Kassow Robots und Bosch Rexroth ctrlX OS: App-basierte Robotik-Integration für die industrielle Automatisierung

Kassow Robots hat eine app-basierte Integration für Bosch Rexroths ctrlX OS eingeführt, die eine Echtzeit-Robotersteuerung ohne traditionelle, PLC-lastige Architektur ermöglicht. Das Update unterst...

Kassow Robots hat eine Connector-App für Bosch Rexroth ctrlX OS vorgestellt, die eine direkte Echtzeitkommunikation zwischen kollaborativen Robotern und industriellen Automatisierungssystemen ermöglicht. Diese Entwicklung spiegelt einen breiteren Wandel in der industriellen Automatisierung hin zu softwaredefinierten Steuerungsarchitekturen wider.

Anstatt stark auf PLC-basierte Integrationsschichten zu setzen, können Ingenieure nun Robotik, Bewegungssteuerung und Datenaustausch innerhalb einer einheitlichen ctrlX OS-Umgebung verwalten. Dies vereinfacht die Systemarchitektur und verbessert die Echtzeitreaktionsfähigkeit in der Fabrikautomation.

Echtzeit-Roboterintegration in ctrlX OS Automatisierungssystemen

Die Connector-App ermöglicht es den siebenachsigen Robotern von Kassow, sich direkt über die ctrlX Data Layer mit ctrlX OS zu verbinden. Dadurch entfallen Zwischen-PLC-Programmierstrukturen und die Systemkomplexität in industriellen Automatisierungslösungen wird reduziert.

Kassow Robots ctrlX OS Integrationsarchitektur

In der praktischen Anwendung verringert diese Architektur die Inbetriebnahmezeit und erhöht die Systemtransparenz. Viele Ingenieure, die mit Siemens-Automatisierungssystemen arbeiten, bewegen sich bereits in Richtung ähnlicher einheitlicher Steuerungskonzepte, um die Fragmentierung der PLC-Ebene zu reduzieren.

Vom PLC-zentrierten Steuerungssystem zur app-basierten Automatisierungsarchitektur

Die traditionelle Roboterintegration basiert auf PLC-Systemen, die als Vermittler zwischen Robotern und Steuerungsnetzwerken fungieren. Dieser Ansatz erhöht jedoch die Konfigurationskomplexität und begrenzt die Skalierbarkeit des Systems.

Die ctrlX OS Connector-App beseitigt diese Abhängigkeit, indem sie Roboterfunktionen direkt in die Automatisierungsplattform einbettet. Dadurch können Bewegungssteuerung, Diagnose und Aufgabenausführung innerhalb einer einzigen Umgebung abgewickelt werden.

Für Systemdesigner verbessert dies die Engineering-Effizienz, erfordert jedoch sorgfältige Beachtung von Netzwerkdeterminismus und Latenzmanagement in Multi-Geräte-Automatisierungssystemen.

Mobile Robotik und Multi-System-Koordination

Die Integration erstreckt sich auf mobile Automatisierung durch Kompatibilität mit dem ROKIT-Ökosystem von Bosch Rexroth. Dies ermöglicht die Koordination zwischen Navigationssystemen, Roboterarmen und Industriesensoren.

Kassow Robots mobile Robotik-Integration ctrlX OS

In der Lagerautomatisierung ist dies besonders relevant für Palettier- und Bin-Picking-Anwendungen. Diese Prozesse basieren häufig auf synchronisierten Systemen, die Robotik und Bewegungssteuerungsplattformen wie industrielle Antriebe und Bewegungssteuerungssysteme kombinieren.

Ingenieure müssen jedoch weiterhin die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften validieren, wenn kollaborative Roboter mit autonomen mobilen Systemen in gemeinsamen Umgebungen kombiniert werden.

Softwaredefinierte industrielle Automatisierungssysteme

Die Integration von Kassow Robots spiegelt einen breiteren Übergang zu softwaredefinierten industriellen Automatisierungssystemen wider. Anstelle starrer hardware-spezifischer Programmierung werden Steuerungsfunktionen zunehmend in modulare Softwareanwendungen abstrahiert.

Dieser Ansatz entspricht den Prinzipien von Industrie 4.0, bei denen Interoperabilität und datengetriebene Entscheidungsfindung ebenso wichtig sind wie mechanische Präzision.

Plattformen wie ctrlX OS fungieren als industrielle Betriebssysteme, die Robotik, PLC-Logik und IIoT-Datenströme zu einem einheitlichen Ökosystem verbinden. Dies reduziert Integrationsbarrieren in Multi-Anbieter-Umgebungen.

Ingenieursperspektive zu Systemdesign-Kompromissen

Aus technischer Sicht verbessert die app-basierte Roboterintegration die Flexibilität, erhöht jedoch die Abhängigkeit von Softwarestabilität und Netzwerkinfrastruktur.

In leistungsstarken industriellen Automatisierungssystemen bleibt deterministische Steuerung unerlässlich. Daher verwenden viele Implementierungen weiterhin hybride Architekturen, bei denen PLCs Sicherheitsebenen verwalten, während app-basierte Systeme Koordination und Optimierung übernehmen.

Dieser Ansatz ist häufig bei großflächigen Installationen mit Plattformen wie ABB-Automatisierungssystemen zu beobachten, wo Zuverlässigkeit und modulare Skalierbarkeit Hand in Hand gehen müssen.

Autor: Jason Miller – Ingenieur für industrielle Robotik und Steuerungssysteme. Jason verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Fabrikautomation, einschließlich PLC-Integration, robotergestützten Bewegungssystemen und industrieller Plattformarchitektur in den Ökosystemen von Siemens, Bosch Rexroth und ABB.

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