Produktübersicht
Das EMF2181IB (EMF2181IB) ist eine spezielle ModemCAN-Kommunikationsschnittstelle für die Frequenzumrichter der Lenze-8200-Vector-Serie. Dieses Modul ermöglicht einen zuverlässigen Datenaustausch über große Entfernungen sowie die Fernparametrierung und erlaubt dem Umrichter, mit modem- oder CAN-basierten Systembussen zu kommunizieren. In Industriebereichen wie der dezentralen Wasserverwaltung, verteilten HLK-Systemen und der großflächigen landwirtschaftlichen Automatisierung fungiert das EMF2181IB als wichtige Schnittstelle für Telemetrie und zentrale Steuerung. Der große Betriebstemperaturbereich von -10 bis +70 Grad Celsius gewährleistet eine stabile Leistung in Außengehäusen oder Umgebungen ohne Klimatisierung. Obwohl dieses Modul seit 2017 als veraltet eingestuft wird, bleibt es ein wesentlicher Bestandteil für die Wartung und Reparatur bestehender 8200-Vector-Installationen und bietet eine zuverlässige Möglichkeit zur Systemanbindung, ohne dass ein vollständiges Umrichter-Upgrade erforderlich ist.
Technische Konfiguration
Das EMF2181IB wurde vielseitig und integrationsfreundlich konzipiert und verfügt über eine 9-polige Dual-Port-Konfiguration, die Daisy-Chain- oder Multi-Node-Netzwerktopologien unterstützt. Die Hardware ist für die Montage auf einer Standard-DIN-Schiene ausgelegt, bei Bedarf getrennt vom Umrichter, und benötigt eine externe Stromversorgung mit 18–30 VDC bei 100 mA. Diese unabhängige Stromversorgungsarchitektur stellt sicher, dass die Kommunikation auch dann aktiv bleibt, wenn die Hauptstromversorgung des Umrichters zu Wartungszwecken getrennt wird. Das Modul übersetzt interne Umrichterparameter in CAN-kompatible Datenpakete und unterstützt schnelle Diagnosen sowie Anpassungen der Echtzeitsteuerung. Die kompakten Abmessungen von 7,60 x 12,70 x 2,50 cm und die robuste Bauqualität spiegeln Lenzes Anspruch an industrielle Kommunikationszuverlässigkeit wider.
Technische Daten
| Attribut |
Details |
| Modell |
EMF2181IB |
| Marke |
Lenze |
| Herkunft |
Deutschland |
| Produktreihe |
8200-Serie (Vector) |
| Modultyp |
ModemCAN-Kommunikation |
| Versorgungsspannung |
18 - 30 VDC |
| Stromaufnahme |
100 mA |
| Betriebstemperatur |
-10 bis +70 Grad C |
| Montageart |
DIN-Schienenmontage |
| Gewicht |
0.10 kg |
| Abmessungen |
7.60 x 12.70 x 2.50 cm |
| Produktstatus |
Veraltet (Legacy-Support) |
Technische FAQs
Was ist die Hauptfunktion der „ModemCAN“-Schnittstelle des EMF2181IB?
Die ModemCAN-Schnittstelle wurde speziell dafür entwickelt, 8200-Vector-Umrichtern die Kommunikation über Entfernungen oder Modemverbindungen zu ermöglichen, die mit herkömmlichen Feldbuskabeln nicht erreichbar sind. Sie stellt eine standardisierte CAN-Protokollebene bereit, die für Modemübertragungsgeschwindigkeiten und -stabilität optimiert ist.
Kann dieses Modul direkt am 8200-Vector-Umrichter montiert werden?
Im Gegensatz zu herkömmlichen steckbaren Funktionsmodulen ist das EMF2181IB für die Montage auf einer DIN-Schiene vorgesehen. Es wird über ein Kommunikationskabel mit dem Umrichter verbunden und kann dadurch für eine komfortable Verdrahtung und ein optimales Wärmemanagement an der geeigneten Stelle im Schaltschrank positioniert werden.
Ist dieses Modul mit der 8200 motec- oder der 8400-Serie kompatibel?
Nein. Das EMF2181IB ist speziell auf die Firmware und Hardwarearchitektur der 8200-Vector-Serie abgestimmt. Für die 8400-Serie müssen andere Kommunikationsmodule, beispielsweise die E84AYC...-Serie, verwendet werden.
Leitfaden für Engineering und Installation
Für eine erfolgreiche Inbetriebnahme des EMF2181IB ist sicherzustellen, dass die 18–30-VDC-Stromversorgung stabil und frei von erheblichen Restwelligkeiten ist, da Spannungsschwankungen Kommunikations-Timeouts verursachen können. Verwenden Sie für die CAN-/Modem-Anschlüsse geschirmte Twisted-Pair-Kabel, um elektromagnetische Störungen durch die Hochleistungs-Ausgangskabel des Umrichters zu vermeiden. Achten Sie bei der Montage auf einer DIN-Schiene auf ausreichend Abstand für die 9-poligen Steckverbinder, um mechanische Belastungen der Anschlüsse zu vermeiden. In Umgebungen mit extremen Temperaturen nahe +70 Grad C muss der Schaltschrank ausreichend belüftet sein, da übermäßige Wärme die Zuverlässigkeit der zur galvanischen Trennung verwendeten Optokoppler beeinträchtigen kann. Wenn das Modul der letzte Knoten in einem CAN-Netzwerk ist, muss ein 120-Ohm-Abschlusswiderstand ordnungsgemäß über den Datenleitungen installiert werden, um Signalreflexionen zu verhindern.