Beschreibung
Der für die Ausführung hochpräziser Bewegungsprofile innerhalb der MELSERVO-J3-Systemarchitektur entwickelte AC-Servoverstärker Mitsubishi Electric MR-J3-60B bietet schnelle Regelkreise und eine synchronisierte Mehrachskoordination. Ausgestattet mit einer digitalen SSCNET-III-Glasfaser-Kommunikationsschnittstelle lässt sich dieser Antrieb direkt in komplexe industrielle Automatisierungskonfigurationen integrieren, um die Latenz zu minimieren und eine störungsfreie Signalübertragung sicherzustellen. Er arbeitet mit hochauflösenden Feedbacksystemen, um eine hohe Positioniergenauigkeit zu gewährleisten, und eignet sich damit ideal für Prozesse, die eine konstante Geschwindigkeit und dynamische Leistung erfordern.
Merkmale
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SSCNET-III-Busschnittstelle: Hochgeschwindigkeitskommunikation über ein störunempfindliches synchrones Glasfasernetzwerk für präzise Mehrachspositionierung und Koordination.
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Kompatibilität mit hochauflösendem Feedback: Nahtlose Verarbeitung von 18-Bit-Absolut-/Inkremental-Encodersignalen mit 262.144 Impulsen pro Umdrehung.
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Adaptive Schwingungsunterdrückung: Fortschrittliches Filtersystem zur Minimierung mechanischer Resonanzen und struktureller Schwingungen bei schneller Verzögerung oder Beschleunigung.
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Echtzeit-Autotuning: Automatische Anpassung der Verstärkungseinstellungen zur Optimierung des Ansprechverhaltens entsprechend dem Trägheitsverhältnis der Last in Echtzeit.
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Integrierter Diagnoseanschluss: Direkte USB-Verbindung zur Konfiguration, Überwachung und Trendanalyse mit der MR-Configurator-Software.
Anwendungen
- Mehrachsige CNC-Fräs-, Routing- und Präzisionsschleifmaschinen.
- Pick-and-Place-Roboter und Montagesysteme für elektronische Komponenten.
- Hochgeschwindigkeitsmaschinen zum Verpacken, Abfüllen und kontinuierlichen Etikettieren.
- Halbleiterfertigungsmaschinen und Wafer-Positioniersysteme.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Wert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
MR-J3-60B |
| Serie |
MELSERVO-J3 |
| Nennausgangsleistung |
0,6 kW (600 W) |
| Stromversorgung des Hauptkreises |
3-phasig oder 1-phasig 200 bis 230 V AC, 50/60 Hz |
| Stromversorgung des Steuerkreises |
1-phasig 200 bis 230 V AC, 50/60 Hz |
| Kommunikationsschnittstelle |
SSCNET III (Hochgeschwindigkeits-Synchronnetzwerk) |
| Steuerungsmethode |
Sinusförmige PWM-Steuerung / Stromregelungssystem |
| Umgebungstemperatur im Betrieb |
0 bis 55 °C (nicht gefrierend) |
| Dynamische Bremse |
Integriert |
| Kühlmethode |
Natürliche Kühlung |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,1 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Stecker / Klemme |
Funktions-/Schaltungszuordnung |
| CN1A / CN1B |
SSCNET-III-Netzwerkanschlüsse (Duplex-Anschlüsse für Glasfaserkabel) |
| CN2 |
Encoder-Feedback-Anschluss für Servomotoren der HF- oder HC-Serie |
| CN3 |
Schnittstelle für digitale Eingangs-/Ausgangssignale (Verriegelung, Not-Halt, Endschalter) |
| CN5 |
USB-Kommunikationsanschluss für die Einrichtung des PC-Tools und Online-Diagnosen |
| L1, L2, L3 |
Klemmenblock für den Eingang des Hauptstromkreises |
| L11, L21 |
Klemmenblock für den Eingang der Steuerstromversorgung |
| U, V, W |
3-phasiger Leistungsanschluss an die Wicklungen des Servomotors |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Beachten Sie bei der Umstellung eines Systems der Serie MR-J2S-60B, dass sich das Format des SSCNET-III-Glasfasersteckers physisch von der ursprünglichen SSCNET-Konfiguration unterscheidet. Der MR-J3-60B benötigt spezielle Hochgeschwindigkeits-Glasfaserkabel wie MR-J3BUS, die standardmäßige Verriegelungslaschen verwenden. Eine Kombination alter und neuer optischer Anschlusskonfigurationen ist ohne einen Konverter für optische Medien oder den Austausch der Schnittstellenkarte auf Steuerungsebene nicht möglich.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Um eine hohe thermische Belastung in geschlossenen Schaltschränken zu vermeiden, planen Sie die Abstände strikt: Halten Sie auf beiden Seiten des Gehäuses mindestens 10 mm und oberhalb sowie unterhalb 40 mm Abstand ein. Bei der Verlegung von SSCNET-III-Glasfaserkabeln ist ein minimaler Biegeradius von 25 mm einzuhalten. Eine Unterschreitung dieses Grenzwerts führt zu einer Dämpfung des optischen Signals, die sich in Kommunikations-Timeouts oder nicht näher spezifizierten Fehlerauslösungen „AL.37 Parameter Error“ äußert.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Wenn Sie das Absolutpositions-Erfassungssystem konfigurieren, setzen Sie immer einen aktiven MR-BAT- oder MR-J3BAT-Batteriesatz ein, bevor Sie mit der Systemkalibrierung beginnen. Ein Verlust der Steuerspannung ohne aktive Batteriesicherung löscht sofort die gespeicherten Encoder-Referenzkoordinaten, sodass bei der anschließenden Reinitialisierung des Steuerungssystems eine manuelle Referenzfahrt erforderlich ist.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Stellen Sie vor dem Arbeiten an Klemmen sicher, dass alle AC-Einspeisungen vollständig isoliert, getrennt und gegen Wiedereinschalten gesichert sind. Warten Sie nach dem Ausschalten mindestens 15 Minuten, damit die internen Hochspannungskondensatoren ihre Energie sicher abbauen können. Vergewissern Sie sich, dass die interne rote Lade-LED vollständig erloschen ist, bevor Sie dynamische Widerstands- oder Klemmenprüfungen durchführen.
1
Montieren Sie den Servoverstärker senkrecht auf einer starren Metallfläche. Befestigen Sie das Gehäuse durch die Montagelöcher, um eine optimale Wärmeableitung und Erdverbindung zu gewährleisten.
2
Verdrahten Sie die Klemmen der Versorgungsspannung des Steuerkreises (L11, L21) und die Haupteingangsklemmen (L1, L2, L3) mit Kabeln des geeigneten Querschnitts und unter Einhaltung der regional geltenden Sicherungs- und Schutzschaltervorgaben.
3
Verbinden Sie die Motor-Ausgangsleitungen (U, V, W) mit den entsprechenden Klemmen am Motor. Achten Sie unbedingt auf die exakte Phasenübereinstimmung – eine vertauschte Phasenverdrahtung löst einen unkontrollierten Rückkopplungszustand aus und kann Schäden verursachen.
4
Führen Sie die Glasfaserkabel sicher in die Anschlüsse CN1A und CN1B ein. Achten Sie auf ein hörbares Klicken, das bestätigt, dass die mechanischen Verriegelungen ordnungsgemäß eingerastet sind.