Produktübersicht
Das E94AYAE (E94AYAE) ist ein hochintegriertes SM301-Sicherheitsmodul, das speziell für das Servoantriebssystem Lenze 9400 HighLine entwickelt wurde. Als wesentliche Komponente der funktionalen Sicherheit bietet dieses Modul fortschrittliche Schutzebenen für komplexe Bewegungssteuerungsaufgaben in Branchen wie Hochgeschwindigkeitsrobotik, automatisierter Montage und Präzisions-CNC-Bearbeitung. Durch die direkte Integration des E94AYAE in die Antriebsarchitektur der 9400-Serie können Ingenieure anspruchsvolle Sicherheitsfunktionen wie Safe Stop (SS1/SS2), Safely Limited Speed (SLS) und Safe Direction (SDI) ohne umfangreiche externe Sicherheitshardware realisieren. Diese Integration ist entscheidend, um die Systemkomplexität zu reduzieren und die Wiederherstellungszeiten nach Not-Halt-Ereignissen zu minimieren. Dadurch werden die Gesamtanlageneffektivität (OEE) deutlich gesteigert und die strengen globalen Normen für funktionale Sicherheit wie SIL 3 und PL e eingehalten.
Technische Konfiguration
Das SM301-Modul E94AYAE ist als steckbare Hardware-Erweiterung ausgelegt, die nahtlos mit dem internen Kommunikationsbus der Servoantriebe der 9400-Serie verbunden wird. Es verfügt über zweikanalige Sicherheitseingänge und eine integrierte Überwachungslogik, die den Betriebszustand des Antriebs kontinuierlich anhand definierter Sicherheitsparameter validiert. Das Modul unterstützt eine Vielzahl von Sicherheitsfunktionen, darunter Safe Torque Off (STO), Safe Operating Stop (SOS) und Safe Speed Monitor (SSM). Sein Hardwaredesign ist für Schaltschränke mit hoher Packungsdichte optimiert und nutzt eine schlanke Bauform, die das Volumen des Basisantriebs nur minimal vergrößert. Das in Deutschland gefertigte Modul wird strengen Werkstests unterzogen, um einen fehlerfreien Betrieb in Umgebungen mit starken Vibrationen und elektromagnetischen Störungen sicherzustellen. So bietet es eine „Safety-on-Board“-Lösung, die die Validierung des gesamten Sicherheitskreises vereinfacht.
Technische Daten
| Attribut |
Spezifikation |
| Modell |
E94AYAE (SM301) |
| Marke |
Lenze |
| Baureihe |
9400-Serie HighLine |
| Produkttyp |
Sicherheitsmodul |
| Sicherheitszertifizierung |
Bis SIL 3 (IEC 61508) / PL e (EN ISO 13849-1) |
| Abmessungen |
5.10 x 20.30 x 15.20 cm |
| Gewicht |
0.20 kg |
| Ursprungsland |
Deutschland |
| Produktstatus |
Aktiv |
| Warencode |
85049090 |
| Exportkontrolle |
ECCN N |
Technische FAQs
Wie vereinfacht das E94AYAE-Modul die Inbetriebnahme von Safely Limited Speed (SLS)?
Das Modul ermöglicht die direkte Konfiguration von Geschwindigkeitsgrenzen in der Softwareumgebung Lenze Engineer. Da es in das Rückmeldesystem des Antriebs integriert ist, überwacht es die tatsächliche Motordrehzahl in Echtzeit und löst bei Überschreitung des Grenzwerts einen sicheren Stopp aus. Dadurch entfallen externe Drehzahlüberwachungsrelais und zusätzliche Verkabelung.
Kann dieses Modul bei eingeschaltetem 9400-Antrieb im laufenden Betrieb ausgetauscht werden?
Nein. Um Schäden am internen Logikbus zu verhindern und die Integrität des Sicherheitskreises sicherzustellen, müssen die Hauptversorgung und die Steuerspannung vor dem Einsetzen oder Entfernen des E94AYAE-Moduls vollständig getrennt werden.
Was ist der Unterschied zwischen dem SM301 (E94AYAE) und einfachen STO-Modulen?
Während einfache Module nur Safe Torque Off bereitstellen, ist das E94AYAE (SM301) ein „Extended Safety“-Modul. Es unterstützt bewegungsbezogene Sicherheitsfunktionen wie SLS und SDI sowie eine sichere Kommunikation über PROFIsafe oder Fail Safe over EtherCAT (FSoE), abhängig von der Kommunikationskonfiguration des Antriebs.
Leitfaden für Engineering und Installation
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Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD): Das E94AYAE enthält hochempfindliche elektronische Komponenten. Während der Installation in den Steckplatz des Antriebs der 9400-Serie müssen Techniker ein geerdetes ESD-Handgelenkband tragen. Stellen Sie sicher, dass die Schutzabdeckung des Antriebs ordnungsgemäß wieder angebracht wird, um die Schutzart IP20 aufrechtzuerhalten und das Eindringen von Staub in die Kontaktstifte des Modulsteckers zu verhindern.
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Validierung der Sicherheitslogik: Nach der Installation und Parametrierung ist eine vollständige funktionale Prüfung obligatorisch. Ingenieure müssen jedes programmierte Sicherheitsereignis simulieren, beispielsweise eine SLS-Verletzung auslösen, und Reaktionszeit sowie Anhalteweg des Antriebs dokumentieren, um zu überprüfen, dass das Sicherheitssystem die Anforderungen der Risikobeurteilung für die jeweilige Maschine erfüllt.
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Verdrahtung und Signalintegrität: Verwenden Sie beim Anschluss der Sicherheitseingänge an die Modulklemmen für Leitungswege von mehr als 3 Metern paarweise verdrillte, geschirmte Kabel. Dadurch wird verhindert, dass induzierte Spannungen benachbarter Hochleistungsmotorkabel Fehlauslösungen der Sicherheitsfunktion verursachen oder eine tatsächliche Anforderung des Sicherheitssystems überdecken.