Banner RSio Remote Safe I/O vereinfacht die Integration der Maschinensicherheit in Studio 5000
Das neue RSio Remote Safe I/O-Modul von Banner Engineering ermöglicht eine skalierbare Maschinensicherheitsintegration in industrielle Systeme mit Unterstützung von bis zu 192 Geräten, flexiblen Ne...
Banner erweitert Maschinensicherheit und Flexibilität mit RSio Remote Safe I/O
Banner Engineering hat eine neue Remote Safe I/O-Plattform vorgestellt, die darauf ausgelegt ist, die Maschinensicherheitsarchitektur zu vereinfachen und gleichzeitig die Komplexität der Feldverkabelung zu reduzieren. Der RSio Remote Safe I/O-Block richtet sich an moderne Produktionslinien, bei denen verteilte Sicherheitsgeräte, schnelle Inbetriebnahme und skalierbare Netzwerke zu wesentlichen technischen Anforderungen geworden sind.
Die Markteinführung spiegelt eine breitere Branchenbewegung hin zu dezentralen Sicherheitssystemen wider, die direkt in Ethernet-basierte Steuerungsumgebungen integriert werden. Durch die Unterstützung der Konfiguration über Studio 5000 positioniert Banner den RSio als praktische Ergänzung für Anlagen, die bereits auf Rockwell Automation-Plattformen standardisiert sind.
Die RSio-Plattform von Banner kombiniert sicherheitszertifizierte und Standardgeräteunterstützung in einer kompakten, maschinenmontierbaren Architektur.
Entwickelt für große verteilte Sicherheitsnetzwerke
Hohe Gerätedichte reduziert Verkabelungskomplexität
Die RSio-Plattform unterstützt bis zu sechs hybride I/O-Kanäle. Jeder Kanal kann bis zu 32 ISD-Geräte verwalten, sodass ein Modul insgesamt 192 angeschlossene Geräte unterstützen kann. Diese Dichte ist besonders wertvoll in großen Fördersystemen, Robotikzellen, Palettierlinien und automatisierten Verpackungssystemen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Sicherheitsanschlussblöcken, die Standard- und Sicherheitsgeräte trennen, erlaubt Banner, dass beide auf denselben hybriden Ports koexistieren. Ingenieure können Not-Aus-Taster, Sicherheitslichtvorhänge, Alarme, Zugschalter und Halbleitergeräte anschließen, ohne die Netzwerkarchitektur neu gestalten zu müssen.
Für Anlagen, die ihre verteilte Steuerungsinfrastruktur erweitern, kombinieren Maschinenbauer diese Systeme oft mit skalierbaren Remote I/O-Modulen und industrieller Kommunikationshardware, um die Inbetriebnahme und zukünftige Upgrades zu vereinfachen.
Studio 5000-Integration ermöglicht schnellere Inbetriebnahme
Eine der wichtigsten technischen Entscheidungen hinter der RSio-Plattform ist die Integration mit Rockwell Automation Studio 5000 über eine Add-On Profile EDS-Datei. Viele industrielle Sicherheitsgeräte erfordern noch separate Konfigurationsumgebungen, was die Startzeit und den Schulungsaufwand für Techniker erhöht.
Banner ermöglicht es Technikern stattdessen, den RSio direkt innerhalb von Studio 5000 mit vordefinierten Gerätetemplates oder benutzerdefinierten Konfigurationen einzurichten. Dies reduziert den technischen Aufwand und verbessert die Wartbarkeit für Anlagen, die bereits Allen-Bradley PLC-Infrastrukturen nutzen.
Die RSio-Konfigurationsumgebung ermöglicht die Einrichtung von Sicherheitsgeräten direkt innerhalb der Studio 5000 Engineering-Software.
Anlagen, die ControlLogix- oder CompactLogix-Plattformen betreiben, integrieren häufig verteilte Sicherheitsgeräte neben Allen-Bradley ControlLogix-Systemen, um Diagnosen zu zentralisieren und die Schaltschrankkomplexität zu reduzieren.
Flexible Topologien unterstützen bestehende Maschinenlayouts
Industrielle Sicherheitsnetzwerke folgen selten einer einzigen Architektur. Einige Produktionssysteme erfordern Daisy-Chain-Layouts, während andere auf Ring- oder Stern-Topologien angewiesen sind, um Kommunikationsredundanz und physische Routing-Flexibilität zu gewährleisten.
Banner hat den RSio so konzipiert, dass alle drei Ansätze unterstützt werden. Ingenieure können die Module in bestehende Maschinen integrieren, ohne die Feldinfrastruktur wesentlich neu gestalten zu müssen. Diese Flexibilität wird besonders wichtig bei Brownfield-Modernisierungsprojekten, bei denen Maschinenaufrüstungen mit älterer Steuerungshardware koexistieren müssen.
Der RSio unterstützt zudem die maschinenmontierte Installation. Sein IP67-geschütztes Gehäuse schützt vor Staub und Wassereintritt, sodass er direkt an Produktionsanlagen und nicht nur in zentralen elektrischen Gehäusen platziert werden kann.
Stromversorgungsoptionen für unterschiedliche Lastanforderungen
Banner bietet je nach Anwendungsanforderung zwei Stromversorgungsvarianten an. Die Mini-Power-Option unterstützt bis zu 10 A Durchgangsstrom, während die M12 L-Code-Variante bis zu 16 A Durchgangskapazität bietet.
Beide Versionen verwenden M12 A-Code I/O-Steckverbinder für Feldgeräte. Diese standardisierte Steckverbinderstrategie vereinfacht Austauschverfahren und minimiert Ersatzteilanforderungen für Wartungsteams.
Warum verteilte Sicherheits-Hardware zum Standard wird
Das Wachstum von Robotik, autonomer Materialhandhabung und modularen Fertigungssystemen verlagert Sicherheitssteuerungen zunehmend weg von zentralen Schaltschränken hin zur Maschine selbst. Verteilte Sicherheitsarchitekturen reduzieren Kabelwege, vereinfachen die Fehlersuche und verbessern die Skalierbarkeit der Maschinen.
In Hochgeschwindigkeitsfertigungsumgebungen kann die Verkürzung der Inbetriebnahmezeit den Produktionsstartplan erheblich beeinflussen. Sicherheits-Hardware, die sich direkt in etablierte PLC-Ökosysteme integriert, bietet OEMs und Systemintegratoren einen messbaren Vorteil.
Aus technischer Sicht liegt der größte Vorteil des RSio nicht nur in der Anzahl der Geräte. Sein echter Wert besteht darin, robuste Feldeinsätze, flexible Topologieunterstützung und Softwareintegration in einer Plattform zu vereinen. Viele konkurrierende Systeme erfordern noch mehrere Gateways oder dedizierte Konfigurationswerkzeuge.
Technische Perspektive zur RSio-Strategie von Banner
Die RSio-Einführung von Banner spiegelt einen größeren Trend in der industriellen Automatisierung wider: Sicherheits-Hardware wird zunehmend softwarezentriert. Ingenieure erwarten heute, dass Sicherheitsgeräte nahtlos in bestehende PLC-Umgebungen integriert werden, anstatt als isolierte Subsysteme zu funktionieren.
In der Praxis senkt die Reduzierung der Feldverkabelung und die Vereinfachung der Konfiguration direkt das Installationsrisiko und die Wartungskosten. Der RSio adressiert beide Aspekte und bleibt dabei flexibel genug für Neuinstallationen und Nachrüstprojekte.
Die größte Marktchance für diese Plattform wird wahrscheinlich von Maschinenbauern kommen, die auf EtherNet/IP und Studio 5000-Umgebungen standardisieren. Mit der weiteren Ausbreitung verteilter Automatisierungsarchitekturen werden maschinenmontierte Safe I/O-Plattformen zunehmend unverzichtbar.
Autor: Daniel Mercer | Senior Industrial Systems Reporter
Daniel Mercer verfügt über mehr als 14 Jahre Erfahrung in der Berichterstattung über industrielle Steuerungssysteme, Maschinensicherheitsintegration und digitale Fertigungstechnologien. Sein Hintergrund umfasst Automatisierungsintegrationsprojekte mit Rockwell Automation, Siemens, Schneider Electric und Beckhoff Automation in den Bereichen Verpackung, Automobil und Prozessindustrie.