Übersicht der Prozessautomatisierung
Das B&R X20AT4222 (X20AT4222) ist ein hochpräzises 4-Kanal-Eingangsmodul zur Widerstandstemperaturmessung, das für die Integration in die modulare B&R-X20-Steuerungsumgebung entwickelt wurde. Es wird in anspruchsvollen thermischen Prozessindustrien wie der chemischen Fertigung, der Kunststoffextrusion und der pharmazeutischen Klimavalidierung eingesetzt und verbindet sich direkt mit standardmäßigen RTD-Sensoren, um thermische Prozesse mit geschlossenem Regelkreis zu stabilisieren. Durch die direkte Übertragung präziser Temperaturwerte an die zentrale Steuerung eliminiert das Gerät Verarbeitungsjitter, schützt Anlagen vor thermischen Überschwingern, reduziert kostspielige Materialverluste und maximiert die Prozessverfügbarkeit.
Wandlungsarchitektur und Sensorschnittstellen
Das Modul verfügt über vier Analogeingänge, die für Pt100- und Pt1000-Widerstandstemperaturfühler optimiert sind, und verwendet eine hocheffiziente Sigma-Delta-Wandlerarchitektur mit einer digitalen Auflösung von 16 Bit. Es unterstützt nativ sowohl 2-Leiter- als auch 3-Leiter-Installationen und nutzt eine integrierte Konstantstromversorgung, um den Leitungswiderstand über lange Kabelstrecken auszugleichen. Das System verfügt über einen konfigurierbaren Hardwarefilter mit einstellbaren Zeitparametern von 1 ms bis 66,7 ms, sodass Ingenieure hochfrequentes elektrisches Rauschen benachbarter Anlagenkomponenten herausfiltern können.
Technische Leistungsübersicht
| Kennzahl |
Spezifikation |
| Modell |
X20AT4222 |
| Marke |
B&R Automation |
| Herkunft |
Österreich |
| Eingangskanäle |
4 Eingänge für Pt100- oder Pt1000-RTD |
| Anschlusskonfiguration |
2-Leiter- oder 3-Leiter-Infrastruktur |
| Wandlertyp |
16-Bit-Sigma-Delta |
| Messauflösung |
0,1 °C |
| Filterintervalle |
Konfigurierbar von 1 ms bis 66,7 ms |
| Wandlungsintervall (1 Kanal) |
20 ms bei einer 50-Hz-Filterkonfiguration |
| Wandlungsintervall (2–4 Kanäle) |
40 ms pro Kanal bei einer 50-Hz-Filterkonfiguration |
| Darstellung der Ausgangsdaten |
INT- oder UINT-Format für Rohwiderstandswerte |
| Bus-Leistungsaufnahme |
0,01 W |
| Interne I/O-Leistungsaufnahme |
1,1 W |
| Abmessungen (W x H x D) |
12,5 x 99 x 74 mm |
| Gewicht |
0,08 kg (Netto) / 2,0 kg (Versandgewicht brutto) |
Technische Diagnose und häufig gestellte Fragen
Wie sollten die Kanaleinstellungen angepasst werden, um die schnellste Wandlungszeit zu erreichen?
Wenn nur ein einzelner Temperatursensor benötigt wird, deaktivieren Sie die übrigen drei Kanäle im Hardwarebaum von Automation Studio. Dadurch sinkt die gesamte Wandlungszeit bei Verwendung des standardmäßigen 50-Hz-Rauschfilters auf 20 ms, wodurch die Reaktionsfähigkeit des Moduls für Anwendungen mit schneller thermischer Nachführung optimiert wird.
Welchen praktischen Vorteil bietet der 3-Leiter-Anschluss gegenüber der 2-Leiter-Konfiguration?
Die 3-Leiter-Anschlusstopologie verwendet eine dritte Kupferleitung, um den elektrischen Widerstand der Feldverkabelung dynamisch zu überwachen. Das X20AT4222 zieht diesen Leitungswiderstand von der aktiven Messschaltung ab und verhindert so, dass lange Feldkabel künstliche positive Abweichungen in den abschließenden Temperaturberechnungen mit einer Auflösung von 0,1 °C verursachen.
Kann dieses Modul standardmäßige lineare Widerstandseingänge verarbeiten, ohne sie in Temperaturen umzuwandeln?
Ja. Das Ausgabeformat kann so konfiguriert werden, dass rohe INT- oder UINT-Werte ausgegeben werden, die absolute Widerstandswerte darstellen. Dadurch kann das Modul mit linearen Potenziometern oder kundenspezifischen Widerstandssensoren verbunden werden, die nicht den standardmäßigen Pt100- oder Pt1000-Kennlinien entsprechen.
Richtlinien für Inbetriebnahme und Verdrahtung vor Ort
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Präzision bei der Klemmenleistenverdrahtung: Überprüfen Sie bei 3-Leiter-Installationen, dass die beiden Kompensationsleitungen an den genau passenden Klemmen angeschlossen sind, die im Elektroschaltplan angegeben werden. Ziehen Sie alle Klemmenverbindungen mit dem vorgeschriebenen Drehmoment an, um lokale Schwankungen des Kontaktwiderstands zu vermeiden, die die Berechnungen des 16-Bit-Sigma-Delta-Wandlers verfälschen können.
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Abschirmung von Niederspannungssignalen: Verlegen Sie alle RTD-Signalleitungen als verdrillte, geschirmte Kabel. Erden Sie den Kabelschirm ausschließlich an der Erdungsschiene des Schaltschranks, um Erdschleifen zu verhindern. Halten Sie diese empfindlichen analogen Sensorleitungen mindestens 200 mm von Hochspannungsleitungen für AC-Motoren und Schaltinduktivitäten entfernt.
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Dimensionierung der Backplane-Leistung: Stellen Sie sicher, dass das gesamte Leistungsprofil des Moduls – insbesondere die Buslast von 0,01 W und die interne I/O-Leistungsaufnahme von 1,1 W – vollständig in den Energieberechnungen des Racks berücksichtigt wird. Wenn die gesamte lokale I/O-Leistungsaufnahme die Grenzen der primären Busversorgung überschreitet, platzieren Sie ein zusätzliches X20-Potenzialversorgungsmodul direkt neben diesem Gerät.