Entwickelt für Hochgeschwindigkeits-Maschinensteuerung und umfangreiche lokale I/O-Integration dient das Mitsubishi Electric FX2N-128MT-ES/UL als hochdichter Verarbeitungskern innerhalb der MELSEC FX2N Serie von SPS. Diese Haupteinheit verfügt über insgesamt 128 lokale I/O-Punkte, nutzt Transistor-Source-Ausgänge und hoch konfigurierbare Sink/Source-Eingänge zur Steuerung komplexer Automatisierungsabläufe in anspruchsvollen Industrieumgebungen.
Wichtige technische Merkmale
-
Hohe Dichte der I/O-Konfiguration: Ausgestattet mit 64 digitalen Eingängen und 64 Transistorausgängen (Source-Format) in einem kompakten Gehäuse.
-
Erhöhte Verarbeitungsgeschwindigkeit: Führt Basisbefehle mit 0,08 Mikrosekunden pro Befehl aus und gewährleistet schnelle Reaktionszeiten für kritische Steuerungsschleifen.
-
Flexible Speicherarchitektur: Verfügt über 8.000 Schritte internen RAM (batteriegestützt) mit Erweiterungsmöglichkeiten bis zu 16.000 Schritten über Speicherkassetten.
-
Integrierte Hochgeschwindigkeitszähler: Unterstützt bis zu 6 Kanäle Hochgeschwindigkeitseingänge mit Zählfrequenzen bis zu 60 kHz für präzise Positionierung und Encoder-Rückmeldung.
-
Doppelachsen-Positionierung: Eingebauter unabhängiger 2-Achsen-Impulsausgang (bis zu 20 kHz) zur direkten Steuerung von Schrittmotor- und Servoantriebssystemen.
Industrielle Anwendungen
-
Mehrachsen-Verpackungsmaschinen: Steuert Hochgeschwindigkeits-Wickel-, Versiegelungs- und Etikettiersysteme mit synchronisierten Impulsausgängen.
-
Materialhandhabung & Fördersysteme: Steuert komplexe Sortier-, Routing- und Verfolgungskonfigurationen über umfangreiche Fördernetzwerke.
-
Montage- und Pick-and-Place-Stationen: Schnittstellen direkt mit pneumatischen Aktuatoren, Sensoren und Frequenzumrichtern.
-
Spezialisierte Werkzeugmaschinen: Bietet zuverlässige Logiksteuerung für kundenspezifische Bohr-, Schneid- und Metallumformmaschinen.
Technische Spezifikationen
| Spezifikationsparameter |
Wert / Bewertung |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
FX2N-128MT-ES/UL |
| Produktserie |
MELSEC FX2N |
| Nennversorgungsspannung |
100 bis 240V AC (50/60 Hz) |
| Leistungsaufnahme |
65W |
| Interne 24V DC Service-Stromversorgung |
460mA oder weniger |
| Digitale Eingänge |
64 Punkte (Sink/Source wählbar, DC24V +/- 10%) |
| Digitale Ausgänge |
64 Punkte (Transistor / Source-Typ, 5 bis 30V DC) |
| Ausgangsstrombewertung |
0,5A pro Punkt (0,8A pro 4-Punkt-Gemeinschaft, 1,6A pro 8-Punkt-Gemeinschaft) |
| Eingangswiderstand |
3,3 kOhm (X000 bis X007), 4,3 kOhm (X010 und höher) |
| Isolationsmethode |
Fotokoppler-Isolation |
| Anschlusstyp |
Abnehmbare Klemmenblöcke (M3-Schrauben) |
| Herkunftsland |
Japan |
| Versandgewicht (berechnet) |
1,80 kg |
| Verpackungsmaße (berechnet) |
365 mm x 125 mm x 110 mm |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemme / Anschluss |
Funktionale Zuordnung |
| L, N, Erde |
Haupt-Wechselstromeingang (100 bis 240V AC) und Schutzleiter |
| 24V, 0V |
DC24V Service-Stromausgang (zur Versorgung externer Sensoren/Schalter) |
| S/S |
Sink-/Source-Auswahlklemme für digitale Eingangsschaltungen |
| X000 bis X077 |
64 Digitale Eingangskanäle (Oktalsystem) |
| Y000 bis Y077 |
64 Transistor-Source-Ausgangskanäle (Oktalsystem) |
| +V0 bis +V7 |
Externe Gleichstromversorgungseingänge für Transistorausgangsgruppen |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle & Kompatibilität
Das FX2N-128MT-ES/UL ist das weltweit standardisierte Modell mit Transistorausgängen vom Source-Typ. Es ersetzt direkt ältere japanische Sink-only-Modelle (wie das FX2N-128MT-D) in Systemen, bei denen die Feldverdrahtung auf Source-Logik umgestellt wurde. Beim Umstieg von Legacy-Anwendungen auf die moderne MELSEC FX3U-Serie (z. B. FX3U-128MT/ESS) kann die Programmkonvertierung über GX Works2 erfolgen, wobei jedoch die physische Tiefe und der Abstand der Klemmenblöcke abgeglichen werden müssen, um die Kompatibilität des Schaltschranklayouts sicherzustellen.
Anwendungsfallen & technische Hinweise
Stellen Sie sicher, dass der kumulierte Strom, der von den 24-V-Gleichstrom-Versorgungsklemmen gezogen wird, 460 mA nicht überschreitet. Eine Überlastung dieser internen Versorgung führt zu thermischer Abschaltung oder unregelmäßigem CPU-Verhalten. Da die Transistorausgänge zudem auf maximal 0,5 A pro Einzelpunkt ausgelegt sind, müssen induktive Lasten wie schwere Magnetventile oder Schütze mit externen Freilaufdioden unterdrückt werden, um vorzeitigen Ausgangsverschleiß zu verhindern.
Inbetriebnahme- & Verdrahtungstipps
Für Hochgeschwindigkeitszähleingänge (X000 bis X007) verwenden Sie stets geschirmte verdrillte Adernpaare. Führen Sie diese Signalleitungen vollständig getrennt von Hochspannungs-Wechselstromleitungen und VFD-Motorkabeln, um elektromagnetische Störungen zu vermeiden, die Pulszählungen verfälschen könnten. Wenn Sie die integrierten Pulsausgangsfunktionen (Y000 und Y001) für Positionierung verwenden, stellen Sie sicher, dass die externe Lastimpedanz hoch genug ist, um den Strom auf diesen speziellen Hochgeschwindigkeitskanälen auf 0,3 A zu begrenzen.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG:
Trennen Sie vor Installation, Verdrahtung oder Modulwechsel alle externen Stromquellen. Restladungen in den internen Kondensatoren können Stromschläge verursachen oder empfindliche interne CMOS-Bauteile beschädigen. Stellen Sie sicher, dass der Schutzleiteranschluss mit einem dedizierten Klasse-D-Erdungspunkt verbunden ist.
1
Montieren Sie den Controller vertikal auf einer standardmäßigen 35-mm-DIN-Schiene oder direkt an der Rückplatte mit den integrierten Befestigungslöchern. Halten Sie mindestens 50 mm Abstand ober- und unterhalb des Geräts für natürliche Konvektionskühlung ein.
2
Verdrahten Sie die Wechselstromversorgung an die L- und N-Klemmen mit Leitern von mindestens 1,25 mm² (AWG 16). Installieren Sie eine 5A träge Sicherung auf der Phase vor dem Klemmenblock.
3
Konfigurieren Sie den S/S-Anschluss entsprechend der Logik Ihres Feldsensors: Verbinden Sie S/S mit 24 V für NPN (Sink)-Eingangskonfigurationen oder mit 0 V für PNP (Source)-Eingangskonfigurationen.
4
Sichern Sie alle Anschlussklemmen mit einem Drehmoment von 0,5 bis 0,8 N·m, um lose Verbindungen und potenzielle thermische Fehler während des Betriebs zu vermeiden.