Systemfunktionsbeschreibung
Der Beckhoff CX1010-N030 (CX1010-N030) ist ein dediziertes serielles System-Schnittstellen-Erweiterungsmodul mit zwei Kanälen, das für die modulare Embedded-PC-Hardwarearchitektur CX1010 entwickelt wurde. Das Modul wird umfassend in industriellen Fabrikautomatisierungsknoten, Stationen zur dezentralen Umweltüberwachung und zentralisierten Materialverfolgungsanlagen eingesetzt und erweitert die physische Konnektivität der primären CPU. Durch dedizierte lokale Hardware-Kommunikationsanschlüsse entlastet es die serielle Verarbeitung der Kerneinheit, gewährleistet deterministische Zyklusausführungszeiten und verhindert Datenpaketverluste bei Hochgeschwindigkeits-Datenströmen.
Hardware-Verbindung und elektrisches Profil
Diese kompakte System-Schnittstelle wird in den lokalen Erweiterungsbus integriert und bezieht ihre Betriebsspannung direkt über die Hauptsystembusverbindung von der vorgeschalteten CX1100-xxxx-Netzteilmodulserie. Die physische Schnittstelle stellt zwei unabhängige RS232-Kanäle bereit, die als COM1 und COM2 bezeichnet und über zwei robuste 9-polige D-Sub-Stecker mit männlichen Kontakten geführt werden. Die Hardware unterstützt Übertragungsraten bis zu einer maximalen Baudrate von 115 kbaud und verfügt über integrierte Rauschfilter, um die Signalintegrität gegenüber elektromagnetischen Entladungen zu wahren. Das Modul wurde unter strengen architektonischen Vorgaben entwickelt und kann im selben Modulstapel nicht mit den Schnittstellenvarianten N031 oder N041 kombiniert werden.
Technische Leistungsmatrix
| Kernparameter |
Funktionsspezifikation |
| Modellnummer |
CX1010-N030 |
| Marke |
Beckhoff Automation |
| Herkunft |
Deutschland |
| Komponentenklassifizierung |
Serielles System-Schnittstellen-Erweiterungsmodul |
| Kommunikationsanschlüsse |
1 x COM1 + 1 x COM2 |
| Signalisierung der physikalischen Schnittstelle |
RS232-Serienarchitektur |
| Anschlusshardware |
2 x 9-poliger D-Sub-Stecker, Steckerbelegung |
| Maximale Übertragungsgeschwindigkeit |
115 kbaud |
| Kompatibilitätsgrenze des Busses |
Nicht mit den Optionen N031 oder N041 kombinierbar |
| Betriebsstromversorgung |
Versorgung über den Systembus (über CX1100-xxxx-Module) |
| Betriebstemperatur |
0 bis +55 °C (nicht kondensierend) |
| Lagertemperatur |
-25 bis +85 °C |
| Maximale relative Luftfeuchtigkeit |
95 %, nicht kondensierend |
| Schutzart |
Offenes IP20-Modul |
| Mechanische Abmessungen (W x H x T) |
19 mm x 100 mm x 51 mm |
| Netto-Strukturgewicht |
ca. 80 g |
| Bruttoversandgewicht |
2,0 kg (in Großgebinde-Industrieverpackung) |
Industriediagnose und häufig gestellte Fragen
Wie weist man die COM-Port-Nummern in TwinCAT zu, wenn das System die serielle Schnittstelle nicht erkennt?
Physische Konfigurationsblöcke sind nicht erforderlich. Öffnen Sie die TwinCAT-Systemmanager-Software, navigieren Sie zum Baum „E/A-Geräte“ und suchen Sie nach aktiven Hardware-Slices, die mit dem Masterknoten CX1010 verbunden sind. Nach der Erkennung ordnet die Software COM1 und COM2 automatisch den entsprechenden internen Registern der seriellen Geräte zu. Falls die Zuordnung fehlschlägt, überprüfen Sie, ob das vorgeschaltete CX1100-Netzteil ausreichend Strom liefert und die Kontakte des zugrunde liegenden Busses frei von Oxidationsrückständen sind.
Warum gibt das Systemhandbuch an, dass der CX1010-N030 nicht zusammen mit den Modulen N031 oder N041 verwendet werden kann?
Der zugrunde liegende interne Systembus des CX1010-Controllers weist bestimmten Hardware-Adressleitungen und Interrupt-Registern für externe Erweiterungen der seriellen Schnittstelle feste Ressourcen zu. Der CX1010-N030 (RS232), N031 (RS422/RS485) und N041 (RS232 mit galvanischer Trennung) verwenden identische interne Adressvektoren. Der Versuch, diese Module im selben physischen Stapel zu verbinden, führt zu einem Hardware-Ressourcenkonflikt, löst einen Firmware-Startfehler aus und verhindert, dass die TwinCAT-Laufzeitumgebung in den Betriebsmodus wechselt.
Welche grundlegenden Maßnahmen zur Fehlerbehebung gelten, wenn bei der maximalen Geschwindigkeit von 115 kBaud Datenfehler auftreten?
RS232-Signale verwenden unsymmetrische Spannungspegel und sind über größere Entfernungen anfällig für externe elektromagnetische Störungen. Stellen Sie zunächst sicher, dass die Verbindungslänge zwischen dem 9-poligen D-Sub-Stecker und dem Peripheriegerät deutlich unter der maximalen Standardlänge von 15 Metern liegt. Prüfen Sie anschließend, dass die serielle Leitung ein hochwertiges, geschirmtes Twisted-Pair-Kabel verwendet, und vergewissern Sie sich, dass die metallische D-Sub-Abschirmhaube einen niederohmigen Kontakt mit der Gehäuse-Erdungsplatte herstellt.
Vorgaben für Inbetriebnahme und Installation vor Ort
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Mechanische Verbindung des Bussegments: Richten Sie vor dem Einschalten des Steuerungs-Racks die seitlichen Führungsschienen des CX1010-N030 an der linken Schnittstelle des CX1010 Embedded PC oder des angrenzenden Erweiterungsmoduls aus. Schieben Sie das Gerät gerade nach hinten, bis die internen PC104-Busstecker fest ineinandergreifen und die mechanischen Verriegelungsclips in die Standard-DIN-Schiene einrasten. Drücken Sie das Modul nicht schräg ein, um eine Beschädigung der präzisen internen Kontaktstifte zu vermeiden.
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Anzugsdrehmoment der Halteschrauben des D-Sub-Steckers: Wenn Sie den 9-poligen Buchsenkabelstecker auf den D-Sub-Stecker des Moduls aufstecken, prüfen Sie die Pin-Ausrichtung, um ein Verbiegen der Kontaktstifte zu vermeiden. Ziehen Sie die beiden integrierten seitlichen Halteschrauben gleichmäßig mit einem Präzisionsschraubendreher an. Durch das sichere Festziehen dieser Schrauben wird eine kontinuierliche mechanische Zugentlastung gewährleistet, die die internen Lötstellen des Moduls vor mechanischen Vibrationen schützt.
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Management der Umgebung des Gehäuses: Diese Erweiterungskarte hat die Schutzart IP20 und muss in einem sauberen, geschlossenen Schaltschrank für industrielle Steuerungen eingesetzt werden. Halten Sie oberhalb und unterhalb der Modulbaugruppe einen offenen Abstand von mindestens 30 mm ein, damit die natürliche Konvektionskühlung gewährleistet ist. Entfernen Sie regelmäßig angesammelten nicht leitfähigen Staub oder Umweltrückstände aus den Lüftungsschlitzen, damit das Gerät sicher innerhalb seines thermischen Bereichs von 0 bis +55 °C betrieben werden kann.