Beschreibung
Das General Electric IC600BF808 ist ein 8-Punkt-Unterbrechungseingangsmodul, das für die speicherprogrammierbare Steuerungsplattform GE Series Six entwickelt wurde. Es verbindet schnelle Feldgeräte direkt mit der Steuerungsarchitektur und ermöglicht es der zentralen Verarbeitungseinheit, auf externe Prozessereignisse zu reagieren, ohne den Abschluss eines normalen SPS-Programmdurchlaufs abzuwarten. Wird an einer Eingangsklemme ein aktiver Signalwechsel erkannt, benachrichtigt das Modul den Prozessor, die normale Programmausführung anzuhalten und sofort eine festgelegte Benutzer-Unterbrechungsroutine auszuführen.
Das IC600BF808 wurde für anspruchsvolle industrielle Automatisierungsaufgaben entwickelt und verfügt über eine feste Eingangssignalfilterung von 300 Mikrosekunden. Diese unterdrückt Kontaktprellen und Leitungsrauschen, ohne die schnelle Reaktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Die Modulhardware umfasst eine spezielle Leiterplattenbaugruppe mit einer Frontblende, die in standardmäßige Series-Six-Chassis-Steckplätze eingeschoben wird.
Funktionen
- Bietet 8 schnelle diskrete Unterbrechungseingangskanäle für den Betrieb mit 10 bis 30 V Gleichspannung.
- Schnelle Hardware-Eingangsfilterung mit 300 Mikrosekunden für zuverlässige Erkennung schneller Signalflanken.
- Integrierte Prioritätsarbitrierung, die bei gleichzeitigen Auslöseereignissen automatisch die Unterbrechung mit der niedrigsten Nummer zuerst bearbeitet.
- Unterstützt General Electric Series Six Model 60 und Model 600 CPU-Konfigurationen.
- Flexible Installationsmöglichkeiten in einer CPU-I/O-Station oder einem lokalen I/O-Station-Rack.
- Standard-Leiterplattenbaugruppe, vollständig mit Frontblende geliefert.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikation |
| Produkttyp |
Unterbrechungseingangsmodul |
| Kompatibilität mit SPS-Plattform |
General Electric Series Six / Series Six Plus |
| Kompatible CPU-Modelle |
Model 60, Model 600 |
| Anzahl der Eingänge |
8 Punkte |
| Nennbetriebsspannung |
10 bis 30 V Gleichspannung |
| Eingangsfilterverzögerung |
300 Mikrosekunden |
| Auflösung der Unterbrechungspriorität |
Eingang mit der niedrigsten Nummer wird zuerst bearbeitet |
| Positionen im Rack |
CPU-I/O-Station, lokale I/O-Station |
| Adressierung der Haupt-I/O-Kette |
Bits I1001 bis I1008 |
| Adressierung der zusätzlichen I/O-Kette |
Bits AI1001 bis AI1008 |
| Hardwareausführung |
Leiterplattenbaugruppe mit Frontblende |
| Ursprungsland |
Vereinigte Staaten |
Installation und Systemkonfiguration
Das IC600BF808 kann in lokalen I/O-Stationen oder direkt in der CPU-I/O-Station einer Series-Six-Architektur eingesetzt werden. Bei der Integration in eine I/O-Kette leiten alle zwischengeschalteten I/O-Übertragungsmodule die aktiven Unterbrechungssignale kontinuierlich an die CPU weiter, um Verarbeitungsverzögerungen zu vermeiden.
Bei der Abbildung im CPU-Speicher hängen die Zuordnungen der Unterbrechungseingangsdaten von der Kettenkonfiguration ab. Wird das Modul in der Haupt-I/O-Kette eingesetzt, werden seine 8 Eingänge den Status-Tabellenbits I1001 bis I1008 zugeordnet. Bei Einsatz in einer zusätzlichen I/O-Kette entsprechen die Eingänge den Status-Tabellenbits AI1001 bis AI1008. Wenn am Modul gleichzeitig Ereignisse an mehreren Eingangskanälen auftreten, priorisiert die Hardwarelogik die Ausführung so, dass die Routine des Eingangs mit der niedrigsten Nummer vor den Kanälen mit höheren Nummern bearbeitet wird.