Beschreibung
Für den Aufbau zuverlässiger industrieller Steuerungsarchitekturen sind leistungsfähige Verarbeitungskerne erforderlich, und die Mitsubishi Electric FX2N-48MR-DS SPS-Basiseinheit bietet genau das mit ihrer hochdichten Ein-/Ausgangskonfiguration und kompakten Bauform. Diese Steuerung wird mit einer 24 VDC-Stromversorgung betrieben und eignet sich daher ideal für mobile, maritime oder batteriegepufferte industrielle Steuerungssysteme. Sie integriert 24 digitale Eingänge und 24 Relaisausgänge in einem einzigen Gehäuse und ermöglicht so eine umfassende lokale Steuerung, ohne dass sofort Erweiterungsmodule erforderlich sind. Auf Grundlage der bewährten MELSEC-FX2N-Architektur unterstützt diese Basiseinheit eine Hochgeschwindigkeitsverarbeitung, umfangreiche Befehlssätze und erweiterbare Speicherstrukturen für absolut zuverlässige Aufgaben in der Fertigungs- und Prozessautomatisierung im mittleren Leistungsbereich.
Merkmale
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24-VDC-Spannungseingang: Ausgelegt für standardmäßige industrielle Gleichstrom-Steuerkreise, sodass auf der Steuerungsebene keine Abwärtstransformatoren für das Wechselstromnetz erforderlich sind.
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Flexible Eingangskonfiguration: 24 digitale Eingänge, die über eine anpassbare Klemmenverdrahtung sowohl Sink- (NPN-) als auch Source-Sensorkonfigurationen (PNP) unterstützen.
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Robuste Relaisausgänge: 24 galvanisch getrennte elektromagnetische Relaisausgangskanäle, die AC- oder DC-Aktorlasten bis zu 2 A pro Punkt ansteuern können.
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Hochgeschwindigkeitsverarbeitung: Verfügt über integrierte Hochgeschwindigkeitszähler und Interrupt-Eingänge zur präzisen Erfassung schnell bewegter Industrieimpulse.
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Modulare Erweiterbarkeit: Lässt sich nahtlos mit FX2N- und FX3U-Erweiterungsblöcken, Sonderfunktionsmodulen und Netzwerkschnittstellen verbinden, um die Anzahl der Ein-/Ausgänge zu erweitern.
Anwendungen
- Automatisierte Verpackungs- und Kartoniermaschinen mit 24-V-Busarchitekturen.
- Förderbandverfolgung, Sortiersysteme und spezielle Materialhandhabungsmaschinen.
- Pumpstationen, Fernübertragungseinheiten (RTUs) und lokale Steuerungen für Wasseraufbereitungsanlagen.
- Steuerungssysteme für Schiffe und Überwachungseinheiten für Hilfsmotoren, die eine direkte Versorgung mit Gleichstrom erfordern.
Technische Daten
| Parameter |
Wert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
FX2N-48MR-DS |
| Serie |
MELSEC FX2N |
| Versorgungsspannung |
24 VDC (+20 % / −15 %) |
| Leistungsaufnahme |
30 W |
| Integrierte Ein-/Ausgänge gesamt |
48 Punkte |
| Digitale Eingänge |
24 Punkte (24 VDC, Sink/Source wählbar) |
| Digitale Ausgänge |
24 Punkte (Relais, 2 A/Punkt, max. 8 A/gemeinsam) |
| Ausgangsschaltspannung |
Max. 250 VAC, max. 30 VDC |
| Ansprechzeit |
Ca. 10 ms (mechanische Verzögerung des Relaiskontakts) |
| Programmspeicherkapazität |
8.000 Schritte (mit RAM-/EEPROM-Kassetten auf 16.000 Schritte erweiterbar) |
| Programmierschnittstelle |
RS-422 (8-poliger Mini-DIN) |
| Betriebsumgebungstemperatur |
0 bis 55 °C |
| Ursprungsland |
Japan |
| Versandgewicht (berechnet) |
0,85 kg |
| Paketabmessungen (berechnet) |
190 x 110 x 100 mm |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Die FX2N-Serie ist ein bewährtes Arbeitstier älterer Generation. Für moderne Nachrüstkonfigurationen, bei denen Ersatzgeräte nicht ohne Weiteres verfügbar sind, eignen sich die Serien FX3G oder FX5U als funktionale Upgrades. Beachten Sie jedoch, dass Unterschiede bei den Abmessungen sowie Aktualisierungen des Befehlssatzes eine Codekonvertierung in GX Works2 oder GX Works3 erfordern. Für einen direkten Ersatz ohne Änderungen am Montageaufbau ist es entscheidend, ein exakt passendes Gerät des Typs FX2N-48MR-DS zu verwenden, um Änderungen an der Verdrahtung zu vermeiden und die Kompatibilität mit vorhandenen Speicherkassetten sicherzustellen.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Beim Schalten induktiver Lasten, beispielsweise Magnetventil- oder Schützspulen, mit den integrierten Relaisausgängen können Spannungsspitzen durch Gegen-EMK zu Kontaktabbrand und vorzeitigem Ausfall führen. Installieren Sie zum Schutz der internen Relais stets externe RC-Schutzglieder parallel zu Wechselstromlasten und Freilaufdioden parallel zu Gleichstromlasten. Stellen Sie außerdem sicher, dass die Kapazität der 24-V-Gleichstromversorgung im Schaltschrank sowohl für die Leistungsaufnahme der SPS von 30 W als auch für den Einschaltstrom aller angeschlossenen Feldsensoren ausgelegt ist.
Tipps zu Inbetriebnahme und Verdrahtung
Suchen Sie zum Konfigurieren der Digitaleingänge die Klemme „S/S“. Eine Verdrahtung von 24 V mit „S/S“ konfiguriert die Eingänge als Sink (NPN-Typ), während eine Verdrahtung von 0 V mit „S/S“ die Eingänge als Source (PNP-Typ) konfiguriert. Um elektromagnetische Störungen an den Hochgeschwindigkeitseingängen (X0 bis X5) zu minimieren, verwenden Sie für die Signalwege abgeschirmte, verdrillte Zweidrahtleitungen und erden Sie die Abschirmung nur an der Gehäuseerdungsklemme der SPS.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG
Trennen Sie vor sämtlichen Montage-, Verdrahtungs- oder Wartungsarbeiten an der SPS alle primären Stromquellen. Überprüfen Sie die vollständige physische Spannungsfreiheit und stellen Sie sicher, dass keine Restladungen in Kondensatoren vorhanden sind. Eine unzureichende Trennung der Stromversorgung kann zu Stromschlägen, zur Zerstörung von Geräten oder zu einem unkontrollierten Maschinenstart führen.
1
Montieren Sie die Steuerung horizontal auf einer standardmäßigen 35-mm-DIN-Schiene oder direkt auf der Montageplatte des Gehäuses mithilfe der integrierten Befestigungsbohrungen. Sorgen Sie an allen Seiten für einen Mindestabstand von 50 mm, damit eine ausreichende Kühlung durch natürliche Konvektion gewährleistet ist.
2
Schließen Sie die 24-V-Gleichstromversorgung an die dafür vorgesehenen Klemmen L+ und M am Klemmenblock der Stromversorgung an. Überprüfen Sie vor dem Einschalten die Polarität, um ein Durchbrennen der Eingangsschutzsicherung zu verhindern.
3
Stellen Sie sicher, dass die Erdungsklemme der SPS (Erdung der Klasse D, Widerstand von höchstens 100 Ohm) direkt über einen Kupferleiter mit großem Querschnitt mit dem Haupterdungspunkt des Systems verbunden ist.
4
Führen Sie die Eingangs- und Ausgangssignalleitungen durch die integrierten Klemmenblöcke. Halten Sie Hochspannungs-Wechselstromleitungen vollständig von Niederspannungs-Gleichstromsignalen und Kommunikationsleitungen getrennt, um Signalüberkopplungen zu verhindern.