Produktübersicht
Das EL1859 (EL1859) ist ein hochdichtes (HD) EtherCAT-Terminal, das 8 digitale Eingänge und 8 digitale Ausgänge in einem einzigen, platzsparenden 12 mm breiten Modul integriert. Entwickelt für vielseitige industrielle Anwendungen, unterstützt dieses „Combi“-Terminal 24 V DC-Signale und ist für eine effiziente Signalverarbeitung in kompakten Schaltschrankumgebungen optimiert. Durch die hohe Kanaldichte minimiert das EL1859 den Platzbedarf von I/O-Baugruppen und bewahrt gleichzeitig die deterministische, hochgeschwindigkeitsfähige Kommunikationsleistung des EtherCAT-Netzwerks. Es ist ideal für Maschinensteuerungssysteme, die eine ausgewogene Kombination aus Überwachungs- und Aktorsteuerungsfunktionen benötigen, einschließlich der Erfassung von Sensorfeedback und der Steuerung kleiner Aktoren für Förderbänder, Verpackungs- und Montagelinien.
Technische Konfiguration
Das EL1859 verfügt über eine 1-Draht-Verbindungstechnologie, die den erforderlichen Feldverdrahtungsaufwand erheblich reduziert. Die Eingangsabschnitte entsprechen EN 61131-2 (Typ 1/3) und gewährleisten eine robuste Kompatibilität mit einer Vielzahl von Standardsensoren. Die Ausgangskanäle können ohmsche, induktive und Lampenlasten mit einem maximalen Strom von 0,5 A pro Kanal treiben und sind mit einer integrierten Verpolungsschutzfunktion ausgestattet, die die Hardware vor Verdrahtungsfehlern oder transienten Gegenspannungen induktiver Lasten schützt. Das Modul verwendet ein hochdichtes (HD) Polycarbonat-Gehäuse und unterstützt die nebeneinander Montage über einen Doppelschlitz- und Schlüsselschluss, der mechanische Stabilität auf Standard-35-mm-DIN-Schienen gewährleistet.
Technische Daten
| Merkmal |
Spezifikation |
| Modell |
EL1859 |
| Marke |
Beckhoff |
| Kanäle |
8 digitale Eingänge / 8 digitale Ausgänge |
| Nennspannung |
24 V DC |
| Ausgangsstrom |
0,5 A pro Kanal |
| Eingangsfilter |
3,0 ms |
| Gewicht |
65 g |
| Abmessungen |
12 mm x 100 mm x 68 mm |
| Betriebstemperatur |
0 °C bis 55 °C |
| Schutzart |
IP20 |
FAQs
Worin unterscheidet sich das HD (High Density) Gehäuse von Standard-Terminals?
Das HD-Gehäuse ermöglicht eine höhere Anzahl von I/O-Punkten bei gleicher 12 mm Breite durch eine optimierte Anordnung der Anschlüsse und eine höhere Anschlussdichte – ideal für Anwendungen mit begrenztem Platz im Schaltschrank.
Muss beim EL1859 während der Installation eine Adresse eingestellt werden?
Nein. Wie alle Standard-EtherCAT-Terminals von Beckhoff wird das EL1859 automatisch vom EtherCAT-Master konfiguriert; manuelle Adress- oder Konfigurationsschalter sind nicht erforderlich.
Kann ich induktive Lasten direkt über die Ausgangskanäle ansteuern?
Ja, die Ausgänge sind für induktive Lasten ausgelegt. Achten Sie jedoch darauf, dass die in der induktiven Last gespeicherte Energie den spezifizierten Schaltenergiegrenzwert von < 150 mJ pro Kanal nicht überschreitet, um Schäden an den Ausgangstransistoren zu vermeiden.
Welchen Vorteil bietet die 1-Draht-Verbindungstechnologie?
Die 1-Draht-Verbindung reduziert die Verkabelungskomplexität durch Konsolidierung des Signalwegs, was besonders bei hochdichten I/O-Konfigurationen von Vorteil ist und zu schnelleren Installationszeiten sowie weniger Kabelsalat im Schaltschrank führt.
Installationsrichtlinien und bewährte Verfahren
-
Verdrahtungstechnik: Für Massivleiter kann die Direktstecktechnik verwendet werden. Für feindrähtige Leiter oder Leiter mit Aderendhülsen nutzen Sie einen kleinen Schraubendreher, um die Federklemmen zu betätigen und eine zuverlässige, gasdichte Verbindung sicherzustellen.
-
Thermisches Management: Obwohl das Terminal kompakt ist, sollte im Schaltschrank für ausreichende Luftzirkulation gesorgt werden. Bei dicht bestückten I/O-Baugruppen mit voller Kanalbelastung darf die Umgebungstemperatur 55 °C nicht überschreiten, um die spezifizierte Lebensdauer der elektronischen Bauteile zu gewährleisten.
-
EMV-Aspekte: Obwohl das Terminal den Normen EN 61000-6-2/6-4 entspricht, sollten digitale I/O-Signalkabel stets von leistungsstarken Motorantriebskabeln oder Hochspannungs-Wechselstromleitungen ferngeführt werden, um Störspannungen zu vermeiden, die zu Fehltriggerungen oder Ausgangsflimmern führen können.