Beschreibung
Mit der Fähigkeit, bis zu 80 physische lokale I/O-Punkte zu verwalten, dient der Mitsubishi Electric FX2N-80MR-DS als schneller, gleichstrombetriebener Controller innerhalb der älteren FX2N-Mikro-SPS-Architektur. Dieses Grundgerät integriert Verarbeitung, Speicher sowie eine Eingangs-/Ausgangssteuerung mit hoher Dichte in einem einzigen kompakten Gehäuse. Es arbeitet mit einer nominalen 24-V-DC-Versorgung und wurde für Feldeinsatzumgebungen entwickelt, in denen kein Wechselstromnetz verfügbar ist oder batteriegepufferte Stromversorgungssysteme erforderlich sind. Die Plattform verfügt über 40 digitale Eingänge und 40 Relaisausgänge und bietet damit robuste Isolation und eine hohe Schaltleistung für verschiedenste industrielle Aktoren und Sensoren.
Hauptmerkmale
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Gleichstromversorgung: Für den direkten Betrieb mit 24 V DC (+20 % / -15 % Welligkeit) ausgelegt und daher besonders geeignet für mobile Maschinen, Schiffsinstallationen und ausfallsicherheitskritische Systeme.
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Wählbare Eingangslogik: 40 integrierte digitale Eingänge, die entweder als Sink (NPN) oder Source (PNP) konfiguriert werden können, um an vorhandene Feldsensortopologien angepasst zu werden.
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Robuste Relaisausgänge: 40 elektromagnetische Relaisausgänge, die bis zu 2 A pro Punkt für AC- und DC-Lastkreise schalten können.
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Verarbeitung und Speicher: Integrierte Programmspeicherkapazitäten von 16.000 Schritten in RAM und EEPROM für komplexe industrielle Steuerungsalgorithmen.
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Hochgeschwindigkeitseingänge: Integrierte Hochgeschwindigkeitszählerphasen (bis zu 60 kHz einphasig, 20 kHz zweiphasig) für die direkte Rückmeldung von Drehgebern.
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Erweiterbare Architektur: Vollständig kompatibel mit Erweiterungsblöcken der FX2N-Serie, Sonderfunktionsmodulen (Analog-, Temperatur- und Positionierungsmodule) sowie Kommunikationsadaptern.
Anwendungen
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Verteilte Pumpen- und Ventilsteuerung: Ideal für Wasseraufbereitungsanlagen und entfernte Pumpstationen mit Gleichstrombatterien aus Solaranlagen.
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Materialtransport- und Fördersysteme: Bietet eine hohe I/O-Dichte zur Verwaltung mehrerer photoelektrischer Sensoren, Verriegelungen und pneumatischer Magnetventile.
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Automatisierung mobiler Geräte: Wird in Nutzfahrzeugen, Schiffen und Schwertransportgeräten eingesetzt, bei denen die Bordversorgung strikt 24 V DC beträgt.
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Hilfsverpackungsmaschinen: Führt schnelle Logiksteuerungen für Siegel-, Schneid- und Verpackungsstationen aus, die isolierte Relaisoperationen erfordern.
Tabelle der technischen Daten
| Parameter |
Spezifikationswert |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellbezeichnung |
FX2N-80MR-DS |
| Produktserie |
MELSEC FX2N-Serie |
| Betriebsspannung |
24 V DC (+20 % / -15 %) |
| Gesamtzahl der I/O-Punkte |
80 Punkte |
| Digitale Eingänge |
40 Punkte (24 V DC, Sink/Source) |
| Digitale Ausgänge |
40 Punkte (Relais, isoliert) |
| Max. Relaislaststrom |
2 A pro Punkt; 8 A pro Gruppe (4 Punkte); max. 30 V DC / 240 V AC |
| Programmspeicher |
16.000 Schritte (interner RAM/EEPROM oder optionale Kassette) |
| Ansprechzeit |
Eingänge: ca. 10 ms; Ausgänge: ca. 10 ms (mechanische Relaisverzögerung) |
| Interne Stromaufnahme |
40 W (maximale Leistungsaufnahme) |
| Ursprungsland |
Japan |
| Versandgewicht (berechnet) |
1,45 kg |
| Gehäuseabmessungen (berechnet) |
310 mm x 115 mm x 110 mm |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Klemmenbezeichnung |
Funktions-/Anschlussspezifikation |
| + / - (Stromversorgung) |
Primäre 24-V-DC-Eingangsversorgungsklemmen. |
| S/S-Klemme |
Gemeinsame Eingangsklemme. Für die Sink-(NPN-)Konfiguration mit 24 V verbinden, für die Source-(PNP-)Konfiguration mit 0 V verbinden. |
| X000 bis X047 |
40 digitale Eingangskanäle. X000 bis X005 sind für Hochgeschwindigkeitszähler geeignet. |
| COM0 bis COM7 |
Gemeinsame Rückleiterklemmen für galvanisch getrennte Relaisausgangsgruppen. |
| Y000 bis Y047 |
40 physische Relaiskontaktkanäle. Externe Sicherungen für die Stromkreise sollten an die jeweiligen Lastgruppen angepasst werden. |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Der FX2N-80MR-DS basiert auf einer älteren klassischen Mikro-SPS-Architektur. Wenn Sie eine ältere FX2-80MR-D nachrüsten oder ersetzen, bietet das FX2N-Modell denselben physischen Einbauraum, arbeitet jedoch mit deutlich höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit und einer umfangreicheren Befehlsbibliothek. Beachten Sie bei modernen Migrationen, dass die FX2N-Reihe durch die MELSEC-iQ-F-(FX5U-)Serie abgelöst wurde. Für ein Upgrade auf eine FX5U-80MR/DS ist ein FX5-CNV-BUS-Buskonvertierungsmodul erforderlich, damit nachgeschaltete ältere FX2N-Erweiterungseinheiten weiterverwendet werden können.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Relaisverschleiß ist die häufigste Fehlerursache bei diesem Gerät in Umgebungen mit hoher Schalthäufigkeit. Beim Ansteuern induktiver Lasten (z. B. DC-Magnetventile oder Spulen von Motorschützen) müssen Sie eine externe Freilaufdiode (bei DC-Lasten) oder ein RC-Löschglied (bei AC-Lasten) parallel zur Last installieren. Andernfalls kommt es zu Lichtbogenbildung an den Kontakten, wodurch die internen Relais beschädigt werden und vorzeitig verschweißen können. Halten Sie um die SPS ausreichend Freiraum zur Belüftung ein; die Umgebungstemperatur im Schaltschrank darf 55 degC nicht überschreiten.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Stellen Sie sicher, dass die S/S-Klemme (Sink/Source) direkt mit der korrekten Referenzspannung verbunden ist, bevor Sie das Gerät einschalten. Wenn diese Klemme offen bleibt, werden digitale Eingänge nicht registriert. Wenn Sie Encoderleitungen zu X000 bis X005 führen, verwenden Sie hochwertige, verdrillte und geschirmte Kabel und legen Sie den Schirm an einem einzigen Punkt in der Nähe der Erdungsschiene des Schaltschranks auf, um hochfrequente elektromagnetische Störungen zu unterdrücken.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG: Stellen Sie sicher, dass alle eingehenden 24-V-DC-Leitungen sowie die AC/DC-Lastkreise auf der Feldseite vollständig spannungsfrei sind, bevor Sie Klemmen anschließen oder das Chassis installieren. Unter keinen Umständen dürfen Klemmenblöcke unter Spannung verdrahtet werden. Die Nichtbeachtung kann empfindliche Logikkomponenten beschädigen und zu Verletzungen führen.
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1
Montieren Sie die Basiseinheit horizontal auf einer standardmäßigen 35-mm-DIN-Schiene. Stellen Sie sicher, dass die oberen und unteren Lüftungsschlitze nicht durch benachbarte Kabelkanäle oder Metallgehäuse blockiert werden.
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2
Verbinden Sie einen separaten Systemerdungsleiter von der Funktionserde-Klemme (FE) der SPS mit einer niederohmigen Kupfer-Erdungsschiene.
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3
Verbinden Sie die 24-V-DC-Versorgungsleitungen mit den Klemmen „+“ und „-“ und verwenden Sie dabei Leiterquerschnitte von mindestens 1,25 mm2 (AWG 16).
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4
Überprüfen Sie die Sink-/Source-Konfiguration sorgfältig, indem Sie die Verbindung an der S/S-Klemme kontrollieren, bevor Sie den Schaltschrank unter Spannung setzen.