Beschreibung
Der Bently Nevada 9200-01-02-10-00 ist ein zweiadriger Seismoprobe-Geschwindigkeitsmessaufnehmer zur Messung absoluter Gehäuseschwingungen an rotierenden Maschinen. Dieser Schwingspulen-Messaufnehmer liefert eine Spannung, die direkt proportional zur Schwingungsgeschwindigkeit des Maschinengehäuses ist. Er arbeitet ohne externe Stromversorgung und nutzt ein selbsterzeugendes Design, das die Feldverkabelung und Integration in kontinuierliche Überwachungssysteme vereinfacht. Der 9200-01-02-10-00 wird typischerweise an Maschinenschutzsysteme wie die Bently Nevada 3500-Serie angeschlossen, um eine kontinuierliche Maschinendiagnose, frühzeitige Fehlererkennung und Bewertung von Strukturschwingungen zu ermöglichen.
Merkmale
- Das selbsterzeugende Schwingspulendesign benötigt keine externe Stromversorgung.
- Die zweiadrige Anschlusskonfiguration minimiert die Komplexität der Verkabelung.
- Hohe Empfindlichkeit gegenüber niederfrequenten Gehäuseschwingungen von Maschinen.
- Robuste Konstruktion für raue industrielle Umgebungen.
- Möglichkeiten zur kontinuierlichen Online-Überwachung der Struktur- und Gehäusegeschwindigkeit.
Anwendungen
- Überwachung der Gehäuseschwingungen großer rotierender Maschinen
- Industrieventilatoren, Gebläse und Luftaufbereitungsanlagen
- Kreiselpumpen und Kompressoren
- Diagnose von Dampf- und Gasturbinengehäusen
- Strukturanalyse von Elektromotoren und Getrieben
Bestellinformationen
- 9200: Zweiadriger Seismoprobe-Geschwindigkeitsmessaufnehmer
- 01: Standard-Temperaturausführung
- 02: Option für die Montage des Messaufnehmers
- 10: Option für minimale Betriebsfrequenz
- 00: Keine Zulassungen für explosionsgefährdete Bereiche
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Spezifikation |
| Hersteller |
Bently Nevada |
| Ursprungsland |
Vereinigte Staaten |
| Produkttyp |
Seismoprobe-Geschwindigkeitsmessaufnehmer |
| Empfindlichkeit |
20 mV/mm/s (500 mV/in/s), ±5 % bei 100 Hz |
| Frequenzgang |
10 Hz bis 1000 Hz, ±3 dB |
| Betriebstemperaturbereich |
-29 bis +121 °C (-20 bis +250 °F) |
| Montageausrichtung |
Vertikal oder horizontal, abhängig von der Optionsauswahl |
| Gehäusematerial |
Edelstahl |
| Anschlussart |
Integriertes Kabel oder Variante mit Anschluss oben |
| Geschätztes Gewicht |
Ungefähr 0,30 kg |
| Abmessungen |
Ca. 41 mm Durchmesser × 102 mm Höhe |
Anschlüsse / Schnittstellen
| Stecker-Pin |
Funktion |
| Pin A / roter Draht |
Positives (+) Signal |
| Pin B / weißer Draht |
Negatives (-) Signal / Masse |
| Schirm |
Gehäusemasse / Schirmanschluss |
Installationsrichtlinien
-
Ausrichtung: Stellen Sie sicher, dass der Messaufnehmer exakt innerhalb seiner angegebenen Ausrichtungsgrenzen (vertikal oder horizontal) montiert ist, um die spezifizierte Genauigkeit beizubehalten.
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Vorbereitung der Oberfläche: Die Montagefläche muss flach, glatt und sauber sein und gemäß der empfohlenen technischen Spezifikation angezogen werden, um eine ordnungsgemäße Frequenzübertragung sicherzustellen.
-
Schirmung und Erdung: Schließen Sie den Kabelschirm ausschließlich an der Gehäuseerdung des Überwachungssystems an. Verbinden Sie den Schirm nicht am Ende des Messwertaufnehmers, um Erdschleifen zu vermeiden.
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Kabelführung: Führen Sie die Kabel des Messwertaufnehmers durch separate Schutzrohre oder Kabelpritschen, entfernt von Hochspannungsleitungen und schweren elektrischen Maschinen, um EMI-/RFI-Störungen zu reduzieren.
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Feuchtigkeitsschutz: Bringen Sie bei Betrieb in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit oder im Außenbereich eine geeignete Umgebungsabdichtung oder Wetterschutzmanschette an der Steckerbaugruppe an.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Funktionsprinzip des Messwertaufnehmers?
Es nutzt eine Schwingspulen- und Dauermagnetbaugruppe, die eine direkt proportional zur Geschwindigkeit der physikalischen Schwingung verlaufende Spannung ohne externe Stromversorgung erzeugt.
Benötigt dieses Modell einen externen Treiber oder Messumformer für einen Näherungssensor?
Nein, es handelt sich um einen selbsterzeugenden Geschwindigkeitssensor, der direkt mit der Prozessorkarte des Überwachungsgeräts verbunden wird.
Was geschieht, wenn ein vertikaler Messwertaufnehmer horizontal montiert wird?
Die interne Feder-Masse-Baugruppe wird sich verstellen, was zu interner Reibung, ungenauen Messwerten und möglichen Schäden an der Aufhängung der internen Spule führt.
Wie sollte der Kabelschirm bei Installationen vor Ort angeschlossen werden?
Der Schirm muss am Gehäuse des Messwertaufnehmers isoliert und innerhalb des Überwachungsschranks sauber mit der Instrumentenerdung verbunden werden.
Kann dieses Gerät vor Ort repariert werden, wenn das Gehäuse beschädigt ist?
Nein, der Messwertaufnehmer ist werkseitig versiegelt und muss zur Neukalibrierung und Wartung ausgetauscht oder an den Hersteller zurückgesendet werden.
Wie hoch ist die typische Ausgangsimpedanz dieses Sensors?
Dank seiner Auslegung mit niedriger Ausgangsimpedanz eignet es sich zur Ansteuerung langer Übertragungskabel ohne wesentliche Signalverschlechterung.
Ist bei der Erstinstallation eine Kalibrierung erforderlich?
Das Gerät ist werkseitig kalibriert und erfordert keine Einstellung vor Ort; eine regelmäßige Überprüfung des Empfindlichkeitsparameters wird jedoch empfohlen.
Was verursacht Signalverzerrungen oder Clipping bei diesem Sensortyp?
Starke mechanische Stöße, die die physikalischen Grenzen der Aufhängung der internen Masse überschreiten, können zum internen Anschlagen und zu Signalverzerrungen führen.
Darf der Messwertaufnehmer im Rahmen routinemäßiger Maschinenwartungen lackiert werden?
Das Lackieren des Sensorgehäuses wird nicht empfohlen, da dadurch Wärme eingeschlossen, Kennzeichnungsschilder verdeckt und möglicherweise die Verbindung zur Montagefläche beeinträchtigt werden kann.
Wie beeinflusst die Umgebungstemperatur die Empfindlichkeit des Geräts?
Die Empfindlichkeit bleibt über den angegebenen Betriebstemperaturbereich hinweg äußerst stabil; geringfügige Abweichungen werden in den technischen Verifizierungsdaten berücksichtigt.