Kennzahlen für die Motoren: Encoder Products Company auf der MODEX 2026
Die Präsenz von Encoder Products Company auf der MODEX 2026 zeigt, wie die Technologie zur Bewegungsrückmeldung die moderne Lagerautomatisierung unterstützt – von Förderanlagen über Robotik bis hin...
Die Ausstellung MODEX 2026 betonte erneut, dass industrielle Automatisierung eher von präzisen Daten als von sichtbaren Maschinen abhängt. Während mobile Roboter, Förderanlagen und Palettiersysteme Aufmerksamkeit auf sich zogen, konzentrierte sich Encoder Products Company (EPC) auf ein weniger sichtbares, aber unverzichtbares Element: die Technologie zur Bewegungsrückmeldung.
Mit mehr als fünf Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung unterstützt EPC industrielle Automatisierungssysteme weiterhin mit zuverlässigen Drehgebern und linearen Encodern. Diese Geräte bilden das Rückgrat der Steuerungsgenauigkeit in modernen Lagerumgebungen, insbesondere dort, wo IIoT- und KI-Systeme auf Echtzeitdaten mechanischer Bewegungen angewiesen sind, um effektiv zu funktionieren.
Förderdurchsatz und Sortiergenauigkeit in der industriellen Automatisierung
Fördersysteme fallen oft nicht aufgrund ihrer mechanischen Konstruktion aus, sondern wegen kleiner Störungen wie Verklemmungen oder falsch ausgerichteter Produkte. Wenn ein Sortiertor nicht reagiert, kann die gesamte Produktionslinie Stillstandszeiten verzeichnen. Ohne präzise Positionsrückmeldung erfolgt die Fehlerbehebung reaktiv statt vorausschauend.
An Motoren und Linearachsen installierte Encodersysteme ermöglichen die Echtzeitüberwachung von Bewegung und Position. In modernen Umgebungen der Fabrikautomatisierung integrieren Ingenieure solche Rückkopplungsschleifen häufig in SPS-basierte Steuerungsarchitekturen wie Siemens-S7-Automatisierungssysteme, um die Diagnosemöglichkeiten zu verbessern und Ausfallzeiten bei Störungen an Förderanlagen zu reduzieren.
AMRs, AGVs und Bewegungsintelligenz in Logistiksystemen
Autonome mobile Roboter (AMRs) und fahrerlose Transportfahrzeuge (AGVs) sind für eine präzise Navigation in hohem Maße auf hochauflösende Encoder angewiesen. Unterschiede bei Bodenbeschaffenheit, Lastgewicht und Radschlupf können die Bewegungspräzision ohne geeignete Rückmeldesysteme erheblich beeinträchtigen.
In praktischen Anwendungen wird die Encoder-Rückmeldung häufig in umfassendere Antriebs- und Bewegungssteuerungssysteme integriert, um die Synchronisation zwischen Navigationsalgorithmen und mechanischer Ausführung aufrechtzuerhalten. Dies ist besonders in Lagerumgebungen mit hoher Verkehrsdichte entscheidend, in denen Korrekturen in Echtzeit erforderlich sind.
Sicherheit bleibt eine zentrale technische Vorgabe. Die SIL-zertifizierten Encoder von EPC (SIL2 und SIL3) unterstützen die Anforderungen an die funktionale Sicherheit gemäß den Standards der industriellen Automatisierung und gewährleisten kontrolliertes Abbremsen sowie ein zuverlässiges Verhalten bei Notfallreaktionen in gemeinsam genutzten Mensch-Roboter-Umgebungen.
Positionierung in automatischen Lager- und Bereitstellungssystemen sowie Präzision bei der vertikalen Lagerung
Automatische Lager- und Bereitstellungssysteme (AS/RS) gehören zu den anspruchsvollsten Anwendungen für Encoder-Technologie. Diese Systeme arbeiten in vertikalen Umgebungen, in denen die Positioniergenauigkeit den Durchsatz und die Zuverlässigkeit der Bestandsverwaltung direkt beeinflusst.
Inkrementalgeber liefern eine hochgeschwindige Rückmeldung für dynamische Bewegungen, während Absolutwertgeber Positionsdaten auch bei einem Stromausfall beibehalten. In groß angelegten Automatisierungsprojekten werden solche Technologien häufig mit Allen-Bradley-SPS-Architekturen kombiniert, um eine deterministische Steuerung von Kränen, Shuttles und Hubsystemen zu gewährleisten.
Aus technischer Sicht verringern absolute Rückmeldesysteme die Abhängigkeit von Referenzierzyklen und verbessern dadurch die Wiederherstellungszeit des Systems nach Abschaltungen oder Wartungszyklen.
Technische Perspektive: datengesteuerte Bewegungssteuerung
Aus Sicht der industriellen Automatisierung ist Encoder-Technologie nicht lediglich eine Sensorebene, sondern ein grundlegendes Element geschlossener Regelkreise. Ohne präzise Bewegungsrückmeldung können weder SPS-Logik noch KI-gestützte Optimierung eine konstante Leistung erbringen.
In praktischen Anwendungen legen Ingenieure häufig größeren Wert auf Encoderauflösung und Signalstabilität als auf die reine mechanische Geschwindigkeit. Dies gilt insbesondere für Logistiksysteme mit hohem Durchsatz, in denen sich Synchronisationsfehler über mehrere Teilsysteme hinweg ausbreiten können.
Die moderne Lagerautomatisierung ist zunehmend auf geschichtete Architekturen angewiesen, die Sensoren, Antriebe und Steuerungsplattformen wie SPS- und PAC-Systeme miteinander verbinden. Encoder bilden die entscheidende Rückmeldeschnittstelle zwischen physischer Bewegung und digitalen Entscheidungsprozessen.
Fertigungszuverlässigkeit „Made in the USA“
EPC stellte seine Produktionsbetriebe in Idaho hervor und betonte die lokale Produktionskontrolle sowie die einheitliche technische Umsetzung. In globalen Lieferketten verbessert eine lokale Fertigung häufig die Rückverfolgbarkeit und verringert Schwankungen bei den Lieferzeiten.
Die Aufrechterhaltung eigener Entwicklungs- und Produktionskapazitäten unterstützt zudem engmaschigere Qualitätskontrollkreise, was für Komponenten in hochpräzisen industriellen Automatisierungssystemen wie Robotik, Förderanlagen und Bewegungsplattformen unerlässlich ist.
Autor: Michael Carter – Ingenieur für industrielle Automatisierung (Spezialist für SPS- und Bewegungssysteme). Michael verfügt über mehr als 18 Jahre Erfahrung in Projekten der industriellen Automatisierung mit ABB-, Siemens- und Emerson-Systemen. Sein Schwerpunkt liegt auf Bewegungssteuerung, Encoder-Integration und der SPS-basierten Optimierung von Fertigungsprozessen in globalen Logistikanlagen.