Produktübersicht
Der KM2002-0002 (KM 2002-0002) ist ein hochdichtes Busklemmenmodul zur effizienten Steuerung binärer Aktoren in platzbeschränkten Industrieumgebungen. Dieses digitale 16-Kanal-Ausgangsmodul liefert 24 VDC bei 0,5 A pro Kanal und verfügt über ein kompaktes 26,5-mm-Gehäuse, das sich nahtlos in das Beckhoff-K-Bus-I/O-System integrieren lässt. In Anwendungen wie Materialhandhabung, automatisierter Montage und Textilmaschinen dient der KM2002-0002 als robuste Schnittstelle zur Ansteuerung ohmscher und induktiver Lasten sowie von Lampenlasten. Die Variante „0002“ zeichnet sich durch ihre 1-Draht-Anschlusstechnik und integrierte Status-LEDs für jeden Kanal aus, sodass Wartungsteams die Ausgangszustände auf einen Blick überprüfen und die für die Felddiagnose benötigte Zeit deutlich reduzieren können.
Technische Konfiguration
Die KM2002-0002 Hardware wurde für eine Logiksteuerung mit hoher Verfügbarkeit entwickelt. Sie verfügt über zwei steckbare Anschlüsse mit jeweils 8 Kanälen, die eine schnelle Verdrahtung und den Austausch des Moduls ermöglichen, ohne die Feldkabel zu beeinträchtigen. Jeder der 16 Ausgänge ist kurzschlussfest und gegen Verpolung geschützt; zwischen dem internen K-Bus und dem Feldpotenzial besteht eine elektrische Isolierung von 500 V. Die 1-Draht-Anschlusstechnik ist für Installationen optimiert, bei denen Aktoren einen gemeinsamen Masseanschluss an einem zentralen Verteilungspunkt nutzen, wodurch das Verdrahtungsvolumen innerhalb des lokalen Klemmenabschnitts minimiert wird. Die interne Logikversorgung erfolgt über den K-Bus (typ. 5 mA), während die Feldversorgung über die steckbare Verdrahtungsebene zugeführt wird, um eine maximale Stromversorgung der Prozessaktoren sicherzustellen.
Technische Spezifikationen
| Attribut |
Details zu den Spezifikationen |
| Modell |
KM2002-0002 |
| Marke |
BECKHOFF |
| Herkunft |
Deutschland |
| Anzahl der Ausgänge |
16 (2 x 8 Kanäle) |
| Nennspannung |
24 VDC |
| Max. Ausgangsstrom |
0,5 A pro Kanal (kurzschlussfest) |
| Anschlusstechnik |
Einpoliger steckbarer Anschluss mit LEDs |
| Lastarten |
Ohmsche, induktive Last, Lampenlast |
| Elektrische Isolierung |
500 V (K-Bus / Feldpotenzial) |
| Stromaufnahme |
Typ. 5 mA (K-Bus) |
| Bitbreite |
16 Ausgänge im Prozessabbild |
| Abmessungen (B x H x T) |
26,5 mm x 100 mm x 71 mm |
| Betriebstemperatur |
0 bis +55 °C |
| Schutzart |
IP20 |
| Gewicht |
ca. 110 g (mit Steckverbindern) |
| Versandgewicht |
2,0 kg |
Technische FAQs
Wie unterscheidet sich der KM2002-0002 vom KM2002-0004?
Der KM2002-0002 verwendet eine 1-Leiter-Anschlusstechnik, die ideal für kompakte Systeme ist, bei denen die Masseverdrahtung extern erfolgt. Im Gegensatz dazu verwendet die Version -0004 eine 3-Leiter-Technik und stellt innerhalb des Steckers für jeden Aktor eine lokale 24-V- und 0-V-Verteilung bereit. Beide verfügen über integrierte Status-LEDs.
Wie hoch ist die maximale Strombelastbarkeit des gesamten Moduls?
Obwohl jeder Kanal für 0,5 A ausgelegt ist, wird die Gesam strombelastbarkeit durch die Stromversorgung der steckbaren Anschlüsse begrenzt. Wenn alle 16 Kanäle gleichzeitig unter Volllast betrieben werden, muss das System eine stabile Feldversorgung von 8 A bereitstellen können.
Ist eine Softwarekonfiguration erforderlich, um die LEDs zu aktivieren?
Nein, die Status-LEDs werden hardwareseitig angesteuert und zeigen direkt den Zustand der digitalen Ausgangsschaltung an. Wenn die SPS ein Bit im Prozessabbild auf „1“ setzt, leuchtet die entsprechende LED auf, sofern die Feldversorgung vorhanden ist.
Leitfaden für Engineering und Installation
Verdrahtung und Signalerdung:
Bei Verwendung der 1-Leiter-Anschlusstechnik des KM2002-0002 müssen Sie sicherstellen, dass die Rückleitung zur Masse (0 V) Ihrer Aktoren korrekt mit derselben Stromversorgung verbunden ist, die das 24-V-Feldpotenzial für das Modul bereitstellt. Verwenden Sie hochwertiges Kabel mit 0,08 bis 1,5 mm² Querschnitt und achten Sie auf eine Abisolierlänge von 8 mm, um eine sichere, gasdichte Verbindung innerhalb der steckbaren Klemme zu gewährleisten.
Schutz induktiver Lasten:
Das Modul ist für eine Abschaltenergie von < 150 mJ pro Kanal ausgelegt. Beim Schalten stark induktiver Lasten wie großer Magnetspulen oder Hochleistungsschütze kann die Rücklaufspannung elektromagnetische Störungen oder vorzeitigen Verschleiß an den internen Schaltkomponenten verursachen. Die Installation externer Löschdioden (Freilaufdioden) direkt parallel zur induktiven Last ist eine bewährte technische Maßnahme, um die Lebensdauer der Klemme zu maximieren.
Modulplatzierung und Wärmeableitung:
Um einen zuverlässigen Betrieb bei der maximal zulässigen Temperatur von 55 °C zu gewährleisten, montieren Sie das Modul horizontal auf einer 35-mm-DIN-Schiene. Sorgen Sie für ausreichend Abstand (ca. 30 mm) zu Kabelkanälen und anderen wärmeerzeugenden Komponenten. Die Doppelnut- und Schlüsselverbindung gewährleistet eine starre mechanische Verbindung zwischen benachbarten Busklemmen, was für die Aufrechterhaltung der Integrität der K-Bus-Kommunikation in vibrationsgefährdeten Umgebungen entscheidend ist.