Produktübersicht
Der EVS9326-EIV904 (EVS9326EIV904) ist eine leistungsstarke 11,0-kW-Servo-SPS, die für die dezentrale Intelligenz innerhalb des Lenze-9300-Serien-Ökosystems entwickelt wurde. Durch die Kombination der Präzision eines hochwertigen Servoumrichters mit der logischen Verarbeitungsleistung einer integrierten SPS kann dieses Gerät komplexe Bewegungssteuerungssequenzen – etwa die synchronisierte Mehrachspositionierung und die elektronische Getriebefunktion – unabhängig von einer übergeordneten Steuerung ausführen. In Bereichen wie der Hochgeschwindigkeitsmontage, der CNC-Bearbeitung und der modernen Verpackungstechnik dient die EVS9326-EIV904 als wesentlicher Treiber für Reaktionsfähigkeit und deterministisches Timing. Obwohl sie zu einer in der Praxis bewährten Auslaufserie gehört, machen ihre Zuverlässigkeit nach deutscher Ingenieurstradition und die Schutzart IP20 sie zu einem wichtigen Bestandteil für die Aufrechterhaltung geschäftskritischer Altsysteme bei gleichzeitig optimaler Betriebseffizienz.
Aufschlüsselung der Endung
Die Modellbezeichnung EVS9326-EIV904 vermittelt spezifische Hardware- und Funktionsparameter:
-
EVS9326: Bezeichnet die Leistungsstufe der 9300-Serie mit einer Nennleistung von 11,0 kW.
-
EI: Kennzeichnet die Funktionsvariante „Servo-SPS“ mit Unterstützung der IEC-61131-3-Programmierlogik.
-
V904: Gibt eine bestimmte interne Hardware- oder Firmware-Revision an, die häufig spezielle Beschichtungen für eine verbesserte Umweltbeständigkeit oder optimierte Kommunikationsprotokolle für die V9xx-Unterserie umfasst.
Technische Spezifikationen
| Attribut |
Spezifikation |
| Modell |
EVS9326-EIV904 |
| Marke |
Lenze |
| Serie |
9300-Serie |
| Produkttyp |
Servo-SPS |
| Nennleistung |
11,0 kW |
| Eingangsspannung |
400 / 480 VAC |
| Schutzart |
IP20 |
| Betriebstemperatur |
0 bis 45 °C |
| Abmessungen |
35,00 x 25,00 x 13,50 cm |
| Gewicht |
7,50 kg |
| ECCN |
N |
| Warennummer |
85044095 |
Technische FAQs
Wie unterscheidet sich die Variante „EI“ vom Kurvenscheibenprofilierer „EK“?
Die Variante „EI“ (Servo-SPS) bietet eine frei programmierbare Logikumgebung auf Basis der IEC 61131-3 und ermöglicht dadurch die Umsetzung kundenspezifischer Maschinenlogik. Die Variante „EK“ ist speziell für elektronische Kurvenfunktionen optimiert. Die Servo-SPS bietet eine größere Vielseitigkeit für individuelle Maschinenabläufe, die über standardisierte Kurvenprofile hinausgehen.
Kann dieser Antrieb mit verschiedenen Feldbussystemen verwendet werden?
Ja. Die 9300-Serie verfügt über einen modularen Schnittstellensteckplatz. Durch den Austausch des AIF-Moduls (Application Interface) kann die EVS9326-EIV904 über PROFIBUS, INTERBUS, DeviceNet oder CANopen kommunizieren und lässt sich dadurch flexibel an verschiedene Netzwerkarchitekturen anpassen.
Welche Kühlungsanforderungen gelten für die 11,0-kW-Leistungsstufe?
Dieses Gerät nutzt eine Zwangsluftkühlung über interne Lüfter. Es muss senkrecht montiert werden und ausreichend Abstand aufweisen, damit die Luft durch die Kühlrippen zirkulieren kann. Bei der Montage in einem geschlossenen Schaltschrank ist eine aktive Wärmeabfuhr erforderlich, um die Umgebungstemperatur unter 45 °C zu halten.
Leitfaden für Engineering und Installation
-
Erdung der integrierten SPS-Logik: Da dieses Gerät als SPS fungiert, sind empfindliche E/A-Signale vorhanden. Um durch hochfrequente Störungen aus der Leistungsstufe des Umrichters verursachte „Phantom“-Auslösungen oder Logikfehler zu verhindern, sollten für die gesamte Steuerverdrahtung paarweise verdrillte, geschirmte Kabel verwendet werden. Der Schirm sollte mithilfe einer EMV-Schirmklemme so nah wie möglich am Antrieb geerdet werden.
-
Sicherheitsprotokolle für den Gleichspannungszwischenkreis: Die EVS9326-EIV904 enthält Kondensatoren mit hoher Kapazität. Warten Sie nach dem Trennen der Stromversorgung mindestens 5 Minuten, bevor Sie die Klemmen berühren. Überprüfen Sie vor Wartungsarbeiten stets die Spannung zwischen den Klemmen +UG und -UG (Gleichspannungszwischenkreis) mit einem Messgerät, um sicherzustellen, dass sie auf unter 50 VDC abgesunken ist.
-
Wärmeableitungsmanagement: Stellen Sie oberhalb und unterhalb des Geräts einen vertikalen Mindestabstand von 100 mm sicher. Vermeiden Sie bei Mehrachskonfigurationen eine „thermische Stapelung“, bei der die warme Abluft eines Antriebs in den Lufteinlass eines anderen gesaugt wird. Verwenden Sie bei Bedarf eine versetzte Anordnung oder leistungsstarke Schaltschranklüfter.