Produktübersicht
Das E82ZAFAC (E82ZAFAC) ist ein vielseitiges I/O-Anwendungsmodul für die Frequenzumrichter der Baureihen Lenze 8200 Vector und 8200 Motec. Das Modul fungiert als Schnittstelle zwischen der internen Verarbeitung des Umrichters und externer Steuerungshardware und stellt eine umfassende Auswahl digitaler und analoger Anschlusspunkte bereit. In industriellen B2B-Anwendungen – etwa bei synchronisierten Förderanlagen mit mehreren Antrieben, Dosiersystemen und Automatisierungen zur Klimaregelung – ist das E82ZAFAC eine wichtige Komponente zur Integration lokaler Sensoren, Potenziometer und SPS-Signale. Durch den Einsatz dieses Moduls können Systemingenieure eine präzise Drehzahlregelung mit geschlossenem Regelkreis und komplexe Logikabläufe direkt auf Antriebsebene realisieren. Obwohl es sich derzeit in der Auslaufphase befindet, bleibt das E82ZAFAC eine wichtige Ressource für die Aufrechterhaltung der Flexibilität und Konnektivität bestehender Installationen der 8200-Serie und bietet dabei deutsche Ingenieursqualität in einem kompakten, modularen Format.
Technische Konfiguration
Das E82ZAFAC ist für die „Hot-Plug“-Integration in den standardmäßigen AIF-Steckplatz (Automation Interface) an der Vorderseite der Antriebe der 8200-Serie ausgelegt. Das Modul verfügt über eine Anschlusskonfiguration mit hoher Packungsdichte, darunter 7 digitale Eingänge zur Ablaufsteuerung (z. B. Start/Stopp, Rechts-/Linkslauf, Festdrehzahlen) und 2 digitale Ausgänge zur Statussignalisierung (z. B. Zustände „Bereit“ oder „Störung“). Der Analogbereich ist ebenso leistungsfähig und bietet 2 analoge Eingänge (0–10 V oder 0/4–20 mA) für Sollwerte oder Sensorsignale sowie 2 analoge Ausgänge zur Anzeige von Istwerten wie Motorfrequenz oder Strom an externen Messgeräten. Die äußerst kompakten Abmessungen von 5 x 1 x 7 cm und das geringe Gewicht von 0,12 kg ermöglichen maximale Funktionalität, ohne die Gesamtabmessungen des Umrichters zu vergrößern.
Technische Spezifikationen
| Merkmal |
Spezifikationsdetails |
| Modell |
E82ZAFAC |
| Marke |
Lenze |
| Herkunft |
Deutschland |
| Produktreihe |
8200-Serie (Vector / Motec) |
| Modultyp |
Standard-I/O-/Analogmodul |
| Digitale Eingänge |
7 konfigurierbare Eingänge |
| Digitale Ausgänge |
2 konfigurierbare Ausgänge |
| Analoge Eingänge |
2 (0–10 V, 0/4–20 mA) |
| Analoge Ausgänge |
2 (0–10 V) |
| Gewicht |
0,12 kg |
| Produktstatus |
Auslaufmodell |
| Warennummer |
85371091 |
Technische FAQs
Wie schalte ich die analogen Eingänge zwischen Spannungs- (0–10 V) und Stromsignalen (4–20 mA) um?
Der Signaltyp der analogen Eingänge am E82ZAFAC wird in der Regel über interne Parametereinstellungen im Umrichter der 8200-Serie festgelegt (z. B. über den Parameter C0034). Bei einigen Hardwareversionen müssen vor der Installation möglicherweise zusätzlich kleine interne DIP-Schalter oder auf dem Modul befindliche Steckbrücken eingestellt werden.
Ist das E82ZAFAC mit der neueren i550-Serie kompatibel?
Nein. Das E82ZAFAC ist speziell für die AIF-Steckplatzarchitektur der 8200-Serie ausgelegt. Neuere Lenze-Antriebe wie der i550 verwenden ein anderes modulares Schnittstellensystem. Für den Umstieg auf die neuere Technologie ist ein vollständiges Upgrade von Antrieb und I/O-Modul erforderlich.
Kann ich die digitalen Eingänge für Hochgeschwindigkeitszählungen verwenden?
Die digitalen Eingänge sind zwar für Standardsteuerungslogik und Schaltvorgänge optimiert, ihre Abtastrate ist jedoch durch den internen Verarbeitungszyklus des Umrichters begrenzt. Für die Hochgeschwindigkeits-Impulszählung oder Positionierung werden in der Regel spezielle Funktionsmodule oder die 9300-Serie empfohlen.
Leitfaden für Engineering und Installation
Stellen Sie für eine erfolgreiche Installation des E82ZAFAC sicher, dass der Umrichter ausgeschaltet ist, bevor Sie das Modul in den AIF-Steckplatz einsetzen, um elektrische Transienten zu vermeiden. Verwenden Sie bei der Verdrahtung der analogen Eingänge geschirmte Twisted-Pair-Kabel, um die Niederspannungssignale vor elektromagnetischen Störungen durch die Motorkabel zu schützen. Der Schirm sollte an der Schirmplatte des Umrichters geerdet werden. Um Signalstörungen zu vermeiden, halten Sie zwischen der I/O-Verdrahtung und den Hochspannungsleistungskabeln einen Abstand von mindestens 10 cm ein. Weisen Sie nach der Installation mithilfe der Software Lenze Global Drive Control (GDC) oder eines steckbaren Bedienterminals den I/O-Klemmen die gewünschten Funktionen zu (z. B. die Zuordnung eines bestimmten digitalen Eingangs zu „Gleichstrombremsung“ oder eines analogen Ausgangs zu „Motordrehmoment“).