Produktübersicht
Das KL1819 (KL 1819) ist ein digitaler Eingangsklemmenblock mit hoher Dichte, der zur Anbindung von 24 V DC-Steuersignalen aus der Feldebene an den K-Bus entwickelt wurde. Mit 16 Kanälen in einem einzigen 12 mm Gehäuse ist er für Anwendungen optimiert, bei denen der Schaltschrankplatz begrenzt ist und eine hohe Anzahl von Eingängen benötigt wird. Das KL1819 nutzt die 1-Draht-Anschlusstechnik, was es ideal für Mehrkanal-Sensoren macht, die eine gemeinsame Masse teilen. In Branchen wie der diskreten Fertigung, der Logistiksortierung und dem Schiffbau (DNV GL zertifiziert) bietet dieses Terminal eine kostengünstige und robuste Lösung zur Erfassung digitaler Signale von Sensoren, Schaltern und Näherungssonden mit einem schnellen 0,2 ms Filter.
Technische Konfiguration
Die KL1819 Architektur entspricht der Norm EN 61131-2 (Typ 1/3) und gewährleistet eine breite Kompatibilität mit verschiedenen Industriesensoren. Das hochdichte 16-Kanal-Design erfordert den Einsatz von 1-Draht-Verbindungen, bei denen das 24 V Signal an die Klemme angeschlossen wird und die gemeinsame Referenz (Masse) üblicherweise über eine separate Potenzialverteilungsklemme geführt wird. Das Modul ist für den weltweiten Industrieeinsatz ausgelegt und verfügt über eine elektrische Trennung von 500 V zwischen K-Bus-Logik und Feldpotenzial. Trotz der hohen Kanalanzahl ist es sehr energieeffizient und zieht nur 20 mA vom K-Bus.
Technische Daten
| Attribut |
Spezifikationsdetails |
| Modell |
KL1819 |
| Marke |
BECKHOFF |
| Herkunft |
Deutschland |
| Anzahl der Eingänge |
16 |
| Anschlusstechnik |
1-Draht |
| Nennspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Eingangsfilter |
typ. 0,2 ms |
| „1“-Signalspannung |
11 bis 30 V (Typ 3) |
| Eingangsstrom |
typ. 3 mA |
| Stromaufnahme |
typ. 20 mA (K-Bus) |
| Elektrische Trennung |
500 V (K-Bus / Feldpotenzial) |
| Betriebstemperatur |
-25 bis +60 °C |
| Zulassungen |
CE, UL, ATEX, IECEx, DNV GL |
| Gewicht |
ca. 60 g |
| Versandgewicht |
2,0 kg |
Technische FAQs
Was ist der Vorteil der Eingabespezifikation „Typ 3“?
Die Typ-3-Spezifikation (EN 61131-2), die beim KL1819 verwendet wird, zeichnet sich durch einen höheren Stromverbrauch (3 mA) im Vergleich zu älteren Typ-1-Eingängen aus. Dies bietet eine bessere Störsicherheit und gewährleistet zuverlässiges Schalten bei modernen elektronischen Sensoren, die eine Mindestlast benötigen, um korrekt zu funktionieren.
Benötigt das KL1819 eine Softwarekonfiguration?
Nein. Das KL1819 ist ein „Plug-and-Play“-Modul, das keine Adressierung oder Softwarekonfiguration erfordert. Das 16-Bit-Eingangsabbild wird automatisch in das K-Bus-Prozessabbild eingebunden, wenn es an einen Buskoppler (wie den BK1120 oder BK9000) angeschlossen wird.
Ist dieses Terminal für den Marineeinsatz geeignet?
Ja. Das KL1819 ist DNV GL zertifiziert und somit für den Einsatz in maritimen und Offshore-Umgebungen geeignet, in denen Vibrationen, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen üblich sind.
Engineering- & Installationsanleitung
1-Draht-Anschluss und Erdung:
Da das KL1819 die 1-Draht-Technologie zur Erreichung der 16-Kanal-Dichte verwendet, wird nur die Signalleitung vom Sensor an die Klemme angeschlossen. Um den Stromkreis zu schließen, müssen alle Sensoren mit demselben 0 V DC-Potenzial verbunden sein. Es ist üblich, eine Potenzialverteilungsklemme (wie die KL9187) neben dem KL1819 zu montieren, um einen zentralen Massepunkt für die 16 Sensoren bereitzustellen.
Verdrahtung für Hochdichte-Klemmen:
Das KL1819 verwendet federbetätigte Klemmen. Bei einem 16-Kanal-Modul ist das Kabelmanagement entscheidend. Verwenden Sie starre oder flexible Leiter mit einem Querschnitt von bis zu 1,5 mm². Achten Sie auf eine Abisolierlänge von 8–9 mm. Um Verdrahtungsfehler zu vermeiden, wird empfohlen, die von Beckhoff bereitgestellten BZ-Serie Beschriftungsstreifen zu verwenden, um jeden der 16 Eingänge klar zu kennzeichnen.
Ex-Bereich (Gefahrenbereich) Anforderungen:
Dieses Terminal ist ATEX- und IECEx-zertifiziert für Zone 2 (Ex ec IIC T4 Gc). Für die Installation in Gefahrenbereichen muss das Terminal in einem Gehäuse montiert werden, das mindestens die Schutzart IP54 erfüllt. Stellen Sie stets sicher, dass die E-Bus-Stromkontakte sauber sind und die „Doppelschlitz- und Schlüssel“-Verbindung bei der Nebeneinander-Montage vollständig eingerastet ist, um Lichtbögen durch lose Kontakte zu vermeiden.