Produktübersicht
F 35 011-30 (F35 011 30) von HIMA HIMatrix ist eine kompakte sicherheitsbezogene Steuerung für hochintegre industrielle Automatisierungssysteme in Prozessindustrien wie Erdölraffinerien, Kraftwerken, Chemieanlagen und Offshore-Plattformen. Sie integriert Sicherheits-SPS-Logik, dezentrale I/O und industrielle Kommunikationsschnittstellen in einer einzigen SIL-fähigen Architektur, die darauf ausgelegt ist, Ausfallzeiten zu minimieren und eine deterministische Steuerungsreaktion aufrechtzuerhalten.
Die Steuerung unterstützt die Verarbeitung gemischter I/O-Signale, integrierte Kommunikationsprotokolle und redundant-sichere Ausführungszyklen für kritische Abschalt- und Schutzfunktionen. Dank robuster Diagnosefunktionen und modularer Konnektivität wird sie häufig in sicherheitsgerichteten Systemen eingesetzt, in denen kontinuierlicher Betrieb und Fehlertoleranz zwingend erforderlich sind.
Technische Konfiguration
Die HIMatrix-F35-011-Architektur basiert auf einer sicherheitszertifizierten CPU-Plattform mit integrierten Digital-, Analog- und Zählermodulen. Sie unterstützt die deterministische Ausführung von Sicherheitslogikprogrammen mit konfigurierbarer Reaktionszeit und zertifiziertem ausfallsicherem Verhalten.
Zu den wichtigsten Architekturmerkmalen gehören:
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Industrielle Kommunikation mit mehreren Protokollen: Ethernet 10/100BaseT, PROFIBUS DP, Modbus RTU/TCP, INTERBUS, RS485
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Integrierter Ethernet-Switch mit Unterstützung für bis zu 4 RJ-45-Ports
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Integration gemischter I/O: 24 digitale Eingänge, 8 digitale Ausgänge, 8 Analogeingänge
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Zwei Hochgeschwindigkeitszähler mit Unterstützung für A/B/Z-Kanäle bis 100 kHz
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Sicherheitsbewertete Programmausführungsumgebung mit bis zu 2047 kB Programmspeicher (versionsabhängig)
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Echtzeituhr mit Goldkondensator-Pufferung zur sicheren Zeitaufrechterhaltung
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Nicht galvanisch isolierte Architektur, optimiert für kompakte Sicherheitsknoten
Das System ist für SIL-3-Anwendungen gemäß den Grundsätzen der IEC 61508 ausgelegt und gewährleistet eine deterministische Reaktion bei Abschaltlogik, Notfallverriegelungen und Prozessschutzkreisen.
Technische Daten
| Parameter |
Wert |
| Modell |
F 35 011-30 (F3501130) |
| Marke |
HIMA |
| Serie |
HIMatrix |
| Herkunft |
Deutschland |
| Gewicht |
ca. 1,2 kg |
| Abmessungen |
257 mm x 114 mm x 97 mm |
| Betriebstemperatur |
0 bis 60 °C (Standard), Variante -20 bis 60 °C |
| Leistungsaufnahme |
bis ca. 216 W (bei maximaler Last) |
| Digitale Eingänge |
24 Kanäle, 24 VDC Typ 1 nach IEC 61131-2 |
| Digitale Ausgänge |
8 Kanäle, bis zu 1 A pro Kanal |
| Analogeingänge |
8 Kanäle, 0–10 V oder 0–20 mA |
| Kommunikation |
Ethernet, PROFIBUS DP, Modbus, INTERBUS, RS485 |
| Schutzart |
IP20 |
| Reaktionszeit |
≥ 20 ms |
| Speicher |
bis zu 2047 kB Programm-/Datenspeicher (versionsabhängig) |
Technische FAQs
Ist F 35 011-30 mit bestehenden HIMatrix-Systemen kompatibel?
Ja, das Gerät ist vollständig mit dezentralen HIMatrix-Sicherheitsarchitekturen kompatibel und kann in Konfigurationen mit gemischten Knoten betrieben werden.
Kann diese Steuerung ältere HIMA-F35-Geräte ersetzen?
In den meisten Fällen ja. Vor der Migration müssen jedoch die I/O-Zuordnung und die Übereinstimmung der Firmwareversion geprüft werden.
Welche Kommunikationsprotokolle werden gleichzeitig unterstützt?
Je nach Konfiguration werden mehrere Protokolle unterstützt, darunter Ethernet, Modbus, PROFIBUS DP, INTERBUS und RS485.
Unterstützt das Gerät Redundanz?
Ja, Redundanz wird auf Ebene der Systemarchitektur unterstützt, wenn das Gerät in HIMatrix-Sicherheitsnetzwerkkonfigurationen eingesetzt wird.
Leitfaden für Engineering und Installation
Für eine ordnungsgemäße Installation sind für alle Feld-I/O-Leitungen geschirmte verdrillte Aderpaare erforderlich, um elektromagnetische Störungen in Umgebungen mit hohem Störpegel wie Turbinenhallen und Verdichterstationen zu reduzieren. Die Erdung sollte nach den Prinzipien der Einpunkterdung erfolgen, um mögliche Schleifenströme in Sicherheitsstromkreisen zu vermeiden.
Bei der Montage ist auf ausreichenden thermischen Abstand zu achten, insbesondere in Gehäusen, die bei Umgebungstemperaturen von nahezu 60 °C betrieben werden. Bei dicht bestückten Schaltschränken mit mehreren Steuerungen wird eine Zwangsbelüftung empfohlen.
Für eine stabile Übertragung analoger Signale sollten Kabellängen von maximal 300 m eingehalten und bei erforderlicher Strommessung eine passende Eingangsimpedanz mit externen Shunt-Widerständen sichergestellt werden.