Beschreibung
Der Honeywell LG1093AA36 wurde für die kritische Flammenüberwachung von Gasturbinen entwickelt und ist ein hochempfindlicher Ultraviolett-(UV-)Flammensensor zur Erkennung der von Kohlenwasserstoffflammen emittierten Strahlung. Dieser Sensor verfügt über eine Photomultiplierröhre vom Typ Geiger-Müller, die auf das Spektralband von 180 bis 260 nm abgestimmt ist. Dadurch ist er solarblind und äußerst unempfindlich gegenüber Schwarzkörperstrahlung. Das Gerät wurde für robuste Stromerzeugungs- und mechanische Kompressorsysteme entwickelt und lässt sich nahtlos in EG1033-Verstärkermodule integrieren, um eine schnelle Erkennung des Flammenstatus in anspruchsvollen Umgebungen zu ermöglichen.
Funktionen
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Hohe UV-Empfindlichkeit: Erkennt Strahlung im Bereich von 180 bis 260 nm und ignoriert dabei die solare Hintergrundstrahlung sowie Schwarzkörperstrahlung.
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Schnelle Reaktion: Bietet eine typische Ansprechzeit bei erkannter Flamme von 0,1 Sekunden und eine maximale Ansprechzeit bei Flammenverlust von 0,2 Sekunden.
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Erweiterte Übertragungsreichweite: Unterstützt Betriebsentfernungen von bis zu 330 Metern (1000 Fuß) zwischen Sensor und Verstärkermodul.
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Robustes Gehäuse: Ausgestattet mit einem Sichtfenster, das für bis zu 10 bar (150 psi) ausgelegt ist, und einer 3/4-Zoll-Innengewinde-NPT-Montage.
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Teflon-ummanteltes Kabel: Integriertes Kabel mit einem 1-Zoll-Außengewinde für Rohrleitungen sowie hoher Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit.
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Zertifizierte Sicherheit: Zugelassen für explosionsgefährdete Umgebungen gemäß den ATEX-Klassifizierungen (EEx d IIA T3) und Factory Mutual (Klasse I, Division 1 & 2, Gruppen B, C, D).
Anwendungen
- Industrielle Gasturbinen von General Electric (und GE-Lizenznehmern).
- Flammenüberwachung von Turbinen zur Stromerzeugung.
- Großanlagen mit Industriekompressoren.
- Kohlenwasserstoff-Verbrennungsprozesse in explosionsgefährdeten Bereichen.
Technische Daten
| Hersteller |
Honeywell |
| Modellnummer |
LG1093AA36 |
| Sensortyp |
Geiger-Müller-Photomultiplierröhre (UV) |
| Spektralbereich |
180 bis 260 nm |
| Betriebstemperaturbereich |
-40 bis 176 °C |
| Ansprechzeit bei erkannter Flamme |
0,1 Sekunden (typisch) |
| Ansprechzeit bei Flammenverlust |
0,2 Sekunden (maximal) |
| Maximale Kabellänge |
330 Meter (1000 Fuß) zum Verstärker |
| Druckfestigkeit des Sichtfensters |
10 bar (150 psi) |
| Montageanschluss |
3/4-Zoll-Innengewinde NPT |
| Rohrleitungsanschluss |
1-Zoll-Außengewinde |
| Kabeltyp |
Teflon-ummantelt |
| Kompatible Verstärker |
EG1033-Serie (EG1033AA, EG1033AB, EG1033AC) |
| Zulassungen für explosionsgefährdete Bereiche |
ATEX (EEx d IIA T3), FM (Klasse I, Div. 1/2, Gruppen B, C, D) |
| Querverweis |
GE 261A1812P14 |
| Versandgewicht (berechnet) |
3,0 kg |
Empirische Erkenntnisse aus der Entwicklungstechnik
Alternative Modelle und Kompatibilität: Der LG1093AA36 ist ein direkter Vergleichstyp und funktionales Äquivalent zur General-Electric-Teilenummer 261A1812P14. Beachten Sie, dass dieser Sensor zwar bei vielen Turbinen von GE-Lizenznehmern Standard ist, bei neueren GE/NP-Dry-Low-NOx-(DLE-)Verbrennersystemen jedoch möglicherweise nicht zuverlässig funktioniert. Low-NOx-Systeme erfordern typischerweise vorab ausgewählte, hochempfindliche Einheiten, die speziell auf die Flammeneigenschaften emissionsarmer Verbrennung kalibriert sind.
Anwendungsprobleme und technische Hinweise: Da der Sensor auf der Erkennung von UV-Strahlung im engen Bereich von 180 bis 260 nm basiert, beeinträchtigt jede physische Behinderung am Sichtfenster die Leistung. Kohlenwasserstoffruß, Kondensfeuchtigkeit oder Ölnebelablagerungen am Fenster können UV-Licht blockieren und Fehlalarme wegen Flammenausfalls auslösen. Es wird empfohlen, die Fensterdichtung und den optischen Pfad während geplanter Wartungsstillstände regelmäßig zu überprüfen und zu reinigen.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung: Stellen Sie sicher, dass das integrierte teflonummantelte Kabel durch ein eigenes, geerdetes Metallrohr geführt wird, um das schwache Photomessröhrensignal von Hochspannungs-Motorstartern, Zündtransformatoren und Generatorverkabelungen zu isolieren. Überprüfen Sie beim Anschließen des Kabels am Verstärkermodul EG1033, dass die Schirmdurchgängigkeit erhalten bleibt und der Schirm nur an einem Ende geerdet ist, um Erdschleifen zu verhindern.
Installationsrichtlinien
WICHTIGER WARNHINWEIS:
Stellen Sie sicher, dass die Gasturbine oder der Industriebrenner vollständig abgeschaltet, isoliert und drucklos ist, bevor Sie den Flammensensor installieren oder austauschen. Schalten Sie alle Stromleitungen zum Verstärkermodul EG1033 spannungsfrei, um Stromschläge oder eine unbeabsichtigte Zündung des Brennstoffsystems zu verhindern. Vergewissern Sie sich, dass der Systemdruck am Montageanschluss 0 bar beträgt, bevor Sie die 3/4-Zoll-NPT-Verbindung lösen.
1
Überprüfen Sie das 3/4-Zoll-NPT-Gewinde am Turbinengehäuse oder Sichtanschluss. Entfernen Sie Schmutz, Ruß oder altes Gewindedichtmittel vom Gewinde.
2
Überprüfen Sie, ob das Sichtfenster des LG1093AA36 sauber ist. Reinigen Sie es bei Bedarf mit einem fusselfreien Tuch und einem zugelassenen industriellen Glasreinigungsmittel. Verkratzen Sie die optische Oberfläche nicht.
3
Tragen Sie auf die äußeren Außengewinde des Montageanschlusses ein für Turbinenanwendungen geeignetes Hochtemperatur-Gewindedichtmittel auf (das Sensorfenster aussparen). Schrauben Sie den LG1093AA36 in den Anschluss und ziehen Sie ihn sicher fest.
4
Führen Sie das teflonummantelte Kabel durch ein 1-Zoll-Metallrohr. Verbinden Sie die internen Leiter entsprechend der Konfiguration Ihres Systems mit dem Verstärkermodul EG1033 (Transistorausgang mit offenem Kollektor oder Relaiskontaktausgang).