Beschreibung
Der Allen-Bradley 1756-LSP dient in sicherheitsinstrumentierten Systemen als dedizierter, hardwareisolierter redundanter Koprozessor zur Ausführung mehrkanaliger Diagnose- und Lockstep-Sicherheitsprüflogik. Als spezialisiertes Sicherheits-Partnermodul, das mit einer Primärsteuerung gekoppelt ist, richtet dieses Gerät eine isolierte sekundäre Ausführungsumgebung ein, um sicherheitsbezogene Funktionen bis einschließlich SIL 3 und Performance Level e sicher zu verarbeiten. Das Gerät verfügt über keinen lokalen Benutzerspeicher für Standardoperationen; stattdessen sind seine Konfigurationsparameter, Uhrfunktionen und Sicherheitsspeicherstrukturen an die entsprechende Mastereinheit gebunden und werden von dieser verwaltet.
Merkmale
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Koprozessor-Bauform mit 1 Steckplatz: Belegt einen einzelnen Steckplatz unmittelbar neben der Primärsteuerung und bildet ein zweisteckplatziges Verarbeitungspaar innerhalb der Chassis-Backplane.
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Dynamische Sicherheitsspeicherzuweisung: Die Sicherheitszuweisung entspricht direkt der gekoppelten Mastereinheit: 1 MB bei Kopplung mit 1756-L61S oder 1756-L62S und 3,75 MB bei Verbindung mit 1756-L63S.
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Hohe Anschlussdichte: Verwaltet bis zu 250 Datenverbindungen zur Handhabung komplexer industrieller Sicherheitsverriegelungsverteilungen.
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Integrierte Diagnose: Integrierte LED-Statusanzeigen liefern eine sofortige lokale visuelle Bestätigung von Ausführungszuständen, Fehlern und Synchronisationsbedingungen.
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Nichtflüchtige Flash-Sicherung: Wird vollständig mit einer vorinstallierten CompactFlash-Karte geliefert, um die sichere Speicherung von Firmware-Images und Betriebsparametern zu gewährleisten.
Anwendungen
- SIL-3- und Performance-Level-e-(PL-e-)Notabschaltkreise in Hochrisikobereichen der Industrie.
- Lockstep-Koprozessorpaare in automatisierten Brennermanagementsystemen (BMS) und Pressenzellen.
- Ausfallsichere Verriegelungssteuerung in Fertigungsanlagen, die eine strikte Trennung von Standard-Steuerungslogikpfaden erfordern.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Allen-Bradley / Rockwell Automation |
| Modell-Teilenummer |
1756-LSP |
| Modultyp |
Sicherheits-Partnermodul |
| Serie |
GuardLogix 5560 |
| Kompatible Primärsteuerungen |
1756-L61S, 1756-L62S, 1756-L63S |
| Unterstützte Verbindungen |
250 |
| Benutzer-/Standardspeicher |
N/A (keine) |
| Stromaufnahme bei 5,1 V Gleichspannung |
1200 mA |
| Stromaufnahme bei 24 V Gleichspannung |
14 mA |
| Verlustleistung |
3,5 W |
| Wärmeabgabe |
11,9 BTU/h |
| Isolationsspannung |
30 V dauerhaft (Basisisolierung, typgeprüft vom RS-232-Anschluss zum System bei 720 V Gleichspannung für 60 Sekunden) |
| Lokale serielle Schnittstelle |
1 x RS-232-Anschluss |
| Backup-Batterieelement |
1756-BA2 (Lithiumbaugruppe mit 0,50 g) |
| Zuweisung der Chassis-Steckplatzbreite |
1 Steckplatz (benötigt einen angrenzenden Steckplatz für das Primärmodul; insgesamt 2 Steckplätze für den Betrieb) |
| Kompatibilität des Chassis |
1756-A4, 1756-A7, 1756-A10, 1756-A13, 1756-A17 |
| Kompatibilität der Stromversorgung |
1756-PA50, 1756-PA72, 1756-PA75, 1756-PB50, 1756-PB72, 1756-PB75 |
| Gehäuseklasse |
Keine (offene Bauform) |
| Betriebstemperaturbereich |
0 °C bis 60 °C |
| Temperatur außer Betrieb |
-40 °C bis 85 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit |
5–95 %, nicht kondensierend |
| Mechanischer Stoß (im Betrieb) |
30 g |
| Mechanischer Stoß (außer Betrieb) |
50 g |
| Vibrationsfestigkeit |
2 g bei 10–500 Hz |
| Versandgewicht (berechnet) |
0,75 lb (0,34 kg) |
| Physische Abmessungen (berechnet) |
27 x 17 x 7 cm (10,63 x 6,69 x 2,76 Zoll) |
Alternative Modelle und Kompatibilität
Der Sicherheitspartner 1756-LSP ist strukturell an die GuardLogix-5560-Architektur gebunden. Er funktioniert ausschließlich in Kombination mit einer Sicherheitssteuerung 1756-L61S, 1756-L62S oder 1756-L63S. Der Versuch, dieses Sicherheitsmodul mit Standard-ControlLogix-Prozessoren ohne Sicherheitsfunktion oder mit neueren ControlLogix-5570/5580-Systemen zu verbinden, führt zu Backplane-Verifizierungsfehlern und zum Abbruch des Ladens der CPU-Konfiguration.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Ein wesentlicher Fehler bei der Planung tritt auf, wenn der verfügbare Arbeitsraum in offenen Gehäusen berechnet wird. Wenn der Sicherheitspartner nicht im Steckplatz direkt rechts neben seiner primären Steuerung platziert wird, kann das Paar die strukturellen SIL-3-Anforderungen nicht erfüllen, was zu einem vollständigen Verlust der Integrität des Sicherheitskreises führt. Da diese Karte außerdem vollständig auf die Mastersteuerung für Kommunikationsverbindungen und Konfigurationsparameter angewiesen ist, kann ihr integrierter RS-232-Port nicht unabhängig für eine umfassende Netzwerkzuordnung oder Logikänderung verwendet werden. Stellen Sie sicher, dass die integrierte 1756-BA2-Lithiumbatteriezelle regelmäßig überwacht wird; ein niedriger Ladezustand kann bei einem vollständigen Stromausfall des Systems die Taktfunktionen beeinträchtigen.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER WARNHINWEIS: Schalten Sie alle Haupt-Backplane-Pfade und externen Hilfsversorgungsspannungen spannungsfrei und sichern Sie sie gegen Wiedereinschalten, bevor Sie die Co-Prozessor-Hardware montieren oder entfernen. Die Durchführung von Installationsschritten am Modul, während das Rack noch gefährliche Restspannung führt, birgt das Risiko unerwarteter Backplane-Rauschspitzen, Kommunikationsausfällen an benachbarten Knoten oder einer Beschädigung von Komponenten.
1
Überprüfen Sie die Position der primären Mastersteuerung (1756-L61S, -L62S oder -L63S) im ausgewählten Standard-1756-Chassis-Rack.
2
Räumen Sie den nicht verwalteten Steckplatz unmittelbar rechts neben der primären Einheit frei, um die korrekte mechanische Ausrichtung für die SIL-3-Nachverfolgung zu ermöglichen.
3
Richten Sie die Leiterbahnführungen der Sicherheits-Partnerbaugruppe an den Kunststoffführungen des vorgesehenen freien Steckplatzes aus.
4
Schieben Sie das Gerät gleichmäßig nach hinten in den Steckplatz, bis die oberen und unteren mechanischen Clips bündig sitzen und am Chassisrand einrasten.
5
Stellen Sie die Stromversorgung des Chassis wieder her und prüfen Sie die vordere LED-Gruppe, um die Initialisierung und die Handshakes für die gekoppelte Verbindung mit dem primären Prozessor zu bestätigen.