Produktübersicht
Das EL3202 (EL3202) EtherCAT Terminal ist ein hochpräzises, 2-Kanal Analog-Eingangsmodul, das für den direkten Anschluss von Widerstandstemperaturfühlern (RTD) entwickelt wurde. Es arbeitet mit dem Hochgeschwindigkeits-EtherCAT-Protokoll und unterstützt eine Vielzahl von Sensortypen, darunter Pt100, Pt200, Pt500, Pt1000, Ni100, Ni120 und Ni1000 sowie Rohwiderstands- und KTY-Sensormessungen. Die 16-Bit-Digitalisierung liefert eine herausragende Auflösung von 0,1 Grad Celsius pro Digit.
Einsetzbar in anspruchsvollen thermischen Überwachungsumgebungen – wie petrochemische Raffinerien, Kunststoffextrusion und pharmazeutische Verarbeitung – bietet das Modul präzise Temperaturüberwachung, die für den Schutz von Anlagen, die Sicherstellung der Chargenkonsistenz und die Reduzierung ungeplanter Ausfallzeiten in komplexen automatisierten Prozessen entscheidend ist.
Hardware-Architektur und Funktionskonfiguration
Das EL3202 führt die Sensor-Kommunikation mit einem niedrigen Messstrom von unter 0,5 mA aus, um Selbstheizfehler in den RTD-Elementen zu vermeiden und absolute Genauigkeit zu gewährleisten. Die Hardware unterstützt ab Werk 2-Draht- oder 3-Draht-Verkabelung, wobei standardmäßig eine 3-Draht-Konfiguration verwendet wird, um systematisch Leitungswiderstandsänderungen bei langen Feldleitungen zu kompensieren.
Das Prozessabbild überträgt Daten über ein 2 x 32-Bit RTD-Eingangsprofil. Erweiterte interne Verarbeitungsfunktionen umfassen einen integrierten digitalen Filter zur Unterdrückung hochfrequenter Leitungsstörungen sowie eine konfigurierbare Grenzwertüberwachung, die schnelle Alarmzustände direkt auf der I/O-Ebene auslöst. Systemlogik und Rechenleistung werden vollständig vom nativen E-Bus-Rückplane bezogen, was einen optimierten Stromverbrauch erfordert.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikationen |
| Modell |
EL3202 |
| Marke |
BECKHOFF |
| Herkunft |
Deutschland |
| I/O-Technologie |
EtherCAT Terminal (E-Bus gespeist) |
| Anzahl der Kanäle |
2 |
| Auflösung |
16 Bit (0,1 Grad Celsius pro Digit) |
| Unterstützte Sensoren |
Pt100, Pt200, Pt500, Pt1000, Ni100, Ni120, Ni1000, KTY, Widerstand (10 Ohm bis 1,2/4 kOhm) |
| Anschlussart |
2-Draht oder 3-Draht (Standard 3-Draht) |
| Umwandlungszeit |
Ca. 85 ms (Standard), einstellbar von 2 bis 800 ms |
| Temperaturmessgrenzen |
Pt: -200 bis +850 °C / Ni: -60 bis +250 °C |
| Eingangsfilter-Grenzfrequenz |
Typ. 1 kHz |
| Messfehler |
Weniger als +/-0,5 °C bei Pt-Sensoren |
| Isolationsfestigkeit |
500 V (E-Bus zu Signalspannung) |
| Stromaufnahme (E-Bus) |
Typ. 190 mA |
| Prozessdatenbreite |
2 x 32-Bit RTD-Eingang |
| Abmessungen (B x H x T) |
Standard Beckhoff EL-Gehäuse (ca. 12 mm Breite) |
| Gewicht |
Ca. 60 g |
| Betriebstemperatur |
-25 bis +60 °C |
| Lagertemperatur |
-40 bis +85 °C |
| Schutzart |
IP20 |
| Zulassungen |
CE, UL, Ex |
Technische Fragen und Antworten
Wie kann die Umwandlungszeit verkürzt werden, um schnelle thermische Transienten zu berücksichtigen?
Die Umwandlungszeit ist über das TwinCAT CoE (CanOpen über EtherCAT)-Einstellungsfenster von 2 ms bis 800 ms konfigurierbar. Eine Verkürzung der Umwandlungszeit ermöglicht schnellere Systemreaktionen, verringert jedoch die aktive Rauschunterdrückung des internen digitalen Filters und erhöht leicht das Signalrauschen.
Welchen Vorteil bietet die 3-Draht-Verbindung gegenüber dem 2-Draht-Layout?
Die Standard-3-Draht-Konfiguration verwendet eine Kompensationsschleife, die den elektrischen Widerstand der Kupferleitungen im Feld misst und ausgleicht. Das 2-Draht-Layout berücksichtigt die Kabellänge nicht, was bei langen Kabelstrecken zu statischen Messabweichungen führt und die Kalibrierungsgenauigkeit verschlechtert.
Verfügt der EL3202 über Distributed Clocks (DC)-Funktionalitäten?
Nein, der EL3202 verwendet keine Distributed Clocks-Funktionalität. Die Echtzeitabtastung und Datenübertragung basieren stattdessen auf der kontinuierlichen Rahmenübertragungssequenz, die direkt mit dem Zyklus des EtherCAT-Mastercontrollers synchronisiert ist.
Feldverdrahtungsprotokoll und Wärmemanagement
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Anleitung zum Anschluss der Leitungen: Öffnen Sie die internen Käfigklemmen mit einem Standard-Technikschraubendreher. Entfernen Sie die Isolierung der Signalleitungen genau auf 9 oder 10 mm. Vermeiden Sie unisolierte oder locker verseilte Drähte. In vibrationsanfälligen Umgebungen crimpen Sie hochwertige Aderendhülsen direkt auf die Leiterenden, bevor Sie sie in die Klemmen einführen, um lose Verbindungen zu verhindern.
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Thermisches Profil des Gehäuses: Beim Einbau des Systems sollte die Umgebungstemperatur zwischen -25 und +60 °C liegen. Sorgen Sie für eine vertikale Ausrichtung auf einer Standard-35-mm-DIN-Schiene, um eine passive Konvektionskühlung durch die Gehäuseschlitze zu fördern. Lassen Sie oben und unten am Anschlussblock ausreichend Freiraum, um lokale Wärmestauungen zu vermeiden.
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Stör- und Erdungsmaßnahmen: Führen Sie Hochspannungs-Motorleitungen und Wechselstromkabel stets getrennt von den Niederspannungs-RTD-Instrumentierungskabeln. Verwenden Sie geschirmte verdrillte Adernpaare (STP) für die RTD-Sensoren und schließen Sie die Kabelschirme an eine dedizierte Erdungsschiene direkt am Schaltschrankeingang an.