Produktübersicht
Das KL4031 (KL 4031) ist ein präziser 1-Kanal-Analogausgangsklemmenbaustein zur Erzeugung von Signalen im Bereich von -10 bis +10 V. Als zentrale Komponente des Beckhoff-K-Bus-Systems wandelt dieses Modul 12-Bit-Digitalwerte des Automatisierungsgeräts in ein galvanisch getrenntes analoges Steuersignal um. In industriellen Bereichen wie der HLK-Steuerung, der chemischen Prozesssteuerung und im Sondermaschinenbau ist die KL4031 für die Ansteuerung von Aktoren, Proportionalventilen und Frequenzumrichtern mit bipolarer Spannungsreferenz von entscheidender Bedeutung. Durch die hochpräzise Signalerzeugung mit einer Fehlergrenze von weniger als 0,1 Prozent gewährleistet diese Klemme eine stabile Prozesssteuerung und minimiert das Risiko einer Signaldrift. Dadurch werden nachgeschaltete Geräte wirksam geschützt und der Wartungsaufwand reduziert.
Technische Konfiguration
Die Architektur der KL4031 zeichnet sich durch ihre „Plug-and-play“-Integration aus und erfordert keine manuelle Adressierung oder Hardwarekonfiguration. Das Modul bezieht seine Versorgung direkt über den K-Bus (typischerweise 75 mA), sodass keine zusätzlichen externen Versorgungskontakte für die interne Elektronik erforderlich sind. Es verfügt über eine robuste, kurzschlussfeste Ausgangsstufe und kann Lasten von mehr als 5 kOhm ansteuern. Die Signalintegrität wird durch eine galvanische Trennung von 500 V zwischen K-Bus und Ausgangssignal gewährleistet. Dadurch werden Erdschleifen verhindert und die übergeordnete SPS vor elektrischen Überspannungen auf der Feldseite geschützt. Die 12-Bit-Auflösung ermöglicht eine fein abgestufte Ausgangsskala und damit gleichmäßige Rampen sowie präzise Sollwertanpassungen in komplexen Bewegungs- oder Temperaturregelkreisen.
Technische Daten
| Merkmal |
Spezifikation |
| Modell |
KL4031 |
| Marke |
Beckhoff |
| Anzahl der Ausgänge |
1 |
| Ausgangssignalbereich |
-10 V bis +10 V |
| Auflösung |
12 Bit |
| Lastwiderstand |
> 5 kOhm (kurzschlussfest) |
| Ausgangsfehler |
< +/- 0,1 Prozent (bezogen auf den Endwert) |
| Wandlungszeit |
~ 1,5 ms |
| Galvanische Trennung |
500 V (K-Bus / Signalspannung) |
| K-Bus-Stromaufnahme |
Typ. 75 mA |
| Prozessabbild-Bitbreite |
1 x 16-Bit-Daten (8-Bit-Steuerung/Status optional) |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Abmessungen (B x H x T) |
12 mm x 100 mm x 68 mm |
| Gewicht |
Ca. 85 g (2 kg Versandgewicht) |
| Schutzart |
IP20 |
| Zulassungen |
CE, UL, ATEX, IECEx, DNV GL |
Technische FAQs
Benötigt die KL4031 eine separate 24-VDC-Versorgung über die Versorgungskontakte?
Nein, die KL4031 wird vollständig über den K-Bus versorgt. Die seitlichen Versorgungskontakte werden nicht verwendet, wodurch die Verdrahtung in einem Klemmenabschnitt mit gemischten Modulen vereinfacht wird.
Was passiert, wenn der Ausgang versehentlich mit Masse kurzgeschlossen wird?
Die KL4031 ist kurzschlussfest ausgelegt. Die interne Schaltung begrenzt den Strom, um Schäden am Modul zu verhindern. Länger andauernde Kurzschlüsse sollten jedoch vermieden werden, um eine übermäßige Wärmeentwicklung zu verhindern.
Gibt es eine Variante dieser Klemme mit abnehmbarer Verdrahtung?
Ja, die Variante KS4031 bietet dieselbe technische Funktionalität wie die KL4031, verfügt jedoch über eine steckbare Verdrahtungsebene für einen schnelleren Austausch und eine einfachere Wartung vor Ort.
Leitfaden für Engineering und Installation
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Schirmung für eine störungsfreie Signalübertragung: Analoge Spannungssignale (-10 V bis +10 V) sind sehr anfällig für elektromagnetische Störungen. Verwenden Sie für das Ausgangssignal stets geschirmte Kabel und schließen Sie den Schirm an der PE-Schiene (Schutzleiter) im Schaltschrank an, um einen niederohmigen Ableitweg für Störungen sicherzustellen.
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Anpassung der Lastimpedanz: Stellen Sie sicher, dass der angeschlossene Aktor oder Empfänger eine Eingangsimpedanz von mindestens 5 kOhm aufweist. Der Anschluss einer Last mit geringerer Impedanz führt zu Spannungsabfällen und möglichen Ungenauigkeiten des Ausgangssignals im Verhältnis zum SPS-Sollwert.
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Einhaltung der Anforderungen für explosionsgefährdete Bereiche: Bei ATEX/IECEx-Anwendungen (Ex nA IIC T4 Gc) muss das Modul in einem Gehäuse mit mindestens der Schutzart IP54 installiert werden. Stellen Sie sicher, dass das Modul in explosionsgefährdeten Bereichen nicht ein- oder ausgesteckt wird, solange die Stromversorgung eingeschaltet ist.