Produktübersicht
Das Beckhoff KL2634 ist ein 4-Kanal-Digitalausgangsmodul aus der K-Bus-Serie mit vier unabhängigen Relaisausgängen mit Schließerkontakten (normalerweise offen). Dieses Terminal ist für vielseitige Schaltaufgaben konzipiert und ideal für Anwendungen, die eine galvanische Trennung zwischen Steuerungssystem und Last erfordern, wie das Schalten von Schützen, kleinen Motoren oder Magnetventilen. Da mechanische Relaiskontakte verwendet werden, eignet es sich sowohl für Wechsel- als auch Gleichstromlasten und bietet eine robuste, industrielle Lösung für Schaltaufgaben innerhalb eines Beckhoff Bus-Terminal-Systems.
Technische Konfiguration
Das KL2634 bietet direkte, stromstarke Schaltmöglichkeiten, integriert in die modulare Bus-Terminal-Architektur.
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Relais-Schaltung: Jeder der vier Kanäle arbeitet als Schließerkontakt und ermöglicht das Schalten von Spannungen bis zu 250 V AC oder 30 V DC.
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Galvanische Trennung: Das Terminal bietet eine elektrische Trennung von 500 V zwischen dem K-Bus (Logik) und dem Feldpotenzial (Last), wodurch elektrische Störungen oder Spannungsspitzen auf der Lastseite die SPS-Logik nicht beschädigen können.
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Kompaktes Design: Wie alle K-Bus-Module nimmt es nur wenig Platz auf der Hutschiene ein und vereinfacht so die Schaltschrankgestaltung.
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Statusanzeige: LED-Anzeigen an der Vorderseite des Terminals ermöglichen eine sofortige visuelle Kontrolle des Schaltzustands jedes der vier Relais.
Technische Daten
| Merkmal |
Spezifikation |
| Modell |
KL2634 |
| Anzahl der Kanäle |
4 x Schließerkontakte |
| Nennspannung |
250 V AC / 30 V DC |
| Max. Ausgangsstrom |
4 A pro Kanal |
| Ohmscher Schaltstrom |
4 A AC/DC |
| Induktiver Schaltstrom |
2 A AC/DC |
| Elektrische Trennung |
500 V |
| Gewicht |
Ca. 70 g |
| Betriebstemperatur |
0…+55 °C |
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied beim Schalten von ohmschen und induktiven Lasten mit dem KL2634?
Ohmsche Lasten (wie Heizwiderstände oder Lampen) haben einen vorhersehbaren Stromverbrauch. Induktive Lasten (wie Motoren oder Relaisspulen) erzeugen beim Abschalten eine hohe Gegen-EMK-Spannung, die Lichtbögen verursachen und die Relaiskontakte vorzeitig verschleißen lassen kann. Für induktive Lasten ist die Schaltstromkapazität daher auf 2 A reduziert, um dieser Belastung Rechnung zu tragen.
Ist es möglich, 230 V AC-Lasten direkt zu schalten?
Ja, das KL2634 ist für bis zu 250 V AC ausgelegt und somit geeignet, Standard-Wechselstromgeräte direkt zu schalten. Achten Sie stets darauf, die örtlichen elektrischen Vorschriften bezüglich der Trennung von Niederspannungs-Signalleitungen und Hochspannungs-Stromleitungen im Bereich der Klemmen einzuhalten.
Wie unterscheiden sich mechanische und elektrische Schaltzyklen?
Mechanische Zyklen beziehen sich auf die physische Bewegung des Relaiskontakts; elektrische Zyklen beschreiben die Lebensdauer unter Last. Das Relais verschleißt schneller, wenn es ständig hohe Ströme schaltet, als wenn es nur „trocken“ (ohne Last) schaltet.
Integration in die Technik und bewährte Betriebspraktiken
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Snubber/Unterdrückung: Beim Schalten induktiver Lasten wird dringend empfohlen, eine externe RC-Snubber-Schaltung oder eine Freilaufdiode (bei Gleichstrom) parallel zur Last zu verwenden. Dies verlängert die elektrische Lebensdauer der Relaiskontakte erheblich.
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Anschluss der Klemmen: Obwohl das Modul steckbare Verdrahtung (KSxxxx-Serie) unterstützt, stellen Sie sicher, dass Aderendhülsen korrekt an den Leitungen angebracht sind, um eine gasdichte und zuverlässige Verbindung zu gewährleisten.
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Montage auf der Hutschiene: Achten Sie darauf, dass das Bus-Terminal fest in die K-Bus-Schiene eingerastet ist. Die K-Bus-Kommunikation zwischen den Modulen erfolgt über Seitenkontakte; ein loses Terminal kann zu sporadischen Kommunikationsfehlern führen.
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Strombegrenzung: Überschreiten Sie nicht den Stromgrenzwert von 4 A pro Kanal. Wenn Ihre Last diesen Wert überschreitet, verwenden Sie das KL2634, um ein größeres externes Schütz oder Leistungsschütz zu schalten, anstatt die Last direkt zu treiben.