und dezentrale Infrastruktur, bei denen sich die Wartungsintervalle über mehrere Jahre erstrecken können.

Wohin sich der Markt entwickelt

Die nächste Phase der industriellen Automatisierung wird noch höhere Anforderungen an kompakte Stromversorgungsarchitekturen stellen. Edge Computing, KI-gestützte Diagnose und dezentrale industrielle Netzwerke erhöhen allesamt die Leistungsdichte in modernen Steuerungssystemen.

Gleichzeitig sollen Ingenieure die Schaltschrankgröße reduzieren, die Energieeffizienz verbessern und Wartungsabläufe vereinfachen. Plattformen für die DIN-Schienen-Stromversorgung, die Redundanz, Diagnose, thermische Effizienz und kompakte Installation vereinen, werden wahrscheinlich zukünftige Automatisierungsprojekte dominieren.

Hersteller setzen zudem zunehmend auf modulare Stromversorgungs-Ökosysteme, die sich nahtlos in SPS-, DCS- und Maschinenschutzplattformen integrieren lassen, anstatt als isolierte elektrische Komponenten zu fungieren.

Warum die Stromversorgungsarchitektur mehr Aufmerksamkeit verdient

In vielen Industrieprojekten erhalten Netzteile weniger technische Aufmerksamkeit als Steuerungen, Antriebe oder Instrumentierung. Dieser Ansatz ist zunehmend überholt. Eine schlecht ausgewählte Stromversorgungsarchitektur kann ein ansonsten hochmodernes Automatisierungssystem destabilisieren.

Die erfolgreichsten Automatisierungsinstallationen betrachten Stromversorgungssysteme auf DIN-Schienen heute als grundlegende Infrastruktur und nicht als unterstützendes Zubehör. Eine stabile Stromversorgung beeinflusst direkt die Verfügbarkeit der Steuerung, die Kommunikationsintegrität, die Bewegungsgenauigkeit und die Widerstandsfähigkeit des Gesamtsystems.

Autor: Daniel Mercer | Leitender Reporter für Industriesysteme

Daniel Mercer berichtet seit mehr als 14 Jahren über industrielle Automatisierung, Stromversorgungsinfrastruktur und Technologien für die Prozesssteuerung. Zu seinem beruflichen Hintergrund gehören Integrationsprojekte vor Ort mit Automatisierungssystemen von Siemens, Emerson, ABB und Schneider Electric in Produktions- und Energieanlagen.

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