Produktübersicht
Das EMF2113IB (EMF2113IB) ist ein leistungsstarkes INTERBUS-Feldbus-Schnittstellenmodul, das für Frequenzumrichter der Lenze-Serie 8200 und 8200 motec entwickelt wurde. Dieses spezialisierte Zubehör ermöglicht die nahtlose Integration von Motorantrieben in INTERBUS-Netzwerkarchitekturen und stellt eine robuste digitale Verbindung für den Echtzeit-Austausch von Steuerungs- und Diagnosedaten bereit. Mit umschaltbaren Übertragungsraten von 500 kbit/s und 2 Mbit/s gewährleistet das EMF2113IB eine schnelle Synchronisierung zwischen der Master-Steuerung und dezentralen Antriebseinheiten. Das in Deutschland entwickelte Modul ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der Betriebszeit in groß angelegten industriellen Netzwerken, wie sie beispielsweise in Automobilmontagelinien und komplexen Fördersystemen zu finden sind, bei denen ein zuverlässiger Datendurchsatz und ein reduzierter Verdrahtungsaufwand für die Betriebseffizienz von größter Bedeutung sind.
Technische Konfiguration
Das EMF2113IB verfügt über eine steckbare Bauweise und wird direkt in den Funktionssteckplatz des Umrichters der Serie 8200 eingesetzt. Es verwendet einen standardmäßigen 9-poligen D-Sub-Anschluss für den INTERBUS-Fernbus und ermöglicht eine einfache Verdrahtung in „Daisy-Chain“-Topologie. Das Modul unterstützt verschiedene Datenformate und kann sowohl Prozessdaten (für die schnelle Drehzahl- und Drehmomentregelung) als auch Parameterdaten (für die Fernkonfiguration) verarbeiten. Integrierte Diagnose-LEDs liefern sofortige Statusinformationen zur Busaktivität und zum internen Zustand des Moduls und ermöglichen eine schnelle Fehlerbehebung ohne spezielle externe Werkzeuge. Die Hardware ist für die stark störbehafteten Umgebungen typischer Motorsteuerungsschränke optimiert und nutzt eine potenzialfreie galvanische Trennung, um die empfindliche Kommunikationslogik vor Transienten der Leistungsstufe zu schützen.
Technische Daten
| Merkmal |
Spezifikation |
| Modell |
EMF2113IB |
| Marke |
Lenze |
| Serie |
8200-Serie / 8200 Motec |
| Schnittstellentyp |
INTERBUS-Feldbus |
| Baudrate |
500 kbit/s / 2 Mbit/s (umschaltbar) |
| Anschlusstyp |
9-poliger Sub-D |
| Gewicht |
0,12 kg |
| Eingangsspannung |
Intern über den Antriebssystembus |
| Produktstatus |
Auslaufmodell |
| Ursprungsland |
Deutschland |
| Schutz |
Potenzialfreie Kommunikation |
Technische FAQs
Wie wähle ich zwischen 500 k und 2 M Baudrate beim EMF2113IB?
Die Übertragungsgeschwindigkeit wird normalerweise über Hardware-DIP-Schalter am Modul oder über bestimmte interne Parametereinstellungen im Umrichter 8200 ausgewählt (siehe im Handbuch den Codebereich C15xx). Stellen Sie sicher, dass das gesamte INTERBUS-Segment auf dieselbe Geschwindigkeit konfiguriert ist, um Netzwerkkollisionen zu vermeiden.
Ist für dieses Modul ein externes Netzteil erforderlich?
Nein, das EMF2113IB bezieht seine Betriebsspannung direkt aus der internen Versorgung des Frequenzumrichters über die Systemschnittstelle. Die Signale des INTERBUS-Fernbusses sind jedoch galvanisch getrennt, um die Ausbreitung von Störungen zu verhindern.
Kann dieses Modul mit dem 8200 Motec (motorseitig montierten) Antrieben verwendet werden?
Ja, das 2113IB ist sowohl mit den schaltschrankmontierten Geräten der Serie 8200 Vector als auch mit den dezentralen 8200-Motec-Einheiten kompatibel, sofern der Antrieb über den entsprechenden Erweiterungssteckplatz für Feldbusmodule verfügt.
Leitfaden für Engineering und Installation
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Busabschluss und Topologie: INTERBUS ist ein ringförmig strukturierter Bussystem, der physisch als Punkt-zu-Punkt-Verbindung umgesetzt wird. Stellen Sie sicher, dass der „Remote Bus Out“ eines Moduls korrekt mit dem „Remote Bus In“ des nächsten Moduls verbunden ist. Der Abschluss wird automatisch vom INTERBUS-Master oder von speziellen Steckverbindern vorgenommen. Überprüfen Sie jedoch stets die Integrität der Rückschleife, um „Bus Open“-Fehler zu verhindern.
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EMV und Abschirmung: Für eine stabile Kommunikation mit 2 Mbit/s dürfen nur zertifizierte INTERBUS-Kabel verwendet werden. Das Gehäuse des 9-poligen D-Sub-Steckers muss rundum einen 360-Grad-Kontakt mit dem Kabelschirm haben. Der Schirm sollte über die Montagehardware des Moduls mit der PE-Klemme des Umrichters verbunden werden, um die Auswirkungen von PWM-Störungen des Antriebs zu reduzieren.
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Einsetzen des Moduls: Setzen Sie das EMF2113IB nur ein oder entfernen Sie es, wenn der Frequenzumrichter vollständig ausgeschaltet ist. Das „Hot-Swapping“ dieses Moduls kann einen Stoß auf dem internen Systembus verursachen, wodurch möglicherweise das EEPROM des Antriebs beschädigt oder der Kommunikations-Transceiver des Moduls zerstört wird.