Produktübersicht
Das X20SI9100 (X20SI9100) ist ein hochdichtes Sicherheits-Digital-Eingangsmodul, das für das B&R X20 System entwickelt wurde und die strengsten funktionalen Sicherheitsanforderungen in industriellen Umgebungen erfüllt. Dieses Modul verfügt über 20 sichere Typ-A-Digital-Eingänge und 4 Impulsausgänge und arbeitet mit einer Nennspannung von 24 VDC. Es ist eine entscheidende Komponente für sicherheitsgerichtete Systeme (SIS) in Branchen wie der Automobilfertigung, Hochgeschwindigkeitsverpackung und Robotermontagelinien, wo eine sofortige Reaktion auf Not-Aus, Lichtvorhänge oder Schutztüren zwingend erforderlich ist. Durch die Integration interner Diagnosen und Verpolungsschutz gewährleistet das X20SI9100 maximale Systemverfügbarkeit und -integrität und ermöglicht einen sicheren Zustand selbst bei Hardware- oder Verdrahtungsfehlern, wodurch sowohl Personal als auch hochwertige Maschinen geschützt werden.
Technische Konfiguration
Die Hardware-Architektur des X20SI9100 ist für die Hochgeschwindigkeits-Sicherheitsverarbeitung mit einer maximalen I/O-Zykluszeit von 1600 Mikrosekunden optimiert. Die 20 sicheren digitalen Eingänge sind als Typ A klassifiziert und bieten eine robuste Schnittstelle für Sicherheitssensoren. Die Integration von 4 Impulsausgängen ermöglicht die Querverdrahtungsfehlererkennung und Überwachung der Eingangskabel, sodass Kurzschlüsse oder Kabelbrüche in Echtzeit erkannt werden. Die Stromversorgung wird effizient über den X20-Bus mit einem niedrigen Busverbrauch von 0,4 W gehandhabt, während die interne I/O-Schaltung 1,6 W aufnimmt. Das Modul unterstützt den „Blackout-Modus“ für den gesamten Modulbereich, der ein vorhersehbares Verhalten bei Signalunterbrechungen sicherstellt. Als kein eigenständiges Modul benötigt es einen Sicherheitscontroller (SafeLOGIC), um das Sicherheitsprotokoll und die Logikausführung im Netzwerk zu steuern.
Technische Spezifikationen
| Merkmal |
Spezifikation |
| Modell |
X20SI9100 |
| Marke |
B&R (Bernecker + Rainer) |
| Modultyp |
Sicheres Digital-Eingangsmodul |
| Sichere Eingänge |
20 (Typ A) |
| Impulsausgänge |
4 |
| Nennspannung |
24 VDC |
| Spannungsbereich |
20,4 bis 28,8 VDC |
| Max. I/O-Zykluszeit |
1600 Mikrosekunden |
| Leistungsaufnahme (Bus) |
0,4 W |
| Interne I/O-Leistung |
1,6 W |
| Integrierter Schutz |
Verpolungsschutz |
| Statusanzeigen |
Pro Kanal, Betriebszustand, Modulstatus |
| Betriebsmodus |
Nicht eigenständig |
| Versandgewicht |
2,0 kg |
Technische FAQs
Wie erhöhen die 4 Impulsausgänge das Sicherheitsniveau des X20SI9100?
Die Impulsausgänge werden verwendet, um die Sicherheitssensoren mit Strom zu versorgen. Durch das Senden einzigartiger Impulsmuster kann das Modul „Übersprechen“ oder Kurzschlüsse zwischen Eingangskanälen erkennen. Wenn das an einem Eingang empfangene Impulsmuster nicht mit dem zugewiesenen Ausgangsimpuls übereinstimmt, löst das Modul sofort eine Sicherheitsanforderung oder einen Fehlerzustand aus.
Welche Bedeutung hat der „Blackout-Modus“ in diesem Sicherheitsmodul?
Der Blackout-Modus ermöglicht es dem Modul, einen vordefinierten sicheren Zustand beizubehalten oder dorthin zu wechseln, selbst wenn die Kommunikation mit dem zentralen Sicherheitscontroller vorübergehend unterbrochen ist. Dies stellt sicher, dass die lokale I/O unabhängig von der Netzwerkintegrität unter kontrollierten Sicherheitsparametern bleibt.
Können Standard-(Nicht-Sicherheits-)Sensoren an die Eingänge des X20SI9100 angeschlossen werden?
Obwohl es technisch möglich ist, Standard-Sensoren anzuschließen, würde dies die Sicherheitszertifizierung dieses spezifischen Kreises aufheben. Um die SIL3/PLe-Konformität zu gewährleisten, sollten nur zertifizierte Sicherheitsgeräte mit diesen Eingängen integriert werden, wobei die Impulsausgänge für die Diagnoseabdeckung genutzt werden.
Engineering- & Installationsanleitung
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Verdrahtung der Impulsausgänge: Um die Diagnoseabdeckung zu maximieren, stellen Sie sicher, dass sichere Eingänge mit den eigenen Impulsausgängen des Moduls (T0-T3) gepaart sind. Vermeiden Sie die Verwendung externer 24 VDC-Stromquellen zur Versorgung der Sicherheitssensoren, wenn eine Querverdrahtungsüberwachung durch Ihre Risikobewertung erforderlich ist.
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Verpolungsschutz und Erdung: Obwohl das Modul über einen integrierten Verpolungsschutz verfügt, stellen Sie sicher, dass die 0 V-Referenz im Sicherheitssegment gemeinsam genutzt wird, um Erdschleifen zu vermeiden, die die Hochgeschwindigkeits-Impulsdiagnose stören könnten.
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Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): Sicherheitssignale sind empfindlich gegenüber Hochfrequenzstörungen. Verwenden Sie stets geschirmte verdrillte Leitungen für Sicherheitseingänge, die länger als 30 Meter sind. Stellen Sie sicher, dass die Abschirmung am Eintrittspunkt des Schaltschrankes ordnungsgemäß geerdet ist, um die Integrität des 1600-Mikrosekunden-Zyklus zu gewährleisten.