Patlite fügt Ethernet-basierten LR5-LAN-Signalturm für industrielle Netzwerke hinzu

Patlite hat seine LR5-Signalturm-Familie mit der neuen LR5-LAN-Serie erweitert und bietet nun direkte Ethernet-Kommunikation für industrielle Steuerungssysteme. Das neue Stapelleuchtenmodell unters...

Patlite treibt die Signalisierung von Signalstapelleuchten weiter in Ethernet-Netzwerke voran

Patlite hat sein LR5-Signalstapelleuchten-Portfolio mit der Einführung der LR5-LAN Serie Φ50 LED-Signalstapelleuchte erweitert und bringt damit direkte Ethernet-Kommunikation in Maschinen-Signalisierungsanwendungen. Anstatt auf diskrete SPS-Ausgänge und dedizierte Verkabelung zu setzen, kommuniziert der neue Turm direkt über industrielle Ethernet-Netzwerke mit Protokollen wie HTTP(S), Modbus/TCP, Socket-Kommunikation und EtherNet/IP.

Dieser Wandel spiegelt einen breiteren Trend in modernen Automatisierungssystemen wider, bei dem Signalisierungsgeräte zunehmend als intelligente Netzwerkknoten statt als passive Feldgeräte agieren. Für Hersteller, die skalierbare Ethernet-Architekturen aufbauen, eliminiert die LR5-LAN zusätzlichen I/O-Hardwareaufwand und vereinfacht zukünftige Erweiterungen.

Patlite LR5-LAN industrielle Ethernet-Signalstapelleuchte zur Maschinenkommunikationsanzeige installiert

Die LR5-LAN Serie integriert die traditionelle Funktionalität von Signalstapelleuchten direkt in industrielle Ethernet-Systeme.

Über die traditionelle diskrete Verkabelung hinaus

Konventionelle Signalstapelleuchten basieren typischerweise auf diskreten digitalen Ausgängen von SPS-Systemen. Dieser Ansatz erhöht die Verkabelungskomplexität und beansprucht wertvolle I/O-Ressourcen, insbesondere in großen Produktionslinien mit mehreren Signalisierungsstationen.

Die LR5-LAN ändert diese Architektur, indem sie direkte Kommunikation über Ethernet-basierte Protokolle ermöglicht. Das Ergebnis sind reduzierte Schaltschrankverkabelung, weniger Zwischenmodule und vereinfachte Wartungsverfahren für Steuerungsingenieure.

Anlagen, die bereits Allen-Bradley ControlLogix Systeme oder verteilte Ethernet-Steuerungsplattformen nutzen, können den Turm direkt in bestehende Anlagenkommunikationsstrukturen integrieren, ohne zusätzliche festverdrahtete Signalausgänge.

Zwei Ethernet-Varianten für unterschiedliche Steuerungsstrategien

Patlite bietet die LR5-LAN in zwei Versionen an. Das Standard-LAN-Modell unterstützt Socket-Kommunikation, HTTP(S) und Modbus/TCP. Die EtherNet/IP-Version konzentriert sich auf die direkte SPS-Integration und unterstützt die Registrierung von EDS-Dateien für eine schnellere Bereitstellung in Engineering-Software.

Sobald Netzwerkparameter zugewiesen sind, können Ingenieure den Turm direkt aus SPS-Programmierumgebungen konfigurieren. Dieser Ansatz verkürzt die Inbetriebnahmezeit und minimiert manuelle Parameterzuweisungen.

EtherNet IP Konfigurationsschnittstelle für Patlite LR5-LAN Signalstapelleuchten-Kommunikationseinrichtung

EDS-basierte Integration beschleunigt die Bereitstellung in EtherNet/IP-Automatisierungssystemen.

Eingebaute Web-Konfiguration reduziert Engineering-Zeit

Ein praktischer Vorteil der LR5-LAN ist ihr eingebetteter Webserver. Ingenieure können über eine Browser-Oberfläche auf das Gerät zugreifen, Befehle direkt aus dem Konfigurationsbildschirm generieren und das Signalisierungsverhalten validieren, ohne manuell Protokolldokumentationen zu konsultieren.

Für industrielle PC-Umgebungen stellt Patlite zudem Beispiel-Quellcode für Windows- und Linux-Systeme bereit. Das macht das Gerät besonders nützlich für softwarezentrierte Automatisierungsplattformen und Edge-Computing-Anwendungen.

Hersteller, die ihre industrielle Kommunikations- und Netzwerk-Infrastruktur ausbauen, profitieren von diesem Ansatz, da er die Abhängigkeit von physischer Signalverkabelung reduziert und gleichzeitig Fernwartung unterstützt.

Integrierte Blink- und akustische Signalisierung

Die LR5-LAN unterstützt bis zu fünf Lichtstufen und enthält sieben vordefinierte LED-Blinkmuster. Diese Muster können direkt über Ethernet-Befehle ausgelöst werden, ohne dass SPS-Timing-Logik oder Pulsprogrammierung erforderlich ist.

Optionale Summer-Module erweitern die Signalisierungsfunktionalität zusätzlich. Sowohl visuelle als auch akustische Alarme können über die Netzwerkkommunikation aus der Ferne aktiviert werden, was die Flexibilität im Maschinenstatusmanagement erhöht.

Industrielle Signalstapelleuchte überwacht Ethernet-Kommunikationsstatus an Fabrikausrüstung

Die LR5-LAN kann Kommunikationsausfälle oder Netzwerkwiederherstellungen in Echtzeit visuell anzeigen.

Netzwerksichtbarkeit wird Teil der Maschinendiagnose

Eine der wichtigsten technischen Neuerungen ist die integrierte Netzwerküberwachungsfunktion. Die LR5-LAN kann Ping-Antworten überwachen oder Modbus/TCP-Verbindungen kontinuierlich kontrollieren. Bei Kommunikationsausfall oder Wiederverbindung löst der Turm automatisch vordefinierte Signalisierungsreaktionen aus.

Das verwandelt die Signalstapelleuchte in ein einfaches Netzwerkdiagnosetool statt nur in eine reine Bedieneranzeige. In Anlagen mit verteilten Automatisierungssystemen gewinnt die Erkennung von Kommunikationsausfällen zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Geräte auf Ethernet-basierte Architekturen umgestellt werden.

Das Gerät arbeitet mit 24 VDC, besitzt die Schutzart IP65 und unterstützt Betriebstemperaturen von -20°C bis +50°C, was es für die direkte Maschinenmontage in den meisten Industrieumgebungen geeignet macht.

Warum Ethernet-basierte Signalisierung wichtig ist

Die LR5-LAN steht für einen größeren Wandel in der industriellen Automatisierung. Geräte, die früher vollständig auf festverdrahtete I/O angewiesen waren, werden nun zu Ethernet-fähigen Endpunkten, die direkte Kommunikation, Überwachung und Diagnose ermöglichen.

Da Fabriken zunehmend verteilte Steuerungssysteme, Edge-Geräte und industrielle PCs einsetzen, muss Signalisierungshardware in dieselbe Infrastruktur integriert werden, anstatt isolierte elektrische Komponenten zu bleiben. Ethernet-basierte Signalstapelleuchten reduzieren die Schaltschrankkomplexität und unterstützen eine schnellere Skalierbarkeit.

Aus technischer Sicht ist dieser Ansatz besonders sinnvoll in Anlagen, die bereits auf EtherNet/IP- oder Modbus/TCP-Architekturen standardisiert sind. Die Reduzierung von Verkabelung, Klemmenmanagement und Ausgangskarten kann die langfristige Wartung erheblich vereinfachen.

Autor: Daniel Mercer | Senior Automation Systems Reporter

Daniel Mercer verfügt über 14 Jahre Erfahrung in der Berichterstattung über industrielle Steuerungssysteme, Ethernet-Netzwerke und Maschinenautomatisierungstechnologien. Sein Hintergrund umfasst Feldintegrationsprojekte mit Rockwell Automation, Siemens, Beckhoff Automation und Schneider Electric Plattformen in den Branchen Verpackung, Automobil und Prozessfertigung.

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