Beschreibung
Entwickelt, um zuverlässige Kurzzeit-Backup-Stromversorgung für Embedded-PCs bereitzustellen, nutzt der Beckhoff CX1100-0900 kapazitive Speichertechnologie, um kritische Systemdaten bei plötzlichen Stromunterbrechungen zu schützen. Durch die direkte Schnittstelle zum Host-Controller über den internen PC/104-Systembus ermöglicht dieses Modul wartungsfreien Schutz ohne die Degradationsrisiken herkömmlicher batteriebasierter Systeme. Das Gerät dient als zuverlässiger Puffer, der es der SPS-Anwendung erlaubt, aktive Prozesszustände zu schreiben und Variablen direkt in den persistenten Speicher zu sichern, bevor ein vollständiger Systemabschaltvorgang erfolgt.
Funktionen
-
Kapazitive Energiespeicherung: Vermeidet Batteriewartung, Verschleiß und thermische Degradationsrisiken und bietet eine verlängerte Lebensdauer.
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Einstellbare Haltezeit: Konfigurationsoptionen ermöglichen eine lastabhängige Anpassung der Backup-Intervalle an spezifische Anwendungsanforderungen.
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Integrierte PC/104-Schnittstelle: Nutzt eine 16-Bit-ISA-Hardware-Schnittstelle für eine schnelle, direkte Kommunikation mit CPU-Modulen der CX-Serie.
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Umfassende Statusüberwachung: Diagnose-LEDs an der Frontplatte bieten sofortiges visuelles Feedback zum Status von Eingang, Ausgang und Ladung.
Anwendungen
- Schutz persistenter Variablen und Laufzeitdaten in Beckhoff CX1000, CX1020 und CX1030 Embedded-PC-Systemen.
- Ausführung kontrollierter Abschaltsequenzen für komplexe Materialhandhabungs- und Montageanlagen.
- Sicherung von Rezeptparametern und aktiven Chargenprotokollen in Prozessanlagen bei lokalen Stromausfällen.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Beckhoff Automatisierung |
| Modell |
CX1100-0900 |
| Serie |
CX-Serie (CX1000, CX1010, CX1020, CX1030) |
| Eingangsstromversorgung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Speichertechnologie |
Kapazitive (Doppelschichtkondensatoren) |
| Kapazität |
20 As (Ampere-Sekunden) |
| Haltezeit |
Einstellbar, lastabhängig |
| Maximaler Ausgangsstrom |
550 mA (24 V DC) |
| Ladestrom |
Max. 4 A |
| Schnittstelle zur CPU |
16-Bit ISA (PC/104-Standard) |
| Diagnose |
LEDs für 24 V DC Eingang, 24 V DC Ausgang und Ladestatus |
| Maximaler Leistungsverlust |
2 W |
| Schutzart |
IP20 |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Lagertemperatur |
-25 bis 85 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit |
95 %, nicht kondensierend |
| Vibrations-/Stoßfestigkeit |
Entspricht EN 60068-2-6 / EN 60068-2-27 |
| EMV-Immunität/Emission |
Entspricht EN 61000-6-2 / EN 61000-6-4 |
| Abmessungen (B x H x T) |
57 mm x 100 mm x 91 mm |
| Nettogewicht |
346 g |
| Versandgewicht (berechnet) |
2,0 kg |
Empirische Ingenieur-Einblicke
Alternative Modelle & Kompatibilität
Das CX1100-0900 gehört strikt zur ersten Generation der CX-Steuerungsfamilie (CX1000, CX1010, CX1020, CX1030). Es wird direkt über den standardmäßigen 16-Bit-PC/104-Systembus auf der linken Seite der CPU angeschlossen. Dieses Modul ist physisch nicht kompatibel mit neueren Beckhoff Embedded-PC-Serien wie dem CX2000 oder CX5100, die auf PCIe-basierte Bus-Erweiterungen setzen. Bei Systemmigrationen überprüfen Sie, ob der bestehende PLC-Code die Legacy-TwinCAT-Systembibliotheken und nicht die modernen Unified-UPS-Funktionen verwendet.
Anwendungsfallen & technische Hinweise
Kapazitive Module sind für hochdichte, ultrakurze Backup-Anwendungen ausgelegt. Eine Gesamtkapazität von 20 As bedeutet, dass das Modul bei maximalem Nennstrom von 550 mA die Stromversorgung etwa 36 Sekunden aufrechterhalten kann. Diese Dauer ist ausschließlich für das Ausführen von Schreibvorgängen auf Festplatte oder NOVRAM vorgesehen. Es darf nicht als kontinuierliche Betriebsstromversorgung verwendet werden. Die Temperaturkontrolle ist entscheidend: Ein Dauerbetrieb nahe der 55 °C-Grenze beschleunigt die natürliche Alterung der internen Doppelschichtkondensatoren und verringert die tatsächliche Überbrückungsleistung im Laufe der Zeit.
Inbetriebnahme- & Verdrahtungstipps
Bei der Erstinstallation benötigen die internen Kondensatoren eine kurze Ladephase. Wenn die Lade-LED blinkt oder aus ist, unterstützt das Modul keine vollständige Systemüberbrückung bei einem Spannungseinbruch. Stellen Sie sicher, dass Ihr TwinCAT-PLC-Projekt die FB_S_UPS Funktionsblock. Dieser Block muss mit den spezifischen Parametern des CX1100-0900 konfiguriert werden, um sicherzustellen, dass die Aufgabe zur dauerhaften Datensicherung sofort Priorität erhält, wenn der Stromversorgungsstatus von Normal- auf Batterie-/Backup-Modus wechselt.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG:
Stellen Sie sicher, dass alle vorgelagerten Stromversorgungen vollständig spannungsfrei geschaltet und verriegelt sind, bevor Sie versuchen, das CX1100-0900-Modul physisch zu koppeln oder zu entkoppeln. Elektro- und kapazitive Ladungen können im internen Systembus weiterhin aktiv sein. Die Nichtbeachtung kann zu Schäden an den PC/104-Steckerpins und zu Instabilitäten des Prozessors führen.
1
Montieren Sie das Modul auf einer Standard-35-mm-DIN-Schiene (EN 60715) unmittelbar links neben dem CPU-Modul und achten Sie auf die korrekte räumliche Ausrichtung der Busstecker.
2
Schieben Sie das Modul seitlich entlang der DIN-Schiene, bis der 16-Bit-ISA-PC/104-Systembus-Stecker fest und bündig in den passenden Steckplatz des benachbarten CX-CPU-Moduls eingesteckt ist.
3
Betätigen Sie den integrierten mechanischen Verriegelungsmechanismus, um ein axiales Verschieben oder Trennen der Buskontakte während des Betriebs bei hoher Vibration zu verhindern.
4
Schließen Sie die 24 V DC-Systemversorgung an und beobachten Sie die Diagnose-LEDs. Bestätigen Sie, dass die 'Charge'-LED leuchtet, was auf eine normale Initialisierung und das Laden der kapazitiven Zelle hinweist.