Produktübersicht
Das Yokogawa ALR121-S51 S1 ist ein hochzuverlässiges serielles 2-Port-Kommunikationsmodul für das verteilte Leitsystem (DCS) CENTUM VP. Als zentrale Datenaustauschbrücke wird dieses Modul häufig in Raffinerien, Kraftwerken und chemischen Produktionsanlagen eingesetzt, um Subsysteme – etwa SPS, Sicherheitssysteme und Analysegeräte – direkt in die Field Control Station (FCS) zu integrieren. Durch die Unterstützung sowohl der Punkt-zu-Punkt-Seriellkommunikation RS-422 (4 Leiter) als auch des Multipoint-Seriellkommunikationsprotokolls RS-485 ermöglicht das Modul die nahtlose Verbindung mit Modbus-, MELSEC- oder Allen-Bradley-SLC500-Subsystemen. Mit einer Korrosionsschutzbeschichtung gemäß ISA-Standard G3 gewährleistet dieses Modul der Ausführung 1 eine kontinuierliche, unterbrechungsfreie Prozessüberwachung. Diese hochverfügbare Datenverbindung verhindert aktiv Signalausfälle und beseitigt Kommunikationsengpässe, schützt dadurch direkt kritische Betriebszeiten und reduziert ungeplante Anlagenstillstandszeiten.
Aufschlüsselung der Endung
Der Bestellcode des Systems für das Modul ALR121-S51 S1 definiert dessen Hardwarebeständigkeit, Umgebungsschutz und Revisionsstand der Produktionsausführung:
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ALR121: Bezeichnung des Basismodells für das serielle 2-Port-Kommunikationsmodul (RS-422/RS-485).
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-S: Standardmodul für standardmäßige Industrienetzwerke.
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5: Ohne speziellen Explosionsschutz konfiguriert (geeignet für standardmäßige Kontrollräume oder gespülte Rack-Installationen).
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1: Ausgestattet mit einer ISA-Standard-G3-Schutzbeschichtung zum verbesserten Schutz vor korrosiven Gasen.
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S1: Konstruktionsrevision gemäß Ausführung 1, die den physischen Hardware-Aufbaustandard für die Kompatibilität mit FIO-Steckplätzen angibt.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Zertifizierter Spezifikationswert |
| Modell |
ALR121-S51 S1 |
| Marke |
Yokogawa Electric Corporation |
| Herkunft |
Japan |
| Anschlüsse |
2 Anschlüsse (RS-422- oder RS-485-4-Leitersystem) |
| Schnittstellengeschwindigkeit |
1200 / 2400 / 4800 / 9600 / 19200 / 38400 Bit/s |
| Verbindungstopologien |
Punkt-zu-Punkt (RS-422); Multipoint (RS-485) |
| Kommunikationsmodus |
Halbduplex |
| Synchronisierungsmethode |
Start-Stopp-Synchronisierung |
| Datenwortkapazität |
1000 Wörter pro Modul |
| Kommunikationsdefinitionen |
Bis zu 128 Definitionen pro Modul |
| Maximale Übertragungsdistanz |
1200 m (Gesamtlänge des verlängerten Kabels) |
| Systemstromverbrauch |
0,5 A bei 5 V Gleichstrom |
| Schnittstellen für die E/A-Verdrahtung |
Kabel mit 3 geschirmten Adernpaaren, Kabel AKB161 oder AKB162 |
| Physisches Gewicht |
0,30 kg |
Technische FAQs
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F: Können die beiden Ports des ALR121-S51 S1 gleichzeitig unterschiedliche Kommunikationsprotokolle ausführen?
A: Nein. Ein einzelnes Kommunikationsmodul kann jeweils nur eine Kommunikationsfunktion auswählen. Beide Ports, Port 1 und Port 2, müssen mit identischen Kommunikationsfunktionen konfiguriert werden (z. B. laufen beide Ports mit Modbus RTU). Port 1 kann nicht für Modbus und Port 2 für MELSEC-A auf demselben Modul konfiguriert werden.
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F: Ist der ALR121-S51 S1 mit dual-redundanter Kommunikation kompatibel?
A: Ja. Die dual-redundante Kommunikation wird bei Verwendung der Kommunikationsfunktionen FA-M3, Modbus oder MELSEC-A vollständig unterstützt. Dazu muss ein passendes Paar ALR121-Module in benachbarten Steckplätzen einer kompatiblen FCS-Knoteneinheit installiert werden.
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F: Welche Bedeutung hat der Parameter „Verzögerungszeit nach der Datenübertragung“?
A: Die Verzögerungszeit von 1 ms ist die vorgeschriebene Hardwareverzögerung, die das Modul für den Wechsel vom Sendemodus in den Empfangsmodus erzwingt. Diese präzise Verzögerung verhindert Signalkollisionen im Transceiver und stellt sicher, dass das Modul erst dann mit der Suche nach eingehenden Subsystemdaten beginnt, wenn die eigene Übertragung vollständig abgeschlossen ist.
Leitfaden für Engineering und Installation
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Schirmerdung und Kabelführung: Verwenden Sie für serielle Verbindungen immer ein hochwertiges geschirmtes Kabel mit 3 Adernpaaren (z. B. Yokogawa AKB161 oder AKB162). Verbinden Sie den Gesamtkabelschirm nur am FCS-Ende mit der Gehäusemasse. Halten Sie den Schirm am Ende des Feldgeräts isoliert, um zu verhindern, dass gefährliche Erdschleifen Störungen in die RS-422/RS-485-Kommunikationsleitung einbringen.
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Anschlussprotokoll für den Klemmenblock: Schließen Sie die Feldleitungen direkt an den 5-poligen Klemmenblock des Moduls mit zwei Reihen unter Verwendung von M4-Ringkabelschuhen an. Ziehen Sie die Klemmenschrauben mit dem empfohlenen Standard-Anzugsdrehmoment fest, um lose Verbindungen in vibrationsintensiven Steuerungsumgebungen zu verhindern, die zu sporadischen CRC-Fehlern führen können.
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Anforderungen an die Leitungsabschlusswiderstände: Bei RS-485-Mehrpunktnetzwerken über große Entfernungen (nahe der maximalen Reichweite von 1200 m) muss am physisch letzten Gerät am Bus immer ein Abschlusswiderstand von 120 Ohm zwischen den Klemmenleitungen RX+ und RX- installiert werden. Dadurch werden Signalreflexionen verhindert, die die Start-Stopp-Datenbits verfälschen könnten.