Phoenix Contact präsentiert Stromversorgung und Schutz für Lagerhäuser auf der MODEX 2026
Auf der MODEX 2026 zeigt Phoenix Contact, wie Stromversorgungsstabilität, Schaltungsschutz und schnelle Konnektivität das Rückgrat intelligenter Lager bilden und Betriebszeit, Sicherheit sowie skal...
Das unsichtbare Rückgrat der intelligenten Lagerautomatisierung
Auf der MODEX 2026 in Atlanta lenkte Phoenix Contact die Aufmerksamkeit weg von Robotik und KI-gesteuerten Systemen. Stattdessen konzentrierte sich das Unternehmen auf die Infrastruktur, die automatisierte Lager ohne Unterbrechung am Laufen hält.
In modernen Logistikumgebungen bestimmt die Betriebszeit die Wettbewerbsfähigkeit. Phoenix Contact zeigte, wie stabile Energieversorgung, intelligenter Schutz und schnelle Konnektivität das eigentliche Fundament skalierbarer Lieferketten bilden.
Stabile Energie für kontinuierliche Bewegung
Industrielle Automatisierung ist auf eine unterbrechungsfreie Stromqualität angewiesen. Die QUINT-Stromversorgungsserie von Phoenix Contact gilt in anspruchsvollen Umgebungen weiterhin als Referenz für eine adaptive Energieversorgung.
Diese Systeme unterstützen eine einstellbare Ausgangsspannung, eine dynamische Lastverarbeitung und eine Boost-Funktion während der Anlaufphasen von Motoren. Ihr Verhalten bei der selektiven Sicherungsauslösung isoliert Fehler, ohne ganze Steuerungsnetzwerke abzuschalten.
IP67-zertifizierte Stromversorgung für dezentrale Lager- und Logistikumgebungen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen.
Die TRIO-Serie führt dieses Konzept mit optionaler IO-Link-Diagnose und konfigurierbarem Schutz auf Kanalebene weiter. Ingenieure erhalten Einblick in das Verhalten der Stromversorgung, ohne die Komplexität auf Schaltschrankebene zu erhöhen.
Fehlerisolierung ohne Systemabschaltung
Die selektive Sicherungstechnologie bietet in dicht installierten Lagerumgebungen einen entscheidenden Vorteil. Ein Kurzschluss erzwingt keinen vollständigen Systemneustart mehr. Stattdessen wird nur der betroffene Zweig getrennt.
Dieses Verhalten schützt vorgeschaltete SPS, Sicherheitsrelais und Kommunikationsknoten vor kaskadierenden Ausfällen, die traditionell ganze Förder- oder Sortiersysteme zum Stillstand bringen.
Intelligenterer Schutz für dichte elektronische Umgebungen
Da sich Lager zu stark elektrifizierten Umgebungen entwickeln, wird Intelligenz auf Schaltungsebene unverzichtbar. Phoenix Contact begegnet dieser Entwicklung mit dem modularen Schutzsystem CAPAROC.
Mit CAPAROC können Ingenieure Überstromschwellen für jeden Kanal konfigurieren. Das System unterstützt Module mit 1, 2 und 4 Kanälen und ermöglicht die Skalierung der Schutzarchitektur, ohne Steuerungsschränke neu konzipieren zu müssen.
Modulares Schutzsystem zur konfigurierbaren Überstromregelung in mehreren Lagerteilsystemen.
Die Fernkonfiguration bietet eine weitere Ebene betrieblicher Flexibilität. Wartungsteams können Stromgrenzen anpassen oder Kanäle zurücksetzen, ohne vor Ort eingreifen zu müssen. Dadurch lassen sich Ausfallzeiten während Spitzenzeiten in der Logistik reduzieren.
Elektronik zuverlässig schützen – auch bei großen Anlagen
Moderne Lager arbeiten mit dichten Sensornetzwerken, Motorantrieben und Edge-Controllern. Wenn der Schutz nicht lokal erfolgt, kann sich ein einzelnes Überspannungsereignis über mehrere Teilsysteme ausbreiten.
CAPAROC begrenzt dieses Risiko, indem es Fehler auf der Lastseite isoliert und so die Systemkontinuität bei Förderanlagen, AGVs und automatisierten Lagersystemen aufrechterhält.
Schnelle Konnektivität für Logistikdaten in Echtzeit
Der Datenfluss bestimmt die Intelligenz eines Lagers. Phoenix Contact stellte die Push-X-Technologie als Möglichkeit vor, die Feldverdrahtung in dezentralen Systemen zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Die Push-in-Anschlusstechnik macht Werkzeuge bei der Installation überflüssig. Installateure führen den Leiter direkt ein, und eine mechanische Verriegelung bestätigt den sicheren Kontakt durch ein hörbares Rückmeldesignal.
Robuste Steckverbinder für eine schnelle Installation und zuverlässige Signalintegrität in anspruchsvollen Lagerumgebungen.
Schwerlaststeckverbinder und geschirmte Verkabelungssysteme übertragen dieses Prinzip auf Umgebungen mit hohem Störpegel. Sie gewährleisten eine stabile Signalintegrität für Strom- und Kommunikationsnetzwerke in großen Anlagen.
Weitere Informationen zu den auf Logistik ausgerichteten Automatisierungstrends auf der MODEX finden Sie in der entsprechenden Berichterstattung zu den Branchenupdates der MODEX 2026: https://www.plcprotech.com/blogs/news/tagged/modex-2026
Wohin sich die Lagerautomatisierung tatsächlich entwickelt
Die Präsentation auf der MODEX 2026 bestätigte einen unauffälligen, aber wichtigen Wandel im Denken über Industriedesign. Der Fokus verlagert sich von sichtbarer Robotik hin zur Widerstandsfähigkeit der unsichtbaren Infrastruktur.
Versorgungsstabilität, Fehlerisolierung und schnelle Installationsverfahren bestimmen die Systemleistung inzwischen ebenso stark wie Softwareintelligenz oder der Durchsatz von Robotern.
Die Einschätzung des Analysten zur infrastrukturgetriebenen Automatisierung
Die Strategie von Phoenix Contact spiegelt einen reifenden Automatisierungsmarkt wider. Ingenieure betrachten Stromversorgung und Verdrahtung nicht länger als nachrangige Themen. Sie entwickeln sie inzwischen als zentrale Leistungstreiber.
Zukünftige Lagersysteme werden weniger von isolierten Innovationen und stärker von eng integrierten elektrischen Ökosystemen abhängen, die Ausfallzeiten auf jeder Ebene minimieren.
Daniel Mercer, Reporter für industrielle Systeme – 11 Jahre Erfahrung in Leistungselektronik und Logistikautomatisierung sowie praktische Erfahrung mit Integrationsprojekten von Siemens und Rockwell Automation.