Der 1785-V80B ist eine spezialisierte speicherprogrammierbare Steuerung PLC-5/V80, die für die nahtlose direkte Integration in eine VMEbus-Architektur entwickelt wurde. Der Prozessor entspricht der VMEbus-Spezifikation C.1 und wird direkt in eine VMEbus-Backplane eingesetzt. Dadurch ermöglicht er die gemeinsame Busausführung neben anderen VMEbus-CPU- und E/A-Modulen, ohne separate System-Gateways. Er verfügt weiterhin über den vollständigen, leistungsstarken Befehlssatz des erweiterten PLC-5/80-Prozessors und erweitert die native Ausführung durch benutzerdefinierte VME-Statusdateien sowie erweiterte Nachrichtenanweisungen (MSG) zur Verarbeitung busübergreifender Datenübertragungen und zur Erzeugung von Hardware-Interrupts. Mit 100 Kilowörtern batteriegepuffertem SRAM verwaltet das Gerät umfassende Industrieanwendungen mit bis zu insgesamt 2944 E/A über dedizierte DH+- und universelle Remote-E/A-Verbindungen, ergänzt durch eine galvanisch getrennte RS-232-C-Seriellogik für die lokale Programmierung und DF1-Punkt-zu-Punkt-Topologien.
VME-Statusdateizugriff: Verfügt über eine exklusive softwaredefinierte „VME-Statusdatei“, mit der Ladder-Programme Variablen des VMEbus-Systems auf niedriger Ebene ausdrücklich überwachen, auswerten und ändern können.
Erweiterungen des Befehlssatzes: Der standardmäßige Ladder-Befehlsblock für Nachrichten (MSG) ist nativ erweitert, um VMEbus-Datenblockübertragungen zu steuern und strukturierte Hardware-Interrupts der Backplane auszulösen.
Codeportabilität: Programmk onfigurationen und Ladder-Logikdateien, die für die standardmäßigen erweiterten Plattformen PLC-5/40 oder PLC-5/80 entwickelt wurden, laufen bei übereinstimmenden Ausführungsgrundlagen direkt auf dem 1785-V80B.
SRAM-Erhaltung: Da diese Hardwareplattform keine interne Möglichkeit zum Brennen von EEPROMs bietet, ist eine aktive Backup-Batterie an der Backplane oder der Prozessorbaugruppe erforderlich, um die Logikdaten während Abschaltzyklen zu schützen.
Richtlinien für den Feldeinsatz
Einsetzen in die Backplane: Vergewissern Sie sich, dass die Stromversorgung des VMEbus-Chassis vollständig ausgeschaltet ist, bevor Sie die Prozessorkarte einsetzen oder herausnehmen. Führen Sie die mehrpoligen DIN-Backplane-Steckverbinder gerade in die Führungsschienen der Karte ein, um eine Fehlstellung der Pins zu vermeiden.
Kanal-0-Verbindung: Die Pinbelegung der seriellen 25-poligen D-Sub-Schnittstelle entspricht den EIA-RS-232-C-Protokollen. Stellen Sie sicher, dass das Abschirmgeflecht an der Steckerhaube angeschlossen ist, um die Integrität der Optokoppler unter Bedingungen mit hoher Störbelastung zu gewährleisten.
Netzwerkabstimmung: Stellen Sie bei der Konfiguration der Kanäle 1A, 1B, 2A oder 2B für Data Highway Plus (DH+) oder Remote-E/A sicher, dass die Abschlusswiderstände am Leitungsende der ausgewählten physischen Baudrate entsprechen (z. B. 150 Ohm bei 57,6 kbit/s oder 82 Ohm bei 230,4-kbit/s-Konfigurationen).
Programmierzugriff: Der Zugriff auf die lokale Workstation wird über die beiden 8-poligen Mini-DIN-Peripherieanschlüsse an der Frontplatte oder über die primäre DH+-Hauptleitung hergestellt.
FAQ zu Technik und Beschaffung
F: Kann ein standardmäßiges Allen-Bradley-EEPROM-Modul für eine nichtflüchtige Sicherung in den 1785-V80B eingesetzt werden?
A: Nein, der VME-Prozessor 1785-V80B verfügt weder über Steckplätze noch über eine Systemarchitektur zur Aufnahme von EEPROM-Speichermodulen.
F: Wie sind die Kommunikationskanäle 1A, 1B, 2A und 2B physisch an der Frontplatte verdrahtet?
A: Jeder dieser vier unabhängigen Kanäle verfügt über einen eigenen 3-poligen Anschlussstecker im Phoenix-Stil, der individuell für DH+-, Remote-E/A-Scanner- oder Remote-E/A-Adapter-Modus konfiguriert werden kann.
F: Kann dieses Prozessormodul standardmäßige lokale 1771-E/A-Chassis-Baugruppen ansteuern?
A: Er kann lokale oder erweiterte lokale E/A-Chassis nicht direkt ansteuern, da ihm Anschlüsse für die erweiterte lokale Ansteuerung fehlen; alle 1771- oder externen E/A-Hardwarekomponenten müssen remote über die universellen Remote-E/A-Scanner-Netzwerke oder über die VMEbus-Backplane angebunden werden.
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