Beschreibung
Dezentrale Maschinentopologien nutzen die Beckhoff IL2302-C318 Fieldbus Box, um zuverlässige Hochgeschwindigkeitsanschlusspunkte ohne zusätzlichen Schaltschrankplatz einzurichten. Dieses hochdichte Modul fungiert als robuste Remote-I/O-Verbindung und bietet integrierte PROFIBUS DP-Kommunikation sowie Unterstützung für DP-V1-Erweiterungen. Durch die Verwendung standardisierter Industrie-Steckverbinder vereinfacht es komplexe Feldverdrahtungen und ermöglicht eine präzise Signalerfassung direkt an der Maschine unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Funktionen
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Automatische Baudratenerkennung: Erkennt automatisch Übertragungsraten bis 12 Mbaud im PROFIBUS-Netzwerk.
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Dual-Path-Konfiguration: Bietet vielseitige Parametrierungsmöglichkeiten über die Beckhoff-KS2000-Software-Suite oder direkt über die SPS-Steuerung.
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Robuste Konnektivität: Ausgestattet mit einem integrierten, B-codierten M12-T-Verbinder für eine schnelle Busweiterleitung in Reihe ohne externe Splitter.
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Galvanische Trennung der Stromquellen: Die Trennung von Steuer- und Lastspannung schützt nachgelagerte Leitungen vor der Ausbreitung von Fehlern.
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Umgebungsgeschützt: Robustes Gehäuse mit Schutzart IP65, IP66 und IP67 gegen Feuchtigkeit und Partikel.
Anwendungen
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Automobilmontagelinien: Dezentrale Sensor- und Aktorrückmeldungen in schaltschrankfreien Fertigungszellen.
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Materialtransport & Logistik: Schnittstellen zur Förderanlagensteuerung und zur Verfolgung von Sortiersystemen.
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Verpackungsmaschinen: Mehrachsige Verpackungsanlagen mit lokal angeordneten I/O-Knoten.
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Prozessautomation: Installation im Feld in Umgebungen mit starken Vibrationen und häufigen Reinigungen.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modellnummer |
IL2302-C318 |
| Datenübertragungsraten |
Automatische Erkennung bis 12 Mbaud |
| Busschnittstelle |
1 x M12-Buchse (5-polig), 1 x M12-Stecker (5-polig), B-codiert, integrierter T-Verbinder |
| Steuerversorgungsspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Lastversorgungsspannung |
Je nach I/O-Typ |
| Stromaufnahme (Box-Versorgung) |
85 mA + Sensorstromaufnahme (max. 0,5 A) |
| Elektrische Trennung |
Steuerspannung/Feldbus: Nein; Steuerspannung/Eingänge-Ausgänge: Je nach I/O-Typ |
| Betriebstemperatur |
0 °C bis +55 °C |
| Lagertemperatur |
-25 °C bis +85 °C |
| Vibrations-/Stoßfestigkeit |
Entspricht EN 60068-2-6 / EN 60068-2-27 |
| EMV-Störfestigkeit/-Emission |
Entspricht EN 61000-6-2 / EN 61000-6-4 |
| Schutzart |
IP65 / IP66 / IP67 (entspricht EN 60529) |
| Zulassungen |
CE, UL |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Anschlussport |
Steckverbindertyp |
Pinbelegung / Funktion |
| PROFIBUS-Eingang |
M12-Stecker (männlich), 5-polig, B-codiert |
Standardmäßige PROFIBUS-Signalanschlüsse |
| PROFIBUS-Ausgang |
M12-Buchse (weiblich), 5-polig, B-codiert |
T-Anschlussausgang zur Erweiterung per Daisy-Chain |
| Stromversorgungszuführung |
M8-Stecker (männlich), 4-polig |
Steuerspannungszuführung (24 V DC) |
| Nachgeschaltete Stromversorgung |
M8-Buchse (weiblich), 4-polig |
Stromversorgungszuführung zu benachbarten Modulen |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Diese Einheit ist vollständig mit standardmäßigen Beckhoff-IP-Link-Erweiterungsboxen kompatibel. Bei der Integration dieses Moduls in bestehende PROFIBUS-Mastersysteme sicherstellen, dass die aktive GSD-Hardwaredefinitionsdatei mit dem Revisionscode der installierten Firmware übereinstimmt, um Diagnoseabweichungen während des zyklischen Busstarts zu vermeiden.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Da dieses Modul keine elektrische Trennung zwischen der 24-V-DC-Steuerspannung und den Feldbus-Kommunikationsleitungen bietet, kann jede Differenz der Massebezugspotenziale zu einer Beeinträchtigung der Kommunikation führen. Es wird dringend empfohlen, in verteilten, schaltschranklosen Topologien einen gemeinsamen niederimpedanten Potenzialausgleichsleiter über alle Knoten hinweg zu verlegen.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Stets standardmäßige, B-codierte PROFIBUS-Kabel verwenden, um Verwechslungen mit Sensoranschlüssen zu vermeiden. Beim Anschließen der nachgeschalteten M8-Stromverteilungsanschlüsse sicherstellen, dass die kumulative Sensorlast entlang der Stromversorgungsleitung 4 A nicht überschreitet. Alle M8-/M12-Steckverbinder mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel auf die vom Hersteller angegebenen Werte anziehen (typischerweise 0,4 Nm für M8 und 0,6 Nm für M12), um die Dichtheit der IP67-Feuchtigkeitsabdichtung zu gewährleisten.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER WARNHINWEIS: Vor dem Anschließen oder Trennen der PROFIBUS-Buskabel oder Stromversorgungen alle primären, Hilfs- und Laststromquellen spannungsfrei schalten. Wird die Stromversorgung vor Arbeiten an den Anschlüssen in feuchten Umgebungen nicht entfernt, kann dies zu Stromschlaggefahr, Kurzschlusswegen und einer dauerhaften Zerstörung der internen E/A-Diagnoselogik führen.
1
Das Modul mithilfe der integrierten zwei Schraubbefestigungsbohrungen auf einer ebenen, vibrationsbeständigen Montagefläche positionieren. Sicherstellen, dass die Oberfläche frei von Verunreinigungen ist.
2
Die PROFIBUS-DP-Schnittstelle mit vorkonfektionierten, B-codierten M12-Kabeln anschließen. Nicht verwendete Busanschlüsse mit Schutzkappen gemäß IP67 verschließen.
3
Den M8-Eingang für die 24-V-DC-Steuerspannung am männlichen Stromversorgungsanschluss anschließen. Auf die korrekte Polarität an den Versorgungsklemmen achten.
4
Das endgültige Anzugsdrehmoment auf alle dynamischen Steckverbinder anwenden, die Hauptsteuerungsversorgung einschalten und die LED-Anzeigen der Link-Aktivität überprüfen.