Produktübersicht
Der 3008 (3008) ist ein leistungsstarkes Hauptprozessormodul, das speziell für die Triconex Triple-Modular-Redundant-Steuerung (TMR) entwickelt wurde. Als „Gehirn“ des Sicherheitssystems nutzt der Triconex 3008 eine hochentwickelte, hardwareimplementierte fehlertolerante Architektur zur Ausführung komplexer Steuerungslogik für sicherheitsgerichtete Systeme (SIS). Dieses Modul wird häufig in industriellen Umgebungen mit hohem Risiko eingesetzt, beispielsweise auf Offshore-Ölplattformen, in Erdölraffinerien und Kernkraftwerken. Durch den Einsatz von drei unabhängigen Prozessoren, die parallel arbeiten und Daten über den proprietären TriBus abstimmen, stellt der 3008 sicher, dass kein einzelner Hardwarefehler zu einer Systemabschaltung oder einem Ausbleiben der Auslösung führt, wodurch ungeplante Ausfallzeiten in kritischen Prozessen effektiv vermieden werden.
Technische Konfiguration (im Detail)
Der 3008 Hauptprozessor basiert auf einer robusten Dual-Prozessor-Architektur innerhalb jedes Moduls, um sowohl die Steuerungsausführung als auch die Hochgeschwindigkeitskommunikation zu verwalten.
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Rechenleistung: Jedes Modul verfügt über einen Motorola MPC860 32-Bit-RISC-Prozessor mit 50 MHz für die primäre Logikausführung sowie über einen zweiten MPC860 für Kommunikationsaufgaben.
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Speicherverwaltung: Das Modul ist mit 16 MB DRAM für die aktive Logikausführung und 6 MB Flash-PROM für die dauerhafte Programmspeicherung ausgestattet. Ein spezieller 32-KB-SRAM mit Batterie-Backup stellt sicher, dass wichtige remanente Variablen während Stromzyklen erhalten bleiben.
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TriBus-Kommunikation: Die proprietäre TriBus Schnittstelle arbeitet mit 25 Megabit/Sekunde. Sie nutzt 32-Bit-DMA für die schnelle Datenübertragung und ist durch eine 32-Bit-CRC (zyklische Redundanzprüfung) gesichert, um die Datenintegrität zwischen den drei Hauptprozessoren sicherzustellen.
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Zeitsynchronisierung: Die integrierte TriClock ermöglicht eine hochpräzise Zeitstempelung für die Aufzeichnung der Ereignisfolge (SOE), mit einer typischen Abweichung von nur plus oder minus 2 Sekunden pro Tag.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikationsdetails |
| Modell |
3008 |
| Marke |
Triconex |
| Mikroprozessor |
Motorola MPC860 (32 Bit, 50 MHz) |
| Speicher (DRAM) |
16 MB (ohne Batterie-Backup) |
| Speicher (SRAM) |
32 KB (mit Batterie-Backup) |
| Speicher (Flash) |
6 MB PROM |
| Isolierung (seriell) |
500 VDC (optisch isoliert) |
| Betriebstemperatur |
0 bis 60 °C |
| Versandgewicht |
3,0 kg |
| Abmessungen |
Standardbreite eines Tricon-Gehäuse-Steckplatzes |
Technische FAQs
Wie gehe ich bei einem Alarm „Batterie schwach“ am Triconex 3008 vor?
Der 3008 verwendet eine Lithiumbatterie zur Pufferung des SRAM und der TriClock. Wenn die Batteriespannung unter den Sicherheitsschwellenwert fällt, wird ein Systemalarm ausgelöst. Die Batterie sollte bei eingeschaltetem System ausgetauscht werden, um den Verlust der 32-KB-SRAM-Daten und der Zeiteinstellungen zu vermeiden.
Welche Funktion hat die serielle Schnittstelle „diagread“?
Die serielle RS-232-Schnittstelle ist speziell für die diagnostische Analyse mit diagread vorgesehen. Sie ist bis 500 VDC optisch isoliert und schützt den Prozessor während der Fehlersuche oder Firmwareüberprüfung vor elektrischen Überspannungen auf der Feldseite.
Kann der 3008-Hauptprozessor in einem Tricon-System der Version 9 oder 10 eingesetzt werden?
Der 3008 ist mit bestimmten Versionen der Tricon-Steuerung kompatibel. Es muss unbedingt überprüft werden, ob die Firmwareversion und die TriStation-1131-Softwareversion mit der 3008 Hardwareversion kompatibel sind, um die TMR-Synchronisierung sicherzustellen.
Leitfaden für Engineering und Installation
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Batteriewartung: Ersetzen Sie die SRAM-/Uhrenbatterie im Rahmen eines vorbeugenden Wartungsplans stets alle 2 bis 3 Jahre. Andernfalls können remanente Variablen verloren gehen und nach einem Stromausfall falsche Zeitstempel in den Aufzeichnungen der Ereignisfolge (SOE) entstehen.
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Modulsitz: Stellen Sie beim Einsetzen des 3008 in das Hauptgehäuse sicher, dass die oberen und unteren Auswurfhebel vollständig eingerastet sind. Eine unvollständige Verbindung kann aufgrund intermittierender Kontakte an den 32-Bit-DMA-Leitungen zu TriBus-Synchronisierungsfehlern oder „Leg Faults“ führen.
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Wärmemanagement: Der 3008 erzeugt aufgrund seiner beiden MPC860-Prozessoren beträchtliche Wärme. Stellen Sie sicher, dass das Lüfterfach des Gehäuses ordnungsgemäß funktioniert und die Luftfilter sauber sind, damit die Umgebungstemperatur im Schaltschrank unter 60 °C bleibt.
Technische Vorteile
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Fehlerisolierung: Der 3008 verfügt an seinen Kommunikationsschnittstellen über eine optische Isolierung von 500 VDC und verhindert dadurch, dass sich elektrische Fehler auf die Kernlogik des Prozessors ausbreiten.
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Deterministische Ausführung: Durch die Auslagerung der Kommunikationsaufgaben an einen dedizierten Prozessor stellt der 3008 sicher, dass die Logikzykluszeiten auch bei hohem Netzwerkverkehr konstant (deterministisch) bleiben.
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Hohe Datenintegrität: Mit einem 32-Bit-CRC-Schutz für alle TriBus-Übertragungen gewährleistet der 3008 , dass die zur Abstimmung verwendeten Daten frei von Verfälschungen sind, und erhält dadurch das höchstmögliche Sicherheitsintegritätslevel (SIL).