Der 5069-L310ERMS2 ist ein Hochleistungs-Sicherheitscontroller aus der Compact GuardLogix 5380 Familie. Er bietet integrierte Steuerung für sowohl Standard- als auch sicherheitsrelevante Industrieanwendungen und erreicht Sicherheitsbewertungen bis zu SIL 2 / PLd (Kategorie 3). Dieser Controller ist für Maschinenbauer konzipiert, die eine einzelne, kompakte Einheit benötigen, um komplexe Logik, Hochgeschwindigkeits-I/O und Motion zu verwalten und gleichzeitig die funktionale Sicherheit für Personal und Ausrüstung zu gewährleisten.
Wichtige technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikationsdetails |
| Modell |
5069-L310ERMS2 |
| Marke |
Allen-Bradley (Rockwell Automation) |
| Standard-Speicher |
1 MB |
| Sicherheits-Speicher |
0,5 MB |
| Sicherheitsbewertung |
SIL 2 / PLd (Kategorie 3) |
| Integrierte Motion |
Bis zu 4 Achsen (CIP Motion über EtherNet/IP) |
| Ethernet-Knoten |
Unterstützt bis zu 24 Knoten |
| Lokale I/O-Kapazität |
Bis zu 8 lokale 5069-Module |
| Programmierung |
Studio 5000 Logix Designer (v31 oder höher) |
Kernfunktionen
1. Integrierte Sicherheits- und Standardsteuerung
Der 5069-L310ERMS2 macht eine separate Sicherheits-PLC überflüssig. Er verwendet eine "1oo2" (one out of two) interne Architektur zur Überwachung und Ausführung von Sicherheitsfunktionen. In Studio 5000 wird die Sicherheitslogik in einer dedizierten "Safety Task" mit eingeschränktem Zugriff gehalten, wodurch sichergestellt wird, dass Änderungen am Standardcode die Sicherheits-Signaturen nicht unbeabsichtigt beeinflussen.
2. Integrierte Motion über EtherNet/IP
Das "M" in der Katalognummer steht für integrierte Motion-Unterstützung. Er kann bis zu 4 Achsen CIP Motion koordinieren, was eine synchronisierte Steuerung von Kinetix-Servoantrieben ermöglicht. Wichtig ist, dass dies auch CIP Safety über EtherNet/IP einschließt, wodurch sichere Geschwindigkeits-, Richtungs- und Torque-Off-Funktionen (STO) über dasselbe Netzwerkkabel wie die Standardsteuerungsdaten verwaltet werden können.
3. Hochgeschwindigkeitsleistung & Dual Gigabit Ethernet
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Dual-IP-Modus: Ermöglicht die physische Trennung des Sicherheits-/I/O-Verkehrs vom übergeordneten Unternehmensnetzwerk, was für die Aufrechterhaltung von Sicherheitsdeterminismus und Cybersicherheit entscheidend ist.
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DLR-Unterstützung: Unterstützt Device Level Ring-Topologien, um sicherzustellen, dass ein einzelner Kabelausfall die Sicherheitsverbindung nicht unterbricht und Fehlabschaltungen verhindert werden.
Technische FAQs
Was ist der Unterschied zwischen dem 5069-L310ERM und dem 5069-L310ERMS2?
Der L310ERM ist ein Standardcontroller mit Motion-Unterstützung. Der L310ERMS2 fügt eine dedizierte 0,5 MB Sicherheits-Speicherpartition und die internen Diagnosen hinzu, die für die Zertifizierung von SIL 2 Sicherheitsanwendungen erforderlich sind.
Kann ich Standard-5069-I/O-Module mit diesem Controller verwenden?
Ja. Sie können Standard-5069-I/O-Module für Nicht-Sicherheitsaufgaben und 5069-IB8S / OBV8S Sicherheitsmodule für Sicherheitsaufgaben im selben lokalen Rack oder im selben entfernten EtherNet/IP-Netzwerk mischen.
Benötigt dieser Controller ein Sicherheits-Partner-Modul?
Nein. Im Gegensatz zu den älteren 1756 GuardLogix-Systemen, die einen Primär- und einen Sicherheits-Partner erforderten, ist die Compact GuardLogix 5380-Serie (wie der L310ERMS2) ein eigenständiger Sicherheitscontroller.
Engineering- & Installationsanleitung
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Sicherheitssignaturen: Nachdem die Sicherheitslogik validiert wurde, erzeugt der Controller eine eindeutige Sicherheitssignatur. Jede Änderung am Sicherheitscode ändert diese Signatur und bietet so eine klare Prüfspur für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z. B. OSHA oder CE).
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Stromversorgungsarchitektur: Wie andere 5069-Einheiten benötigt er MOD Power (für die Logik) und SA Power (für die Feldseitige I/O-Stromversorgung). Verwenden Sie hochwertige DC-Stromversorgungen, um die Stabilität des Sicherheitsbusses sicherzustellen.
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Umweltbedingungen: Der Controller ist für einen Betriebstemperaturbereich von 0 bis 60°C ausgelegt. In Sicherheitsanwendungen stellen Sie sicher, dass die Schaltschrankkühlung ausreichend ist, da der Sicherheitsprozessor intensive interne Selbstdiagnosen durchführt, die zusätzliche Wärme erzeugen.