Beschreibung
Durch die nahtlose Integration von Bedienerschnittstellen und die Signalübertragung über große Entfernungen fungiert der Beckhoff C9900-F948 als leistungsstarke Konnektivitätslösung für industrielle Multi-Touch-Bedienpanels. Dieses Schnittstellenmodul nutzt die physikalische Schichtumsetzung DVI/USB Extended (DVI-E/USB-E 2.0), um digitale Video- und Peripheriesignale über Entfernungen von bis zu 50 Metern vom Industrie-PC ohne Signalverlust zu übertragen. Durch die Verwendung hochwertiger Kupferkabelinfrastrukturen ermöglicht es die abgesetzte Montage hochauflösender Displays direkt an der Maschine, während der PC sicher in einem zentralen Schaltschrank untergebracht ist, und gewährleistet so einen zuverlässigen Industriebetrieb in elektromagnetisch störbehafteten Umgebungen.
Hauptmerkmale
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Erweiterte Signalreichweite: Unterstützt Verbindungen über Entfernungen von bis zu 50 Metern zwischen Bedienpanel und Industrie-PC.
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Standard-Videokompatibilität: Der integrierte DVI-E-Eingang ist mit Standard-PC-DVI-Ausgangsschnittstellen kompatibel.
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USB-Datenübertragung mit hoher Geschwindigkeit: Die USB-E-2.0-Protokollschicht überträgt Daten mit bis zu 480 Mbit/s.
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Umfassende lokale I/O: Direkte Schnittstellen zu Multi-Finger-Touchscreens und integrierten lokalen USB-Anschlüssen.
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Industrieller Schutz: Frontseitige Schutzart IP65 und rückseitige Schutzart IP20 bei ordnungsgemäßer Montage im Schaltschrank.
Industrielle Anwendungen
- Automobilmontagelinien und Roboterarbeitszellen, die abgesetzte HMIs erfordern.
- Lebensmittel-, Getränke- und Verpackungsmaschinen, die eine frontseitige Montage mit Eignung für die Nassreinigung erfordern.
- Zentrale Leitstände in Produktionshallen mit isolierten Verarbeitungseinheiten.
- Öl-, Gas- und chemische Verarbeitungsanlagen mit physischer Trennung der Umgebungsbereiche.
Technische Daten
| Parameter |
Wert |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modellnummer |
C9900-F948 |
| Gerätetyp |
Integriertes Multi-Touch-Bedienpanel mit erweiterter DVI/USB-Schnittstelle |
| Maximale Kabellänge |
50 Meter (DVI-E und USB-E 2.0) |
| Eingangsschnittstellen |
1 x DVI-E, 1 x RJ45 (USB-E 2.0), 1 x USB 3.0 (PC-Verbindung bis zu 5 m) |
| Lokale Ausgangsschnittstellen |
2 x USB 3.0 (bei Entfernungen über 3 m auf USB-2.0-Geschwindigkeit begrenzt) |
| Betriebsversorgungsspannung |
24 V DC |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Schutzart |
IP65 vorne, IP20 hinten |
| Versandgewicht (berechnet) |
3,0 kg |
| Paketabmessungen (berechnet) |
280 x 210 x 95 mm |
Verbindungen und Schnittstellen
| Steckverbinder / Anschluss |
Funktionszuordnung |
| DVI-Eingangsanschluss |
Digitale Videoeingangsverbindung vom Sender-Modul des Industrie-PCs |
| RJ45 (USB-E 2.0)-Anschluss |
Empfängt Hochgeschwindigkeits-USB-Erweiterungssignale vom IPC über ein Cat.6A-/Cat.7-Kabel |
| Lokaler USB 3.0 Typ-A |
Direkter lokaler Anschluss von Peripheriegeräten (z. B. Tastatur, Flash-Laufwerke, Maus) |
| Stromeingangsklemme |
Abnehmbare 24-V-DC-Klemmenleiste für die Versorgung der Systemlogik |
Erkenntnisse aus der Praxis
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die DVI-E-/USB-E-Schnittstelle des C9900-F948 stellt eine physikalische Schicht zur Übertragung analoger Signale über Kupfer dar. Stellen Sie sicher, dass der Host-Industrie-PC mit einer kompatiblen Transmitterkarte wie der CU8801 oder C9900-U209 ausgestattet ist, um die Signale korrekt anzusteuern. Beachten Sie, dass diese Architektur auf physikalischen Signalen basiert und nicht mit modernen CP-Link-4-Einkabelschnittstellen kompatibel ist, die Signale über PCIe-Protokollebenen digitalisieren und multiplexen.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Bei der Installation des C9900-F948 an oder nahe seiner maximalen Reichweite von 50 Metern sollten Standard-Patchkabel vermieden werden. Verwenden Sie stattdessen hochwertige, doppelt geschirmte STP-Kabel (Shielded Twisted Pair) der Kategorie Cat.6A oder Cat.7. Hohe elektromotorische Kräfte, die von benachbarten Frequenzumrichtern (VFDs) erzeugt werden, können das Timing des USB-Handshakes stören und dadurch Aussetzer der Touch-Schnittstelle oder einen vorübergehenden Verlust der Display-Synchronisierung verursachen.
Tipps für Inbetriebnahme und Verdrahtung
Für einen stabilen Betrieb muss der Funktionserdungsbolzen des Displaypanel-Gehäuses über ein niederohmiges Kupferband mit der Haupterdungsplatte des Bedienpanels verbunden werden. Stellen Sie sicher, dass die Metallabschirmung des RJ45-Steckers an beiden Enden der Cat.6A-/Cat.7-Verbindung ordnungsgemäß mit dem Erdungsgehäuse vercrimpt ist, um eine durchgängige Abschirmung gegen hochfrequente elektrische Störungen herzustellen.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS: Stellen Sie sicher, dass alle 24-V-DC-Stromversorgungen des Bedienpanels und des Host-Industrie-PCs vollständig spannungsfrei sind, bevor Sie Hochfrequenz-Datenkabel anschließen oder trennen. Das An- oder Abstecken der DVI-E- oder RJ45-Leitungen unter Last kann elektrostatische Entladungen verursachen und die Transceiver-Chipsätze beschädigen.
1
Montieren Sie das Bedienpanel in den dafür vorgesehenen Schaltschrankausschnitt und befestigen Sie das Gehäuse mit den integrierten ausziehbaren Klemmhebeln, um den für die frontseitige IP65-Abdichtung erforderlichen Anpressdruck zu erzielen.
2
Verbinden Sie den Funktionserdungsleiter sicher mit dem Erdungsbolzen am rückseitigen Gehäuse.
3
Führen Sie das STP-RJ45-Kabel und das DVI-E-Videokabel durch separate, gegen Störeinflüsse abgeschirmte Kabeltrassen und halten Sie sie von Stromleitern getrennt.
4
Schließen Sie die Stromklemmenleiste an, überprüfen Sie Spannung und Polarität von 24 V DC und schalten Sie zuerst den Host-PC und anschließend die Anzeigekonsole ein.