Beschreibung
Der Mitsubishi Electric MR-J2S-500B wurde für die anspruchsvollen Anforderungen der koordinierten Mehrachs-Bewegungssteuerung entwickelt und bietet eine hochpräzise Servoregelung mit geschlossenem Regelkreis innerhalb der synchronen SSCNET-Netzwerkarchitektur. Mit einer Nennausgangsleistung von 5,0 kW kommuniziert dieser dreiphasige AC-Servoantrieb über eine schnelle Glasfaserverbindung mit übergeordneten Bewegungscontrollern und eliminiert so elektrische Störungen und EMI-Interferenzen. Dank automatischer Echtzeit-Abstimmung und Resonanzunterdrückung gewährleistet der Antrieb auch bei wechselnden Trägheitsprofilen ein stabiles Ansprechverhalten des mechanischen Systems. Die integrierte dynamische Bremse sowie der robuste thermische Überstromschutz schützen sowohl den Motor als auch den Schaltschrank.
Merkmale
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5,0-kW-Ausgangsleistung: Die hohe Leistungsfähigkeit ist für den Antrieb AC-bürstenloser Servomotoren mit hohem Trägheitsmoment ausgelegt.
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SSCNET-Kommunikation (Typ B): Die schnelle Glasfaser-Schnittstelle ermöglicht eine synchronisierte Befehlsverarbeitung in Echtzeit und reduziert die Feldverdrahtung.
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Adaptive Schwingungsunterdrückung: Automatische Anpassung der Bandsperrfilter kompensiert dynamisch mechanische Resonanzen und Maschinenschwingungen.
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Integrierte dynamische Bremse: Ermöglicht schnelles, autarkes Not-Halten, ohne auf eine externe Steuerspannung angewiesen zu sein.
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Umfassende Sicherheitsarchitektur: Integrierte Erkennung von Überstrom, regenerativer Überspannung, Überlast und Fehlern der Encoderkommunikation.
Anwendungen
- Hochgeschwindigkeits-Verpackungs-, Kartonier- und Materialtransportsysteme.
- Mehr-Achs-CNC-Bearbeitungszentren und Präzisionsmaschinen zur Metallumformung.
- Automatisierte robotergestützte Montagezellen und synchronisierte Positioniersysteme mit Portalantrieb.
- Anwendungen zum Wickeln von Spulen, zur Stahlverarbeitung und zur Bahnspannungsregelung mit hohem Drehmoment.
Tabelle der technischen Daten
| Parameter |
Wert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
MR-J2S-500B |
| Serienname |
MELSERVO J2-Super |
| Nenn-Ausgangsleistung |
5,0 kW (5000 Watt) |
| Eingangsleistung des Hauptkreises |
Dreiphasig 200 bis 230 VAC, 50/60 Hz |
| Eingangsleistung des Steuerkreises |
Einphasig 200 bis 230 VAC, 50/60 Hz |
| Steuerschnittstelle |
SSCNET (synchrones Netzwerk, Typ B) |
| Steuerungssystem |
Sinusförmige PWM-Steuerung / Stromregelungssystem |
| Kühlungsart |
Zwangsbelüftung |
| Schutzart |
IP00 (offene Bauweise) |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C (frostfrei) |
| Nettogewicht |
4,9 kg |
| Versandgewicht (berechnet) |
6,5 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemme / Anschluss |
Klemmenbelegung und Funktion |
| L1, L2, L3 |
Anschluss für die dreiphasige AC-Versorgung des Hauptkreises |
| L11, L21 |
Anschluss für die einphasige AC-Versorgung des Steuerkreises |
| U, V, W |
Phasenanschlüsse für den Leistungsausgang zum Servomotor |
| P, C |
Anschlüsse für externen Bremswiderstand zur Rückspeisung (Kurzschlussbügel entfernen) |
| CN1A |
SSCNET-Busanschluss (vom Controller oder vorherigen Antrieb) |
| CN1B |
SSCNET-Busverbindungsausgang (zum nachfolgenden Antrieb oder Abschlussstecker) |
| CN2 |
Encoder-Rückkopplungsverbindung (absolut oder inkrementell) |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Das Suffix „B“ kennzeichnet, dass dieser Verstärker das proprietäre optische SSCNET-Netzwerkprotokoll verwendet. Er ist nicht direkt kompatibel mit der Analog-/Impulsfolgenvariante (MR-J2S-500A) oder dem CC-Link-Positionierungsmodell (MR-J2S-500CP). Stellen Sie bei der Nachrüstung älterer Systeme sicher, dass die Master-Bewegungskarte (z. B. QD75MH oder QD72) die Kommunikationsprotokolle SSCNET I unterstützt, bevor Sie diesen Antrieb einsetzen.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Bei starken Verzögerungsprofilen mit hoher Einschaltdauer kann der interne dynamische Bremskreis Alarme wegen regenerativer Überspannung auslösen (AL.30 oder AL.33). Um die thermische Belastung zu verringern und vorzeitigen Kondensatorverschleiß zu vermeiden, entfernen Sie die Brücke zwischen den Klemmen P und D und verdrahten Sie einen externen regenerativen Bremswiderstand zwischen den Klemmen P und C. Stellen Sie sicher, dass der externe Widerstand die im technischen Handbuch des OEM angegebene Mindestanforderung in Ohm erfüllt.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Der Drehschalter SW1 hinter der herunterklappbaren Frontabdeckung legt die physische Stationsachsenadresse fest. Konfigurieren Sie SW1 immer bei ausgeschalteter Steuerspannungsversorgung (L11/L21); der Verstärker erkennt während des Betriebs vorgenommene Adressänderungen nicht. Stellen Sie sicher, dass der Biegeradius der Glasfaserverbindungen an CN1A und CN1B 25 mm nicht unterschreitet, um eine Dämpfung der optischen Übertragung zu verhindern, die Kommunikationsverbindungsfehler auslöst.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG: STROMSCHLAGGEFAHR
Trennen Sie sowohl die Hauptversorgung (L1, L2, L3) als auch die Steuerspannungsversorgung (L11, L21), bevor Sie mit Verdrahtungsarbeiten oder Hardwareänderungen beginnen. Die Ladekontrollleuchten an der Vorderseite müssen vollständig erloschen sein, bevor Sie die elektrischen Klemmen berühren. Warten Sie nach dem Abschalten mindestens 15 Minuten, damit sich die internen Hochspannungskondensatoren auf ein sicheres Niveau entladen können.
1
Vertikale Ausrichtung: Montieren Sie den Verstärker senkrecht auf einer unlackierten metallischen Rückwand, um eine ordnungsgemäße EMI-Erdung zu gewährleisten. Halten Sie oben und unten einen Mindestabstand von 40 mm sowie seitlich einen Abstand von 10 mm für eine korrekte Konvektionskühlung ein.
2
Anzugsdrehmomente der Leistungsklemmen: Ziehen Sie alle Schrauben der Hochleistungsklemmen (L1, L2, L3, U, V, W) mit 1,2 N·m an. Lose Leistungsverbindungen sind eine Hauptursache für lokale Überhitzung der Klemmenblöcke und interne Antriebsausfälle.
3
Erdung: Verbinden Sie die Erdungsklemme des Antriebs über einen Kupferdraht mit niedriger Impedanz und einem Querschnitt von mindestens 5,5 mm² mit dem Schutzleiter (PE), um elektrische Störungen in den Regel- und optischen Encoder-Rückkopplungsschleifen zu reduzieren.