Hardwareübersicht
Das MX213 (MX213/512 CF) Prozessormodul fungiert als leistungsstarke zentrale Verarbeitungseinheit für die Bachmann-M1-Automatisierungsplattform und wurde speziell für anspruchsvolle Industriesektoren wie die Steuerung von Windenergieanlagen, den maritimen Antrieb und groß angelegte Energieerzeugungsinfrastrukturen entwickelt. Dieses Steuergerät ist direkt mit modularen Rückwandnetzwerken verbunden und ermöglicht eine deterministische Programmausführung unter anspruchsvollen Feldbedingungen. Durch die Kombination eines stromsparenden industriellen x86-Prozessors mit 266 MHz, umfassenden Kommunikationsoptionen und einem integrierten 17-W-Netzteil koordiniert das Gerät die Echtzeitdatenerfassung und komplexe Logiksteuerung. Die Solid-State-Hardware minimiert bewegliche Teile, verbessert dadurch die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) deutlich und verhindert ungeplante Anlagenstillstände in kontinuierlichen Prozessbetrieben.
Umfassende technische Konfiguration
Die architektonische Integrität dieses Prozessorkerns basiert auf einem optimierten x86/AMD-LX-Ausführungsmodell, das Task-Zykluszeiten im Submillisekundenbereich ermöglicht. Die Datenspeicherung wird durch eine aufgeteilte Speicherstruktur gewährleistet: 256 MB flüchtiger DRAM verwalten aktive Laufzeitprozesse, während ein 512-kB-NVRAM-System kritische remanente Variablen und Systemzustände dauerhaft ohne Batterie-Backup erfasst.
Für die horizontale und vertikale Netzwerkintegration verfügt die Hardware über mehrere dedizierte integrierte Kommunikationsschnittstellen:
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Zwei 100-Base-TX-Ethernet-Ports: Ermöglichen separate IP-Kanäle für deterministische Maschine-zu-Maschine-Verriegelungen und die Übertragung von SCADA-Daten.
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Integrierter CAN/CANopen-Kanal: Ermöglicht die native Integration als Feldbus-Master oder -Slave für dezentrale E/A-Baugruppen.
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Zwei serielle RS232/422/485-Schnittstellen: Unterstützen industrielle Punkt-zu-Punkt-Telemetrie und die Anbindung älterer Geräte.
Die Speichererweiterung erfolgt über einen robusten CompactFlash-Steckplatz, der industrielle CF-Karten mit bis zu 2 GB für umfangreiche Ereignisprotokollierung, Systemrezepte und lokale Anwendungssicherungen unterstützt.
Technische Kerndaten
| Technischer Parameter |
Engineering-Wert |
| Modell |
MX213 (Ersatzmodell: MX 213/512 CF) |
| Marke |
Bachmann Electronic |
| Herkunft |
Österreich |
| Gewicht |
0,7 kg |
| Abmessungen |
11,0 x 6,0 x 11,8 cm |
| Betriebstemperatur |
-30 bis 60 °C |
| Leistungsaufnahme |
33,6 W (Maximum bei vollständig bestückten E/A-Modulen) |
| Prozessortyp |
AMD LX x86, 266 MHz |
| Systemspeicher |
256 MB DRAM / 16 MB Datei-Flash |
| Remanenter Speicher |
512 kB NVRAM |
| Versorgungseingangsspannung |
24 VDC (Zulässiger Toleranzbereich: 18 bis 34 V) |
| Integriertes Netzteil |
17 W Ausgangsleistung |
| Zolltarifnummer |
8537101190 |
Produkt-FAQs
Wie verwaltet das Modul die Speicherung kritischer Variablen bei einer abrupten Unterbrechung der 24-VDC-Versorgung?
Das Gerät verfügt über eine integrierte Hardware-Überwachungsschaltung, die Versorgungsspannungsabfälle unter die zulässigen Grenzwerte erkennt. Bei einer Erkennung nutzt das System die in den internen Netzteilkondensatoren gespeicherte Restenergie, um alle dafür vorgesehenen remanenten Daten direkt in den nichtflüchtigen 512-kB-NVRAM zu schreiben. Diese Architektur gewährleistet eine vollständige Datenerhaltung ohne die Ausfallrisiken herkömmlicher Lithiumbatterien.
Können die beiden Ethernet-Schnittstellen dieser Steuerung in unabhängigen Subnetzen konfiguriert werden?
Ja. Die beiden physischen Ethernet-Ports (2x ETH100) sind separaten MAC-Adressen und Verbindungsschichten zugewiesen. Ingenieure können sie mit unterschiedlichen IP-Adressen in unabhängigen Subnetzen konfigurieren, um den deterministischen Maschinenverkehr vom normalen Unternehmensnetz der Anlage zu isolieren.
Wie sehen die direkten Austauschverfahren beim Aktualisieren einer älteren MX200-Prozessvariante aus?
Der MX213 ist vollständig abwärtskompatibel mit früheren Bachmann-M1-Softwareinstallationen. Beim Austausch einer älteren Variante kann der für die x86-Architektur kompilierte Anwendungscode über die CompactFlash-Karte übertragen werden. Sie müssen jedoch überprüfen, ob die Firmware-Version des Zielsystems die integrierten Kommunikationscontroller der neueren Hardware unterstützt.
Leitfaden für Engineering und Installation
Wärmemanagement und Freiräume für die Luftzirkulation
Um die strukturelle Stabilität bis zur maximalen Nennbetriebstemperatur von 60 °C zu gewährleisten, muss das Controller-Gehäuse senkrecht auf einer Standard-DIN-Schiene montiert werden. Oberhalb und unterhalb des Modulgehäuses ist ein Mindestfreiraum von 80 mm einzuhalten. Dieser Freiraum erzeugt eine natürliche Konvektionsströmung, verhindert lokale Wärmenester im Gehäuse und schützt die internen Niederspannungs-Siliziumkomponenten vor vorzeitigem thermischem Ausfall.
Erdungs- und Schirmungsrichtlinien
Alle Feldbus-Kommunikationsverbindungen (insbesondere CANopen- und RS485-Leitungen) müssen geschirmte Twisted-Pair-Kabel verwenden. Die Kabelschirme müssen direkt am Eintrittspunkt in den Schaltschrank mit niederimpedanten Erdungsklemmen aufgelegt werden. Die DIN-Schiene selbst muss über einen Kupferleiter mit einem Mindestquerschnitt von 10 Quadratmillimetern mit der zentralen Funktionserde der Anlage verbunden werden, um hochfrequente elektromagnetische Störungen zu neutralisieren.
Schutz der Stromverteilung
Die 24-VDC-Eingangsversorgungsleitung muss durch einen schnell auslösenden Leitungsschutzschalter oder eine Sicherung mit einer Nennleistung von maximal 4,0 A geschützt werden. Um Erdschleifen und Gleichtaktspannungsschwankungen zu verhindern, die den x86-Prozessorkern destabilisieren könnten, darf der primäre 24-VDC-Automatisierungsstrombus nicht mit induktiven Schaltelementen wie Hochleistungsmotorschützen oder Hydraulikmagnetventilen gemeinsam genutzt werden.