Die IC697CPX928 ist eine SPS-Zentraleinheit (CPU) für einen Steckplatz, die zur Echtzeitsteuerung von Maschinen, Prozessen und Materialhandhabungssystemen entwickelt wurde. Sie arbeitet mit 96 MHz und einer 32-Bit-Gleitkommaarchitektur auf Basis eines 80486DX4-Mikroprozessors. Das Modul bietet 6 MByte batteriegepufferten CMOS-RAM zur Speicherung von Benutzerdaten sowie 256K nichtflüchtigen Benutzer-Flash-Speicher direkt im selben Steckplatz. Es kommuniziert mit E/A- und intelligenten Optionsmodulen über eine Backplane im Baugruppenträger nach dem VME-C.1-Standard. Die CPU verwaltet komplexe Systemkonfigurationen und unterstützt bis zu 12K Eingänge und Ausgänge (beliebige Kombination) sowie bis zu 8K analoge E/A. Damit eignet sie sich für groß angelegte industrielle Fertigungs-, Energieerzeugungs- und chemische Prozessleitumgebungen.
Funktionen
Zentraleinheit für einen Steckplatz mit integriertem 96-MHz-80486DX4-Mikroprozessor.
6 MByte batteriegepufferter CMOS-RAM zur Speicherung von Programmen, Konfigurationen und Registerdaten.
256K nichtflüchtiger Benutzer-Flash-Speicher zur optionalen Datenspeicherung.
Betriebssystem-Firmware im Flash-Speicher ermöglicht Aktualisierungen im laufenden System über die serielle Schnittstelle.
Hochgeschwindigkeitsverarbeitung mit einer Ausführungszeit von 0,4 Mikrosekunden pro boolescher Funktion.
Unterstützung des Bulk Memory Area (BMA) ab Softwareversion 7.92.
Drei integrierte, unabhängige serielle Schnittstellen unterstützen die Protokolle SNP Slave und Break-Free SNP.
Dreistufiger Betriebsauswahlschalter an der Frontplatte (RUN mit aktivierten Ausgängen, RUN mit deaktivierten Ausgängen, STOP).
Zugriffsschutz durch Softwarekennwort und physischen Schlüsselschalter zum Speicherschutz.
Sieben grüne Status-LEDs liefern Diagnose-, Ausführungs- und Kommunikationsinformationen.
Softwaregesteuerte Konfiguration, die physische DIP-Schalter oder Jumper überflüssig macht.
Anwendungen
Fabrikautomatisierungs- und kontinuierliche Prozessleitsysteme.
Hochgeschwindigkeits-Verpackungs- und automatisierte Materialhandhabungsanlagen.
SPS-Installationen mit mehreren Baugruppenträgern und VME-Backplane-Kommunikation.
Spezialisierte Konfigurationen mit entfernten IC660- oder IC661-E/A-Blöcken.
Port 3 (RS-485-kompatibel, nicht galvanisch getrennt)
Port 3 befindet sich unten im Bereich der Frontschnittstelle und verfügt über einen 15-poligen D-Stecker mit Buchsenkontakten für die SNP-Slave-Kommunikation. Weitere Informationen zu den Pinbelegungen finden Sie in den Installationshandbüchern des Masters.
Installationsrichtlinien
Steckplatzposition: Die CPU darf ausschließlich in Steckplatz 1 von Rack 0 installiert werden.
Stromversorgungseinschränkungen: Stellen Sie sicher, dass die gesamte Rack-Stromversorgung vollständig ausgeschaltet ist, bevor Sie das Prozessormodul einsetzen oder entfernen.
Kühlung und Belüftung: Eine Zwangsluftkühlung ist erforderlich, wenn die Umgebungstemperatur über 50 °C liegt. Ein Lüfter mit einer Leistung von 70 CFM muss direkt unter Steckplatz 1 des CPU-Racks positioniert werden. Verwenden Sie für die direkte Rack-Integration werkseitige Lüftereinheiten wie IC697ACC721, IC697ACC724 oder IC697ACC744.
Batteriewartung: Schließen Sie die Lithiumbatterie (IC697ACC701) vor dem Systemstart an einen der beiden internen Batterieanschlüsse an. Wenn Sie eine entladene Batterie ersetzen, schließen Sie die neue Batterie an den freien Anschluss an, bevor Sie die alte Batterie abziehen, um den Speicherinhalt zu sichern.
Initiale Startsequenz:
Stellen Sie den Betriebsarten-Wippschalter auf die Position STOP.
Drehen Sie den physischen Speicherschutzschlüsselschalter in die Position OFF.
Schalten Sie die primäre Rack-Stromversorgung ein.
Überprüfen Sie, dass die oben links befindliche OK-LED zunächst blinkt und nach erfolgreich abgeschlossenen Diagnoseprozessen dauerhaft leuchtet.
FAQ
Was ist der genaue Zweck der beiden Batterieanschlüsse an dieser CPU?
Das Modul verfügt über zwei Batterieanschlüsse, um Datenverlust beim Austausch zu verhindern. Die neue Lithiumbatterie muss an den freien Anschluss angeschlossen werden, bevor die entladene Batterie vom anderen Anschluss getrennt wird.
Benötigt dieser Prozessor unter allen Betriebsbedingungen eine Zwangsbelüftung?
Eine Zwangsbelüftung ist nur erforderlich, wenn die Umgebungstemperatur zwischen 50 und 60 Grad Celsius liegt. Bei Temperaturen unter 50 Grad Celsius kann das Gerät durch natürliche Konvektion betrieben werden.
Was geschieht unmittelbar nach dem Einschalten mit den LED-Statusanzeigen?
Während der Diagnose beim ersten Einschalten blinkt die oben links angeordnete OK-LED. Sobald die interne Diagnose erfolgreich abgeschlossen ist, leuchtet die OK-LED dauerhaft, während die RUN- und EN-LEDs ausgeschaltet bleiben.
Können Konfigurationseinstellungen mithilfe physischer DIP-Schalter an der Hardware aktualisiert werden?
Nein. Das System verwendet eine vollständig softwarebasierte Konfiguration, sodass keine physischen Änderungen an der Hardware wie DIP-Schalter oder Steckbrücken erforderlich sind.
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