Produktübersicht
Der IC695CPU315-BB ist eine von GE Fanuc entwickelte Hochleistungs-Zentraleinheit für die fortschrittliche PACSystems RX3i Controller-Serie. Angetrieben von einem integrierten 1-GHz-Prozessor Intel Celeron M führt diese Recheneinheit deterministische Echtzeit-Automatisierungssteuerungen für komplexe Fertigungslogik, robotergestützte Montagelinien und Systeme zur Rohstoffförderung aus. Kritische Umgebungen mit kontinuierlichen Prozessen – darunter Automobilmontagewerke mit hohem Durchsatz, kommunale Wasseraufbereitungsanlagen und groß angelegte Bergbaubetriebe – verlassen sich auf den IC695CPU315-BB , um umfangreiche, mehrstufige Anwendungen mit einer Präzision im Submillisekundenbereich zu verarbeiten.
Ein prägendes Merkmal dieser Controller-Plattform ist ihre innovative Dual-Bus-Backplane-Architektur, die einen schnellen PCI-Bus für den raschen Datendurchsatz fortschrittlicher E/A mit einem seriellen Bus für die nahtlose Migration und Wiederverwendung älterer E/A-Module der Serie 90-30 integriert. Diese spezielle -BB Hardwarekonfiguration ist mit 20 MByte batteriegepuffertem Benutzerspeicher und 20 MByte nichtflüchtigem Flash-Speicher ausgestattet und verfügt über ein verbessertes Komponentenlayout, das die Immunität gegenüber hochfrequentem Rauschen beim Einschalten aus Flash-Sequenzen erheblich erhöht und so ungeplante Anlagenstillstandszeiten minimiert.
Hochleistungsfähiger Prozessorkern und Netzwerkkommunikation
Das strukturelle Layout, die verteilten Schnittstellenprotokolle und die fortschrittliche Firmware-Logik des IC695CPU315-BB gewährleisten eine stabile Steuerungskoordination in großen Automatisierungsnetzwerken:
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Mehrsprachige Programmausführung: Unterstützt vollständig gemischte Programmierkonfigurationen in Kontaktplan (LD), strukturiertem Text (ST), Funktionsbausteinsprache (FBD) und hochoptimierten nativen C-Blöcken.
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Zuweisung symbolischer Variablen: Verwendet flexible symbolische Variablen, die automatisch jeden verfügbaren Teil des Benutzerspeicherpools belegen und so die Einschränkungen einer starren, manuellen Zuordnung von Speicherregistern beseitigen.
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Migration von Legacy-Systemen: Wird direkt in die universelle RX3i-Rückwandplatine eingesetzt und ermöglicht dem Prozessor die strukturelle Steuerung von Erweiterungsracks der älteren Serie 90-30, um bestehende Infrastrukturinvestitionen zu schützen.
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Dual-Serienkommunikationsinfrastruktur: Verfügt über eine integrierte RS-232-Schnittstelle und eine RS-485-Schnittstelle, die die Protokolle Modbus RTU Slave, SNP Slave und Serial I/O für nahtlose lokale HMI- und Konfigurationsverbindungen unterstützt.
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HART-Durchleitungsrouting: Funktioniert zusammen mit kompatiblen RX3i-Analogmodulen, um wichtige Diagnoseinformationen von HART-Feldgeräten direkt über die CPU an übergeordnete Asset-Management-Software weiterzuleiten.
Technische Leistungsstandards und Betriebsgrenzen
| Prozessorparameter |
Zertifizierter Wert für industrielle Systeme |
| Modellbezeichnung |
IC695CPU315-BB |
| Markenhersteller |
GE Fanuc / GE Intelligent Platforms (Emerson Automation) |
| Steuerungssystemreihe |
Steuerungsserie PACSystems RX3i |
| Mikroprozessorkern |
Intel-Celeron-M-Prozessoreinheit mit 1 GHz |
| Batteriegepufferter Benutzerspeicher |
Absolute Konfigurationsobergrenze von 20 MB |
| Nichtflüchtiger Flash-Speicher |
Langzeitspeicherkapazität von 20 MB |
| Bereich der diskreten Register |
Maximal 32 Kbit für unabhängige %I- und %Q-Tabellen |
| Analoger Registerbereich |
Für %AI- und %AQ-Tabellen bis zu 32 Kwords konfigurierbar |
| Einschränkungen der Programmlöcke |
Bis zu 512 unabhängige Blöcke (maximal 128 KB pro Block) |
| Strombedarf der Rückwandplatine (+3,3 V Gleichspannung) |
Nennstromaufnahme der Logik: 1,0 A |
| Strombedarf der Rückwandplatine (+5 V Gleichspannung) |
Nennstromaufnahme des Systems: 1,2 A |
| Betriebstemperaturbereich |
Thermischer Umgebungstemperaturbereich der Grundplatte von 0 bis 60 °C |
| Abweichung der Uhrzeit |
Maximal 2 Sekunden Abweichung pro Tag |
| Internationaler HS-Code |
85389091 (Komponenten programmierbarer Steuerungen) |
FAQs zu Prozessorbetrieb und Wartung
Welches konkrete Problem im Feld behebt das Hardware-Update -BB gegenüber der älteren Version -AA?
Die -BB-Revision führt eine wichtige Änderung auf Hardwareebene ein, die die Störfestigkeit des CPU-Moduls deutlich verbessert. In früheren Konfigurationen, die starken elektromagnetischen Störungen in der Anlage ausgesetzt waren, konnte der Prozessor beim Einschalten sowie beim Auslesen von Hardwarekonfigurationen und Logik direkt aus dem nichtflüchtigen Flash-Speicher gelegentlich zeitliche Störungen erfahren.
Kann das Modul IC695CPU315-BB sicher im laufenden Betrieb des Racks ausgetauscht werden?
Nein. Die PACSystems-RX3i-Hardwareplattform unterstützt kein Hot-Swapping von Zentralprozessoren oder primären Stromversorgungsmodulen. Um dauerhafte Schäden durch elektrische Überschläge an den Hochgeschwindigkeitsverbindungen der PCI-Rückwandplatine zu vermeiden, muss die gesamte Stromversorgung des Racks vor dem Einsetzen oder Entfernen der Prozessorkarte vollständig abgeschaltet werden.
Welche Softwareversion ist erforderlich, um diese CPU-Hardwareversion zu konfigurieren und zu überwachen?
Für die Verwaltung dieser Hardwareversion ist Proficy Machine Edition (PME) Version 8.50 SIM 2 oder höher erforderlich. Wenn Ihre Anlagenimplementierung eine erweiterte PROFINET-Gerätekonfiguration mit erweiterten Unterschlitznummern erfordert, muss die Programmierstation auf PME Version 8.60 SIM 8 oder höher aktualisiert werden.
Leitfaden für Feldtechnik und Installation
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Anforderungen an Gehäuse und Sicherheitskonformität für explosionsgefährdete Bereiche:
Der IC695CPU315-BB ist als Gerät offener Bauart eingestuft und enthält spannungsführende Leiterbahnen. Daher muss er in einem übergeordneten Schutzgehäuse untergebracht werden. Der Schaltschrank muss mindestens die Schutzart IP20 oder NEMA/UL Type 1 aufweisen, um das Eindringen äußerer Verunreinigungen zu verhindern und mindestens eine Umgebung mit Verschmutzungsgrad 2 sicherzustellen. Für explosionsgefährdete Atmosphären der ATEX-Zone 2 muss das Gerät in einem zertifizierten Gehäuse gemäß EN60079-15 mit der Schutzart IP54 oder höher eingeschlossen sein, das nur mit speziellen Wartungswerkzeugen geöffnet werden kann.
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Verfahren zur Installation des Zusatzbatteriepacks:
Beim Austausch einer entladenen Batterie oder beim Hinzufügen eines Zusatzbatteriepacks (z. B. IC693ACC302 oder IC695ACC302) zu einem leeren Rack-Steckplatz muss die mechanische Verbindung hergestellt werden, während die CPU mit Strom versorgt wird. Wird die Batterie angeschlossen, während die Systemstromversorgung abgeschaltet ist, kann die CPU ihre internen Einschaltsequenzen möglicherweise nicht abschließen. Wenn ein Startabsturz auftritt, trennen Sie die Batterie, führen Sie einen Einschaltzyklus der CPU ohne Batterie durch und stecken Sie den Batterieanschluss wieder ein, während die Rückwandplatine unter Spannung steht.
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Anfangsimpedanz und Netzwerkkollisionen des RS-485-COM-2-Anschlusses:
Beim erstmaligen Einschalten des Systems wird der COM-2-RS-485-Anschluss mit aktiviertem internem Sender eingeschaltet. Der Anschluss wechselt erst in den hochohmigen Zustand, nachdem die LED „CPU OK“ an der Frontblende aufleuchtet. Wenn dieser serielle Anschluss in ein 2-Draht-Multidrop-Netzwerk (Wired-OR) mit anderen aktiven Geräten eingebunden ist, kann dieses kurze Zeitfenster beim Einschalten zu Datenkollisionen führen. Stellen Sie sicher, dass benachbarte Knoten so programmiert sind, dass sie kurze Kommunikationsunterbrechungen während des Ein- und Ausschaltens des Schaltschranks verarbeiten können.