Beschreibung
Der Beckhoff KL2535 ermöglicht eine präzise Leistungsverteilung an induktive Lasten und ist ein hocheffizientes 2-Kanal-Pulsweitenmodulationsausgangsmodul (PWM), das in die robuste K-Bus-Architektur integriert ist. Dieses Ausgangsmodul in Industriequalität wurde speziell für Steuerungsanwendungen entwickelt, die eine stromgeregelte Ausgangsleistung erfordern, beispielsweise für Proportionalventile, Magnetspulen und Magnetspulen. Mithilfe der Hochfrequenz-Schalttechnik ermöglicht es nahtlose Anpassungen des Tastgrads von 0 % bis 100 %. Beide Kanäle verfügen standardmäßig über einen Kurzschluss- und thermischen Überlastschutz. Das für die Montage auf DIN-Schienen ausgelegte Modul besitzt eine kompakte Bauform und liefert galvanisch getrennte, hochauflösende Steuersignale direkt aus dem standardmäßigen SPS-Prozessabbild.
Wichtige Merkmale
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Doppelte PWM-Ausgänge: Steuert zwei unabhängige Kanäle mit 24 V DC und einer Ausgangsstromkapazität von bis zu 1 A pro Kanal.
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Hochfrequenzmodulierte Steuerung: Arbeitet mit einer standardmäßigen PWM-Taktfrequenz von 36 kHz und gewährleistet eine stromstabile, welligkeitsreduzierte Ansteuerung induktiver Lasten.
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Umfassender Eigenschutz: Der integrierte Kurzschlussschutz und die koordinierte Abschaltung bei thermischer Überlast verlängern die Lebensdauer des Systems.
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Robuste galvanische Trennung: Bietet eine elektrische Trennung von bis zu 500 V zwischen dem internen K-Bus und dem Feldpotenzial.
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Kompakte Bauform: Die standardmäßige Busklemmenbreite von 12 mm optimiert den Platz im Schaltschrank.
Anwendungen
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Proportionalventilsteuerung: Moduliert Vorsteuerventile, hydraulische Wegeventile und pneumatische Steuerungseinheiten.
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Elektromagnetische Magnetspulen: Verwaltet Strombegrenzungen und Haltezustände für Hochleistungs-Industrierelais und Linearantriebe.
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Thermische Schleifenelemente: Steuert ohmsche Heizelemente und Kühlventilatoren mithilfe hochfrequenter Tastverhältnisse.
Technische Daten
| Parameter |
Spezifikationswert |
| Hersteller |
Beckhoff Automation |
| Modell-/Artikelnummer |
KL2535 |
| Anzahl der Ausgänge |
2 |
| Nennspannung |
24 V DC (-15 % / +20 %) |
| Lastkompatibilität |
Induktiv (> 1 mH), Magnetventile, Spulen |
| Max. Ausgangsstrom |
2 x 1 A (kurzschlussfest und thermisch überlastfest) |
| PWM-Frequenz |
36 kHz |
| Tastgrad |
0 % bis 100 % (stromgeregelt) |
| Auflösung |
Max. 12 Bit |
| Elektrische Trennung |
500 V (K-Bus / Feldpotenzial) |
| Stromaufnahme (K-Bus) |
Typischerweise 60 mA |
| Stromaufnahme (Powerkontakte) |
Nur Laststrom |
| Breite des Prozessabbilds |
48 Ein-/Ausgänge (2 x 16-Bit-Daten, 2 x 8-Bit-Steuerung/Status) |
| Konfiguration |
Adressfrei; Konfiguration über Buskoppler oder Steuerung |
| Betriebstemperaturbereich |
0 bis +55 °C |
| Lagertemperaturbereich |
-25 bis +85 °C |
| Grenzwert für die relative Luftfeuchtigkeit |
95 %, nicht kondensierend |
| Schutzart |
IP20 |
| Nettogewicht |
55 g |
| Versandgewicht (berechnet) |
0,25 kg |
| Abmessungen der Verpackung (berechnet) |
12,5 cm x 8,0 cm x 2,4 cm |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemmenanschlusspunkt |
Schaltungsbelegung / Funktion |
| Punkt 1 |
Ausgang 1+ (PWM-Stromausgang 1) |
| Punkt 5 |
Ausgang 1− (PWM-Stromrückführung 1) |
| Punkt 2 |
Ausgang 2+ (PWM-Stromausgang 2) |
| Punkt 6 |
Ausgang 2− (PWM-Stromrückführung 2) |
| Punkt 3 |
Kontakt der +24-V-Gleichstrom-Feldstromversorgung |
| Punkt 7 |
Kontakt der 0-V-Gleichstrom-Feldstromversorgung |
| Punkt 4 und 8 |
Schirm-/Schutzleiteranschluss (PE) |
Erfahrungsbasierte technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Der KL2535 arbeitet in standardmäßigen Beckhoff-K-Bus-Systemen. Für Architekturen mit EtherCAT-Protokollen dient die EtherCAT-Klemme EL2535 als naheliegender funktionaler Migrationspfad. Sie entspricht hinsichtlich Bauform und allgemeinen elektrischen Ausgängen dem KL2535, verwendet jedoch die EtherCAT-E-Bus-Schnittstelle. Wenn ältere Standardklemmen modernisiert werden, prüfen Sie, ob der aktive Buskoppler (z. B. BK3120, BK9000 oder BC9000) über kompatible Firmware verfügt, um die vom KL2535 zugewiesenen 48-Bit-Steuerungs- und Statusregister auszuwerten.
Typische Anwendungsfehler und technische Hinweise
Die thermische Integration ist ein kritischer Faktor, wenn beide Kanäle dauerhaft mit ihrem maximalen Strom von jeweils 1 A betrieben werden. Bei hohen Umgebungstemperaturen nahe der Grenze von 55 °C werden eine ordnungsgemäße vertikale Montage und ein seitlicher Standardabstand von 10 mm zu wärmeerzeugenden Komponenten dringend empfohlen. Beachten Sie, dass der mit 36 kHz arbeitende PWM-Takt bei einer Lastinduktivität unter 1 mH hochfrequente Stromwelligkeiten erzeugen kann, die eine geringfügige induktive Erwärmung in den Solenoiden verursachen; überprüfen Sie die Lastparameter vor dem Dauerbetrieb.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Um hochfrequente elektromagnetische Emissionen durch das Trägersignal mit 36 kHz zu minimieren, verwenden Sie für alle Lastanschlüsse stets verdrillte, geschirmte Leitungen. Verbinden Sie den Kabelschirm direkt mit den dafür vorgesehenen PE-Klemmpunkten (4 und 8) am Gehäuse des KL2535 oder mit der Systemerdungsschiene. Verlegen Sie Ausgangsleitungen nicht parallel zu analogen Sensorkabeln, um Übersprechstörungen zu vermeiden.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER SICHERHEITSHINWEIS:
Trennen Sie alle elektrischen Steuer- und Feldstromversorgungssysteme und sichern Sie sie gegen Wiedereinschalten, bevor Sie das Modul installieren, entfernen oder verdrahten. Der Umgang mit Klemmen bei anliegendem Feldpotenzial kann zu einer Beeinträchtigung des Controller-Busses, zur Beschädigung von Ausgangskanälen oder zu einer unerwarteten, gefährlichen Betätigung angeschlossener mechanischer Aktoren führen.
1
Richten Sie die Führungsschlitze des KL2535 am benachbarten Busklemmenmodul aus und schieben Sie das Modul auf die Standard-DIN-Schiene (EN 60715), bis die Metallverriegelung sicher einrastet.
2
Üben Sie kräftigen seitlichen Druck aus, damit die integrierten, vergoldeten Nut-und-Feder-K-Bus-Kontakte fest mit den benachbarten Geräten verbunden sind.
3
Schließen Sie die Feldverdrahtung an, indem Sie das Klemmenklemmwerkzeug in den Betätigungsschlitz drücken und abisolierte Leiter (bis zu 2,5 mm²) in den Anschlusspunkt einführen.
4
Stellen Sie sicher, dass die Leistungskontakte mit einer isolierten externen 24-V-Gleichstromquelle verbunden sind, um die Ausgangstreiberschaltung mit Spannung zu versorgen.