Allen-Bradley 1797-OB4D ist ein leistungsstarkes, eigensicheres Digitalausgangsmodul, das für industrielle Umgebungen in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt wurde. Als Teil der FLEX Ex I/O-Produktfamilie bietet dieses Modul 4 nicht isolierte, quellseitige Ausgänge, die speziell für den Betrieb digitaler Feldgeräte wie Ventile, akustische Alarme und Magnetventile ausgelegt sind.
Das Modul verfügt über eine integrierte FlexBus-Schnittstelle, die nahtlos über kompatible Adapter wie den ControlNet Ex Adapter (1797-ACNR15) kommuniziert, um einen robusten, zweistufigen Fehlerzustandsmechanismus über die Rückplane zu gewährleisten. Dieses Produkt wird als offenes Gerät geliefert und muss auf einer 1797-TB3 oder 1797-TB3S eigensicheren Anschlussbasis in einem geeigneten Gehäuse installiert werden, um maximale Systemsicherheit und Umweltschutz zu gewährleisten.
Die elektrische Architektur umfasst Diagnoseanzeigen und ausgefeilte Softwarekonfigurationsprofile, die über RSLogix 5000 zugänglich sind. Jeder Ausgangskanal ist elektrisch miteinander verbunden und verfügt über fortschrittlichen elektronischen Schutz sowie wählbare Alarmfilter, was dieses Modul zur idealen Wahl für petrochemische, chemische, Gas- und automatisierte Prozessindustrien macht, die in den Zonen 1, 2 oder 22 arbeiten.
Funktionen
Ausgestattet mit 4 nicht isolierten, eigensicheren Digitalausgängen mit Quellenfunktion.
Für Hot-Swapping ausgelegt, ermöglicht sicheres Entfernen und Einsetzen unter Spannung in nicht explosionsgefährdeten Bereichen.
Umfassende individuelle Kanaldiagnosefunktionen einschließlich Drahtbruch- und Überlasterkennung.
Integrierter, softwarekonfigurierbarer 100-Hz-Filter (10 ms) und einstellbare Alarmfilter-Zeitkonstanten (0,25 ms bis 32 ms).
Wählbare Ausgangsfehlerverhalten, die es Kanälen erlauben, entweder auf Null zurückzusetzen oder den letzten gültigen Zustand zu halten.
Klare physikalische Diagnose mit 4 gelben Statusanzeigen, 4 roten Fehleranzeigen und 1 grünem Modul-Energieanzeiger.
Integrierter elektronischer Schutz gegen Leitungsunterbruch, Überlastbedingungen und Kurzschlüsse.
Halbleiter-Design mit standardmäßiger FlexBus-Rückplaneinbindung und vernachlässigbarer interner Induktivität.
Anwendungen
Automatisierte Steuerung von eigensicheren pneumatischen und hydraulischen Regelventilen.
Steuerung und Auslösung von feldmontierten akustischen Alarmen und optischen Signalgebern in explosionsgefährdeten Bereichen.
Betätigung von Niederspannungs-Magnetventilen und Relaisspulen in explosionsgefährdeten Gas- oder Staubatmosphären.
Einsatz der Prozessautomatisierung in chemischen Verarbeitungsanlagen, Ölraffinerien und Gasförderanlagen.
Sichere Signalverarbeitung in Getreidehandhabungs- oder Pulververarbeitungsumgebungen entsprechend den Staubkriterien der Zone 22.
Technische Spezifikationen
Attribut
Wert
Hersteller
Allen-Bradley / Rockwell Automation
Modell
1797-0B4D
Produktserie
FLEX Ex I/O
Anzahl der Ausgänge
4, nicht isoliert, sourcing
IS-Ausgangstyp
Ex ia IIB/IIC T4, AEx ia IIC T4, Klasse I, II, III Division 1 Gruppen A, B, C, D, E, F, G T4
IS-Modultyp
Ex ib IIB/IIC T4, AEx ib IIC T4, Klasse I Division 1 Gruppen A...D T4
Lastbereich
30...5000 Ohm
Fehlererkennung
Fehlerbits in der Datentabelle und LED (pro Kanal) blinkt rot (1 Hz)
Ui < 5,8 V DC, Ii < 400 mA, Li = vernachlässigbar, Ci < 1,35 µF
Versorgungstyp
+V, -V Intrinsisch sicher
Versorgungsparameter
Ui < 9,5 V DC, Ii < 1 A, Li = vernachlässigbar, Ci = vernachlässigbar
Leistungsaufnahme des Moduls auf der Feldseite
7,5 W
Leistungsaufnahme
5 W
Wärmeabgabe
17,07 BTU/h
Modulstandort
1797-TB3 oder 1797-TB3S Klemmenbasis-Einheit
Leiterquerschnitt, max.
4 mm² (12 AWG) Litze mit 1,2 mm (3/64 in.) Isolierung
Schlüsselschalterposition
Position 7
Betriebstemperatur
-20...+70 °C (-4...+158 °F)
Lagertemperatur
-40...+85 °C (-40...+185 °F)
Relative Luftfeuchtigkeit
5...95 % nicht kondensierend
Betriebs-/Nichtbetriebsstoß
Getestet bis 15 g Spitzenbeschleunigung, 11(+1) ms Impulsbreite
Vibration
Getestet 2 g @ 10...500 Hz gemäß IEC68-2-6
Abmessungen (H x B x T)
46 x 94 x 75 mm (1,8 x 3,7 x 2,95 in.)
Gewicht
Ca. 200 g (7,05 oz.)
Anschlüsse/Schnittstellen
Klemmenstift
Funktion
Reihe A - Klemme 0
Ausgang 0 Kanal (+) Anschluss
Reihe A - Klemme 1
Ausgang 0 Kanal (-) Anschluss
Reihe A - Klemme 4
Ausgang 1 Kanal (+) Anschluss
Reihe A - Klemme 5
Ausgang 1 Kanal (-) Anschluss
Reihe A - Klemme 8
Ausgang 2 Kanal (+) Anschluss
Reihe A - Klemme 9
Ausgang 2 Kanal (-) Anschluss
Reihe A - Klemme 12
Ausgang 3 Kanal (+) Anschluss
Reihe A - Klemme 13
Ausgang 3 Kanal (-) Anschluss
Reihe C - Klemme 34
+V DC Intrinsisch sichere Stromversorgung Eingang
Reihe C - Klemme 35
-V DC Intrinsisch sichere Stromversorgung Gemeinsamer Eingang
Reihe C - Klemme 50
+V DC Stromversorgung Daisy-Chain Erweiterungsklemme
Reihe C - Klemme 51
-V DC Stromversorgung Gemeinsame Daisy-Chain Erweiterungsklemme
Hinweis: Die Klemmen 2, 3, 6, 7, 10, 11, 14, 15, 17 bis 32, 36, 37, 38, 39, 46, 47, 48 und 49 sind unbenutzt und dürfen nicht angeschlossen werden. Verwenden Sie unbenutzte Klemmen nicht als Stützklemmen, um Systemschäden zu vermeiden.
Installationsrichtlinien
Gehäusespezifikationen: Das Modul muss in einem entsprechend bewerteten Metallgehäuse installiert werden, wenn es in Zone 1 verwendet wird, um es vor Umwelteinflüssen zu schützen, da das Modul selbst eine Schutzart IP20 besitzt.
Auswahl des Gehäuses für Zone 22: Für die Installation in staubgefährdeten Bereichen der Zone 22 müssen spezifische zertifizierte Gehäusemodelle verwendet werden: IVK-ISRPI-V16LC, IVK-ISRPI-V8HYW oder IVK-ISRPI-V8LC.
Schlüsselschalter-Ausrichtung: Drehen Sie vor der Montage des Moduls den Schlüsselschalter an der Anschlussbasis im Uhrzeigersinn auf Position 7. Ändern Sie diese Schlüsselschaltereinstellung nicht, nachdem die Verdrahtung abgeschlossen ist.
FlexBus-Einrichtung: Stellen Sie sicher, dass der FlexBus-Stecker vollständig nach links zur benachbarten Basiseinheit oder zum Adapter geschoben ist, bevor Sie versuchen, das Modul einzusetzen; die Ausführung wird blockiert, wenn er nicht vollständig ausgefahren ist.
Pin-Ausrichtung und Einsetzen: Überprüfen Sie, ob alle unteren Anschlussstifte gerade sind, richten Sie die Ausrichtungsleiste des Moduls mit der Ausrichtungsnut der Basis aus und drücken Sie das Modul fest nach unten, bis der Verriegelungsmechanismus sicher einrastet.
Explosionsgeschützte Trennung: Verbinden Sie nur explosionsgeschützte Anschlussbasen mit anderen explosionsgeschützten Systemmodulen/-adaptern, um die Integrität der Rückwand zu gewährleisten.
Abschirmung und Erdung: Alle Ein-/Ausgangsleitungen müssen hochwertige abgeschirmte Kabel verwenden. Alle Kabelabschirmungen müssen strikt außerhalb des Moduls an speziellen Sammelschienen oder Abschirmdurchführungen angeschlossen werden.
Vermeidung elektrostatischer Aufladung: Das gesamte System muss gegen elektrostatische Aufladungen geschützt sein. Bringen Sie in unmittelbarer Nähe ein gut sichtbares Warnschild mit der Aufschrift an: „WARNUNG Vermeiden Sie elektrostatische Aufladung“.
Stromversorgungsbeschränkungen: Das System darf ausschließlich von einer explosionsgeschützten Stromversorgung gespeist werden. Es dürfen niemals nicht-explosionsgeschützte Signale an das Modul angelegt werden, da dies den Explosionsschutzstatus dauerhaft ungültig macht.
Regeln für den Live-Einbau: Obwohl das Modul das Entfernen und Einsetzen unter Spannung unterstützt, kann ein elektrischer Lichtbogen entstehen, wenn die zugrundeliegende Anschlussbasis gelöst oder verdrahtet wird, während die Feldversorgung aktiv ist, was in explosionsgefährdeten Bereichen ein Explosionsrisiko darstellt. Stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung vollständig abgeschaltet ist oder dass die Umgebung als ungefährlich bestätigt wurde, bevor Sie das Modul handhaben.
Konformität und Zertifizierungen
CENELEC: II (1) 2G Ex ib[ia] IIC T4, II (1) D [Ex iaD]
UL, C-UL: Zertifiziert für Klasse I, Gruppen A, B, C, D; Klasse II, Gruppen E, F, G; Klasse III Gefahrenbereiche; Klasse I, Zone 1, AEx ib[ia] IIC T4
FM: Explosionsgeschützt Klasse I, Div 1, Gruppen A, B, C, D, T4; Zugehörige Geräte mit explosionsgeschützten Anschlüssen Klasse I, II, III, Div 1, Gruppen A-G; Klasse I, Zone 1, AEx ib[ia] IIC T4
ATEX: Referenz-Zertifikatsnummer DMT 02 ATEX E 040 X gemäß EN 60079-0, EN 60079-11 und EN 61241-Serie
CE-Kennzeichnungsrichtlinien: Zugelassen für die Installation innerhalb der EU- und EWR-Gebiete gemäß der EMV-Richtlinie 2014/30/EU unter Anwendung von EN 61000-6-4:2007, EN 61000-6-2:2005 und EN 61326-1:2013
FAQ
Welche Terminalbasen sind mit dem 1797-OB4D Modul kompatibel?
Das Modul darf ausschließlich mit den explosionsgeschützten Terminalbasiseinheiten 1797-TB3 oder 1797-TB3S verwendet werden.
Was zeigt eine dauerhaft rote Status-LED an der Frontplatte an?
Eine dauerhaft rote Anzeige bedeutet, dass das Modul den Startprüfungsablauf nicht bestanden hat.
Kann dieses Modul repariert werden, wenn ein einzelner Kanal ausfällt?
Nein, dieses Modul ist nicht vor Ort reparierbar. Das Öffnen des Gehäuses führt zum Erlöschen der Herstellergarantie und der explosionsschutztechnischen Zertifikate.
Was ist der Standardbetriebszustand der Ausgänge beim ersten Einschalten?
Beim Systemstart ist das Ausgangsfreigabebit standardmäßig auf 0 gesetzt, wodurch alle Ausgänge erzwungen ausgeschaltet bleiben, bis es über das Anwendungsprogramm auf 1 gesetzt wird.
Welcher Bereich der Feldlastwiderstände wird für den Normalbetrieb unterstützt?
Der normale Lastbereich pro Kanal ist definiert als 30 bis 5000 Ohm.
Wie signalisiert das Modul einen Draht-unterbrochen- oder Kanalüberlastungsfehler?
Fehler werden über die internen Datenbank-Fehlerbits und durch das entsprechende Kanal-LED, das mit 1 Hz rot blinkt, signalisiert.
Ist es sicher, dieses Modul mit Standard-nicht-intrinsisch sicheren Signalen zu verwenden?
Nein, es dürfen niemals nicht-intrinsisch sichere Signale angelegt werden. Das Modul kann in einer explosionsgeschützten Umgebung nicht wiederverwendet werden, wenn es einmal nicht-intrinsisch sicheren Signalen ausgesetzt war.
Was passiert, wenn ich Feldgeräte an die ungenutzten Anschlüsse der Basis anschließe?
Die Verwendung ungenutzter Anschlüsse als Stützanschlüsse kann schwere physische Schäden am Modul, unbeabsichtigte Systemoperationen oder beides verursachen.
Wie hoch ist die maximale Signallaufzeitverzögerung bei Kanalzustandsänderungen?
Die maximale Ausgangsverzögerungszeit für sowohl AUS-zu-EIN als auch EIN-zu-AUS Übergänge beträgt weniger als 1,2 ms.
Sind die Ausgangskanäle voneinander isoliert?
Nein, die Kanäle in diesem Modul sind nicht isoliert und elektrisch miteinander verbunden.
Kann dieses Modul in eine unter Spannung stehende Terminalbasis eingesetzt werden, während die Rückwand mit Strom versorgt wird?
Ja, es ist für Hot-Swapping ausgelegt, aber die Feldseite muss stromlos gemacht oder der Bereich als ungefährlich verifiziert werden, um eine Explosion durch einen elektrischen Lichtbogen zu vermeiden.
Was ist der Zweck des Konfigurationsparameters Latch Alarms?
Er bestimmt, ob ein Draht-unterbrochen- oder Überlast-Fehlerbit gesperrt bleibt, bis es manuell durch eine Reset-Alarme-Übergang gelöscht wird, um Kurzzeitfehler zu erfassen.
Welcher Schwellenwert garantiert, dass ein Draht-unterbrochen-Fehler gemeldet wird?
Ein Draht-unterbrochen-Zustand wird garantiert erkannt und gemeldet bei Feldlasten über 75 kOhm, unabhängig vom Ausgangszustand.
Wie werden die Fehleralarmfilter in der Software konfiguriert?
Die Alarmfilter-Bits ermöglichen die Einstellung der Zeitkonstante über eine Reihe von binären Optionen: 0,25 ms, 0,5 ms, 1 ms, 2 ms, 4 ms, 8 ms, 16 ms oder 32 ms.
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