Marktführende Steuerungsübersicht
Die X20CP1685 (X20CP1685) dient als erstklassige industrielle Verarbeitungseinheit innerhalb des modularen B&R X20 Automatisierungs-Ökosystems. Entwickelt für Hochgeschwindigkeits-Prozesszyklen und anspruchsvolle algorithmische Berechnungen, bewährt sich diese zentrale Verarbeitungseinheit in kritischen Einsätzen in der Fertigung, maritimen Kraftwerken und Ölraffinerie-Infrastrukturen. Durch die Integration eines Intel Atom E3915 Mikroprozessors mit 800 MHz und eines dedizierten Hintergrund-I/O-Koprozessors werden Scan-Engpässe eliminiert, um deterministische Mikrosekunden-Aufgabenzyklen zu gewährleisten. Die Kombination aus remanentem SRAM und robustem eMMC-Speicher stellt sicher, dass Betriebsvariablen und Rezeptmatrizen bei plötzlichen Netzschwankungen erhalten bleiben, was Ausfallzeiten in automatisierten Produktionsanlagen erheblich reduziert.
Hardware-Architektur und technische Konfiguration
Die Kernrechenarchitektur nutzt eine integrierte Floating Point Unit (FPU) für schnelle 64-Bit-Gleitkommaberechnungen, die für komplexe Mehrachsen-Bewegungssynchronisation entscheidend sind. Die Kommunikationstopologie steht im Fokus dieses Steuerungsmoduls: Es verfügt über eine integrierte POWERLINK V2 Master-Schnittstelle, die als verwaltender Knoten (Typ 4) synchronisierte Echtzeitnetzwerke über Poll-Response Chaining steuert. Für die horizontale Anlagenintegration übernimmt ein separater Gigabit-Ethernet-Port die unabhängige Datenweiterleitung von bandbreitenintensiven SCADA- und ERP-Daten. Die Feldverteilung erfolgt über den proprietären X2X Link Master Backplane-Bus, der bis zu 7 W lokale I/O-Modul-Leistung liefert und vollständige Unterstützung für parallele oder redundante Sekundärversorgungen bietet. Ein einzelner modularer Steckplatz ermöglicht Erweiterungen, sodass Ingenieure Feldbus-Schnittstellen wie CANopen, Profibus DP oder DeviceNet hinzufügen können, ohne die Haupt-CPU auszutauschen.
Technische Ingenieursspezifikationen
| Parameter |
Spezifikationsdetails |
| Modell |
X20CP1685 |
| Marke |
B&R (Automation) |
| Herkunft |
Österreich |
| Modultyp |
Zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) |
| B&R ID-Code |
0xF9EB |
| Prozesstechnologie |
Intel Atom E3915 (800 MHz) mit FPU |
| Systemspeicher |
512 MB LPDDR4 SDRAM |
| Remanenter Speicher |
1 MB SRAM (512 kB für remanente Variablen reserviert) |
| Anwendungs-Flash |
1 GB eMMC (Onboard) / 1x CompactFlash-Steckplatz (extern) |
| Flash-Ausdauerbewertung |
40 TB insgesamt geschriebene Bytes (20.000 Lösch-Schreib-Zyklen) |
| Kürzeste Zyklusausführung |
200 µs |
| Instruktionszykluszeit |
0,0028 µs |
| Serieller Bus (IF1) |
1x RS232 über X20TB12 Klemmenblock (max. 115,2 kbit/s) |
| Netzwerkschnittstellen |
1x Gigabit Ethernet (IF2), 1x POWERLINK V2 (IF3) |
| Peripherieanschlüsse |
2x USB 2.0 Typ A (max. 0,5 A pro Anschluss) |
| Backplane-Bus-Ausgang |
X2X Link Master, 7 W Nennausgang |
| Haupteingangsspannung |
24 VDC (zulässiger Bereich: 19,2 bis 30 VDC) |
| Maximale Eingangsleistung |
36 W (CPU / X2X-Verbindung) |
| Eingangsleistung I/O-Segment |
24 VDC (max. Eingang 240 W, 10 A Kontaktbelastbarkeit) |
| Elektrische Isolation |
Galvanische Trennung: Ethernet-, POWERLINK- und X2X-Netzwerke |
| Abmessungen (B x H x T) |
150 mm x 99 mm x 85 mm |
| Nettogewicht |
0,5 kg |
| Versandgewicht |
2,0 kg |
| Betriebstemperatur |
Horizontal: -25 bis 60 °C / Vertikal: -25 bis 50 °C |
| Umweltschutz |
IP20 |
| Marine-Zertifizierung |
ABS (American Bureau of Shipping) zugelassen |
Häufige Betriebsfragen
Ist im Modulpaket das Betriebssystem-Software-Speichermedium enthalten?
Nein. Obwohl der Prozessor über 1 GB integrierten eMMC-Flash verfügt, benötigen das primäre Bootsystem und die lokale Anwendungslogik eine passende CompactFlash-Karte. Diese Karte muss separat entsprechend Ihren Anforderungen an die Automatisierungs-Laufzeit-Datenprotokollierung ausgewählt und erworben werden.
Wie geht die CPU mit Speicherbeschädigungen durch elektromagnetische Störungen oder Alphastrahlung um?
Die 512 MB LPDDR4 SDRAM-Struktur verfügt über eine vollständig hardwareimplementierte Fehlerkorrekturcode-Funktion (ECC). Sie erkennt und korrigiert automatisch Ein-Bit-Speicherfehler in Echtzeit, verhindert Datenkorruption und plötzliche CPU-Abstürze während des Dauerbetriebs.
Welche externe Sicherung ist zwingend erforderlich, um die integrierten Stromverteilungspfade zu schützen?
Die Haupt-CPU-Logik und die X2X-Link-Schaltungen verfügen über interne, nicht austauschbare elektronische Sicherungen. Der leistungsstarke I/O-Stromversorgungsweg, der bis zu 240 W ziehen kann, erfordert jedoch eine externe träge Leitungssicherung mit maximal 10 A, um die internen Anschlusskontakte vor Überstromschäden zu schützen.
Feldeinsatz und Sicherheitsanweisungen
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Thermisches Management und Derating-Layouts: Das X20CP1685 verwendet ein lüfterloses Konvektionskühlsystem. Halten Sie einen Mindestabstand von 30 mm ober- und unterhalb der Modulbaugruppe ein, um eine ungehinderte Luftzirkulation zu gewährleisten. Bei horizontaler Montage darf die Umgebungstemperatur 60 °C nicht überschreiten. Für vertikale DIN-Schienen-Layouts gilt eine strenge Derating-Grenze von maximal 50 °C Umgebungstemperatur. Bei Betrieb in Höhen über 2000 m sind lineare Temperatur-Derating-Kurven aufgrund der geringeren Luftdichte anzuwenden.
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Batteriewartung und Uhrenkalibrierung: Die nichtflüchtige Echtzeituhr (RTC) verwendet eine interne Lithiumzelle zur Datenpufferung bei Stromausfall. Die Batterie hat eine Betriebslebensdauer von 4 Jahren unter typischen Lastzyklen. Bleibt das Steuersystem bei einer durchschnittlichen Umgebungstemperatur von 23 °C stromlos, muss die Batterie alle 2 Jahre ausgetauscht werden, um den Verlust von Remanenzvariablen zu verhindern. Überwachen Sie den Batteriestatus über die Automation Studio Software oder die integrierte Diagnose-LED.
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Abschirmungs- und galvanisches Trennprotokoll: Während die Ethernet-, POWERLINK- und X2X-Link-Schaltungen eine interne galvanische Trennung aufweisen, müssen alle Schirmungen der Kommunikationskabel am Eintrittspunkt des Steuergehäuses mit niederohmigen Erdungsklemmen abgeschlossen werden. Verbinden Sie den funktionalen Erdungskontakt direkt mit der DIN-Schienen-Montageplatte mittels eines kurzen, dickdrahtigen Kupferbandes, um hochfrequente Störungen zu verhindern, die die 200-µs-Hochgeschwindigkeits-Taskklassen-Ausführungen beeinträchtigen könnten.