Produktübersicht
Das X20AT2222 (X20AT2222) ist ein hochpräzises Temperaturmessmodul, das für das B&R X20 System entwickelt wurde und speziell für den Anschluss an Widerstandstemperaturfühler (RTDs) ausgelegt ist. Dieses Modul verfügt über 2 Kanäle, die PT100- und PT1000-Sensoren unterstützen und außergewöhnliche Genauigkeit sowie Stabilität für Temperaturüberwachungsaufgaben bieten. In Branchen wie der Kunststoffextrusion, Lebensmittelverarbeitung und chemischen Reaktorsteuerung liefert das X20AT2222 die entscheidende Rückkopplungsschleife, um enge Temperaturtoleranzen einzuhalten. Durch die Integration fortschrittlicher Filterung und linearisierter Datenumwandlung direkt in die I/O-Stufe stellt es sicher, dass hochauflösende Temperaturdaten ohne Störungen oder Signalverschlechterung, die bei langen analogen Kabelstrecken häufig auftreten, an die SPS übertragen werden.
Technische Konfiguration
Die Hardwarearchitektur des X20AT2222 ist auf Präzision und Vielseitigkeit optimiert. Es unterstützt sowohl 2-Draht- als auch 3-Draht-Anschlüsse, wobei bei 3-Draht-Konfigurationen eine Kompensation des Leitungswiderstands möglich ist, um die Messgenauigkeit über längere Strecken zu gewährleisten. Das Modul verwendet hochauflösende A/D-Wandler mit integrierten 50-Hz- und 60-Hz-Filtern zur Eliminierung von Netzfrequenzstörungen, was für stabile Messwerte in industriellen Umgebungen unerlässlich ist. Jeder Kanal ist unabhängig für verschiedene Sensortypen und Messbereiche konfigurierbar, was Flexibilität für unterschiedliche Temperaturmessanforderungen bietet. Die Einheit ist vollständig in die X20-Rückwand integriert, zieht nur minimal Leistung vom Bus und bietet umfassende Diagnosen, einschließlich Drahtbruch- und Kurzschlusserkennung für die angeschlossenen Sensoren.
Technische Spezifikationen
| Merkmal |
Spezifikation |
| Modell |
X20AT2222 |
| Marke |
B&R (Bernecker + Rainer) |
| Modultyp |
Temperaturmessung (RTD) |
| Anzahl der Kanäle |
2 |
| Unterstützte Sensoren |
PT100, PT1000 |
| Anschlusstyp |
2-Draht oder 3-Draht |
| Auflösung |
16-Bit |
| Messbereich |
-200 bis 850 °C (sensorgebunden) |
| Filterfrequenz |
50 Hz / 60 Hz (konfigurierbar) |
| Bus-Stromaufnahme |
0,22 W |
| Interne I/O-Leistung |
0,45 W |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Versandgewicht |
2,0 kg |
Technische FAQs
Kompensiert das X20AT2222 automatisch den Leitungswiderstand?
Ja, bei Verwendung einer 3-Draht-Anschlusskonfiguration misst und kompensiert das Modul automatisch den Widerstand der Sensorkabel. Dadurch wird sichergestellt, dass die angezeigte Temperatur den tatsächlichen Sensorzustand widerspiegelt und nicht die elektrischen Eigenschaften der Verkabelung.
Welche Diagnosefunktionen stehen zur Fehlerbehebung bei Sensorproblemen zur Verfügung?
Das Modul überwacht jeden Kanal auf „Offener Stromkreis“ (Drahtbruch) und „Kurzschluss“-Zustände. Wird ein Fehler erkannt, wird ein Statusbit in der I/O-Zuordnung der SPS gesetzt, und die entsprechende Kanal-LED signalisiert einen Fehlerzustand zur sofortigen Identifikation.
Kann ich PT100- und PT1000-Sensoren am selben Modul mischen?
Ja, jeder Kanal des X20AT2222 ist im Automation Studio Hardware-Baum unabhängig konfigurierbar. Sie können Kanal 1 als PT100-Eingang und Kanal 2 als PT1000-Eingang definieren, um Ihre spezifischen Hardwareanforderungen zu erfüllen.
Engineering- & Installationsanleitung
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Abschirmung und Rauschunterdrückung: Für maximale Genauigkeit, insbesondere bei PT100-Sensoren, die empfindlich auf geringe Widerstandsänderungen reagieren, verwenden Sie geschirmte verdrillte Adern. Die Abschirmung sollte am Schaltschrank-Eintrittspunkt mit einer Erdungsklemme geerdet werden, um elektromagnetische Störungen durch Starkstromkabel zu verhindern.
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3-Draht-Verkabelungskonsistenz: Bei Verwendung der 3-Draht-Messung stellen Sie sicher, dass alle drei Leiter den gleichen Querschnitt und die gleiche Länge haben. Unterschiede im Leitungswiderstand zwischen den drei Leitern können einen festen Offsetfehler in der Temperaturberechnung verursachen.
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Thermische Stabilisierung: Nach dem Einschalten oder dem Austausch eines Sensors lassen Sie das Modul und seine Verbindungen etwa 5 bis 10 Minuten thermisch stabilisieren, bevor Sie eine präzise Kalibrierung oder kritische Prozessstarts durchführen. Dies berücksichtigt die interne Wärmeabgabe des Moduls und stabilisiert die Kaltstellenlogik.