Beschreibung
Der Mitsubishi Electric FR-D720-7.5K wurde für eine leistungsstarke Motordrehzahlregelung in platzsparender Bauform entwickelt und ist ein Frequenzumrichter der Micro-Serie für Anwendungen mit 7,5 kW. Dieser dreiphasige Regler der 200-V-Klasse integriert eine fortschrittliche sensorlose Vektorregelung und ein integriertes digitales Einstellrad, um eine hervorragende Drehmomentleistung bei niedrigen Drehzahlen zu bieten. Er eignet sich ideal für anspruchsvolle industrielle Automatisierungsanwendungen und verfügt über umfassende Sicherheits- und Diagnosefunktionen, wodurch er eine zuverlässige Lösung für die anspruchsvolle Drehzahlregelung auf Maschinenebene darstellt.
Wichtige Merkmale
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Hohe Drehmomenterzeugung: Liefert bei Verwendung der magnetflussorientierten Vektorregelung für allgemeine Anwendungen ein Drehmoment von 150 % bei 1 Hz.
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Integriertes Digitalrad: Ermöglicht die einfache Parametereinstellung, Überwachung und Fehlersuche direkt an der Frontblende.
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Federklemm-Steuerklemmen: Bieten hohe Vibrationsbeständigkeit und wartungsfreie elektrische Verbindungen.
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Integrierte Sicherheitsfunktion: Verfügt über einen hardwarebasierten Eingang für die sichere Drehmomentabschaltung (STO) zur Einhaltung von Maschinensicherheitsvorschriften.
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Hervorragende Überlastfähigkeit: Ausgelegt für bis zu 150 % Überlast für 60 Sekunden und 200 % für 0,5 Sekunden.
Industrielle Anwendungen
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Förder- und Materialtransportsysteme: Präzise Beschleunigungsregelung und Einstellungen für den Mehrgeschwindigkeitsbetrieb.
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Verpackungs- und Abfüllmaschinen: Schnelle Start-/Stopp-Zyklen mit hoher Dynamik.
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Kreiselpumpen und Abluftventilatoren: Energiesparende V/F-Regelprofile mit automatischer PID-Abstimmung.
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Werkzeugmaschinenspindeln: Stabile Drehzahlregelung bei wechselnden mechanischen Lasten.
Technische Daten
| Spezifikationsparameter |
Wert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
FR-D720-7.5K |
| Serienname |
FR-D700-Serie |
| Geeignete Motorleistung |
7,5 kW |
| Nennleistung |
12,7 kVA |
| Nennstrom |
31,8 A |
| Überlaststrom-Nennwert |
150 % für 60 Sekunden, 200 % für 0,5 Sekunden (umgekehrte Zeitkennlinie) |
| Nennausgangsspannung |
Dreiphasig, 200 bis 240 V AC |
| Nenn-Eingangsspannung/-frequenz |
Dreiphasig, 200 bis 240 V AC, 50 Hz / 60 Hz |
| Zulässige AC-Spannungsschwankung |
170 bis 264 V AC, 50 Hz / 60 Hz |
| Zulässige Frequenzschwankung |
+/- 5 % |
| Leistung der Stromversorgung |
17,0 kVA |
| Bremsmoment bei regenerativem Betrieb |
maximal 20 % |
| Schutzart |
Geschlossene Bauart (IP20, JEM1030) |
| Kühlsystem |
Zwangsluftkühlung (interner Lüfter) |
| Nettogewicht des Geräts |
3,6 kg |
| Versandgewicht (berechnet) |
6,0 kg |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemmenbezeichnung |
Funktion und Zuordnung |
| R/L1, S/L2, T/L3 |
Dreiphasiger AC-Netzeingang |
| U, V, W |
Dreiphasiger AC-Motorausgang |
| P/+, PR |
Anschlusspunkt für externen Bremswiderstand |
| STF, STR |
Steuersignale für Vorwärtsstart (STF) und Rückwärtsstart (STR) |
| SD, PC |
Gemeinsamer Anschluss für Klemme (SD) und externe 24-V-DC-Versorgung (PC) |
| 10, 2, 4 |
Analoge Eingangsklemmen für Drehzahlvorgaben (Potentiometer / 0-10 V / 4-20 mA) |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Bei der Migration älterer Systeme mit Umrichtern der Mitsubishi-Serien FR-S500 oder FR-E500 müssen die Parametersätze mit der Software FR Configurator konvertiert werden. Der FR-D720-7.5K ist äußerst kompakt; die Abmessungen der Montagelöcher unterscheiden sich jedoch von denen älterer Modelle, sodass für den direkten Austausch im Schaltschrank eine Montageadapterplatte erforderlich ist. Bei der Kaskadierung von Umrichtern über RS-485-Modbus-Netzwerke die Kompatibilität der Firmwareversion prüfen, da ältere Firmwareversionen möglicherweise explizite Verzögerungen bei der Knotenabfrage erfordern.
Anwendungsfehler und technische Hinweise
Der Betrieb des FR-D720-7.5K bei niedrigen Frequenzen (unter 15 Hz) unter hoher Last verringert die Kühlleistung standardmäßig selbstgekühlter Motoren drastisch. Unter diesen Bedingungen einen Motor für Umrichterbetrieb mit unabhängiger Fremdlüfterkühlung einsetzen oder den Umrichter leistungsmäßig herabsetzen. Beachten, dass das interne Bremsmomentlimit 20 % beträgt. Anwendungen mit vertikalen Lasten hoher Trägheit oder zyklischen Abbremsungen führen zu Überspannungsfehlern im Gleichspannungszwischenkreis (E.OV3), sofern kein externer Bremswiderstand ordnungsgemäß konfiguriert und die PX-PR-Brücke entfernt wird.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Um elektromagnetische Störungen (EMI) benachbarter Steuerinstrumente zu vermeiden, einen speziellen Netzfilter auf der Eingangsseite des Umrichters installieren. Die Steuerklemmen sind als Federzugklemmen ausgeführt; sicherstellen, dass die Steuerkabel exakt 6 mm abisoliert sind, und Aderendhülsen verwenden, um eine äußerst zuverlässige gasdichte Verbindung zu gewährleisten. Parameter 79 (Auswahl des Betriebsmodus) konfigurieren, um festzulegen, ob die Befehlssignale über die integrierte PU-Tastatur, den RJ45-Modbus-RTU-Anschluss oder die physischen Steuerklemmen eingehen.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER SICHERHEITSHINWEIS
Die AC-Hauptstromquelle vor Beginn der physischen Installation trennen und gegen Wiedereinschalten sichern. Die internen Zwischenkreiskondensatoren führen eine lebensgefährliche Restspannung. Nach dem Trennen der Stromversorgung mindestens 10 Minuten warten und mit einem Hochspannungsmultimeter zwischen den Klemmen P/+ und N/- messen, um vor dem Berühren der Klemmen zu überprüfen, dass die Spannung unter 45 V liegt.
1
Den Umrichter senkrecht in einem Gehäuse der Schutzart IP20 oder höher montieren. Oberhalb und unterhalb mindestens 50 mm sowie auf beiden Seiten des Gehäuses 10 mm Abstand lassen, damit die Konvektionsluft ungehindert vom internen Lüfter strömen kann.
2
Den Schutzleiter (PE) direkt an die Erdungsklemme des Umrichtergehäuses anschließen, bevor Stromleitungen verlegt werden. Separate, kurze Erdungskabel mit niedriger Impedanz verwenden, um die Ausbreitung elektromagnetischer Störungen (EMI) zu minimieren.
3
Dreiphasige Eingangsspannung an die Klemmen R/L1, S/L2 und T/L3 anschließen. Die Motorkabel an die Ausgangsklemmen U, V und W anschließen. Eingangsstromleitungen nicht mit den Ausgangsklemmen kreuzverbinden, da dies zu katastrophalen Schäden am internen IGBT-Modul führt.