Beschreibung
Die Steuerung komplexer Industrieanlagen erfordert eine hochdichte Steuerung, die der Mitsubishi Electric FX3U-80MT/ES-A als schneller, erweiterbarer Basiskontroller innerhalb der MELSEC FX3U-Familie bietet. Ausgestattet mit 40 integrierten 24 VDC-Eingängen (konfigurierbar als Sink oder Source) und 40 schnellen Transistorausgängen (Source-Typ) stellt dieses Gerät 80 lokale E/A-Punkte ab Werk bereit. Durch den Einsatz lokaler Erweiterungsblöcke und dezentraler Netzwerkarchitekturen kann das System auf bis zu 384 E/A-Punkte skaliert werden. Mit einer schnellen Ausführungsgeschwindigkeit von 0,065 Mikrosekunden pro Basisbefehl und einem umfangreichen EEPROM-Programmspeicher von 64.000 Schritten bewältigt dieses Gerät komplexe Rechenoperationen, Positionierungen und Anwendungen mit hochfrequenten Impulsfolgen ohne Leistungseinbußen.
Hauptmerkmale
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Hochgeschwindigkeitsverarbeitung: Führt Basisbefehle in 0,065 Mikrosekunden aus und ermöglicht so eine reaktionsschnelle Regelung im geschlossenen Regelkreis.
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Duale Logikeingänge: 40 digitale Eingänge unterstützen sowohl Sink- (NPN) als auch Source- (PNP) Konfigurationen über einen dedizierten S/S-Anschluss.
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Hochfrequente Impulsausgänge: 3 integrierte Impulsausgänge (Y000, Y001, Y002) mit bis zu 100 kHz für präzise Mehrachsen-Positionierung.
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Erweiterbare Architektur: Eingebundene Busverbindung unterstützt Adapterplatinen auf der linken Seite (ADP) und Erweiterungsmodule auf der rechten Seite.
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Integrierte Echtzeituhr: Synchronisiert Systemereignisse, Wartungsprotokolle und Zeitplanbefehle nativ.
Anwendungen
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Mehrachsen-Verpackungsmaschinen: Präzise Positionierung von Servo-/Schrittmotoren über hochfrequente Transistor-Impulsausgänge.
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Förder- und Sortiersysteme: Hochdichte lokale E/A für Sensorarrays und pneumatische Aktuatorbänke.
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Umweltkontrollsysteme: Integration mit Analogmodulen zur Regelung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Druck in Technikräumen.
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Automatisierte Montagelinien: Feldbus-Kommunikationsschnittstelle für verteilte pneumatische Ventilterminals und Bedienfelder.
Technische Spezifikationen
| Parameter |
Wert / Spezifikation |
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellnummer |
FX3U-80MT/ES-A |
| Versorgungsspannung |
100 bis 240 VAC (+10% / -15%), 50/60 Hz |
| Stromverbrauch |
50 VA |
| Integrierte Digitale Eingänge |
40 Punkte (24 VDC, 5-7 mA, senken/quelle konfigurierbar) |
| Integrierte Digitale Ausgänge |
40 Punkte (Transistor, Quelllogik) |
| Ausgangsschaltkapazität |
5 bis 30 VDC, maximal 0,5 A pro Punkt (0,8 A pro gemeinsamer Anschluss) |
| Programmspeicher |
64.000 Schritte EEPROM (integriert) |
| Befehlsausführungsgeschwindigkeit |
0,065 Mikrosekunden (Basisbefehle) |
| Hochgeschwindigkeitszähler |
Bis zu 8 Kanäle (einphasig 100 kHz, zweiphasig bis zu 50 kHz) |
| Integrierte Pulsausgänge |
3 Kanäle (Y000, Y001, Y002) bis zu 100 kHz |
| Programmierumgebung |
GX Works2 / GX Developer |
| Betriebstemperatur |
0 bis 55 °C (Lagerung: -25 bis 75 °C) |
| Abmessungen (B x H x T) |
285 mm x 90 mm x 86 mm |
| Nettogewicht |
1,2 kg |
| Versandgewicht (berechnet) |
1,5 kg |
| Herkunftsland |
Japan |
Anschlüsse und Schnittstellen
| Anschluss / Port |
Funktionale Zuordnung & Beschreibung |
| L / N |
AC-Netzeingang (100 bis 240 VAC, 50/60 Hz, Schraubklemmenblock) |
| 24V / 0V |
Hilfsnetzteil-Ausgang (24 VDC, maximal 500 mA) |
| S/S |
Senken-/Quellen-Wahlschalter für Standard-Eingangspunkte (X000 bis X047) |
| +V0 bis +V3 |
Externer Netzanschluss für Transistorausgangsgruppen (Quellkonfiguration) |
| Y000 - Y002 |
Hochgeschwindigkeits-Transistorausgänge, speziell für Pulsausgabe (bis zu 100 kHz) |
| RS-422-Anschluss |
Integrierter 8-poliger Mini-DIN-Anschluss für Programmierung und HMI-Kommunikation |
Empirische Ingenieur-Einblicke
Alternative Modelle & Kompatibilität
Beim Umstieg von Altsystemen der FX2N-Serie dient die FX3U-80MT/ES-A als direkter Upgrade-Pfad. Sie hat dieselbe Montagefläche, bietet jedoch die doppelte Ausführungsgeschwindigkeit der Befehle und eine stark erweiterte Speicherkapazität. Stellen Sie sicher, dass Ihre Entwicklungssoftware auf GX Works2 (v1.08J oder höher) aktualisiert ist, um die erweiterten Funktionen dieser CPU zu konfigurieren und zu programmieren. Wenn Sie ein älteres FX2N-80MT-D ersetzen, überprüfen Sie Ihre Eingangsverdrahtungslogik, da das ES-A-Suffix standardmäßig eine flexible S/S-Eingangsschaltung und Quellenausgänge verwendet, während die älteren "-D"-Modelle nur Senken waren.
Anwendungsfallen & technische Hinweise
Der integrierte 24 VDC-Serviceausgang (maximal 500 mA) wird häufig überlastet, wenn mehrere induktive Näherungssensoren oder stromstarke HMI-Geräte versorgt werden. Stellen Sie sicher, dass alle zusätzlichen Sensorlasten an eine externe 24 VDC-Schaltnetzteilversorgung angeschlossen sind und verbinden Sie die 0V-Referenzleitungen, um die gemeinsame Signalebene zu stabilisieren. Zusätzlich sollten bei der Schaltung von hochfrequenten induktiven Lasten mit den Transistorausgängen Freilaufdioden über der Last montiert werden, um eine vorzeitige Transistorschädigung zu verhindern.
Inbetriebnahme- & Verdrahtungstipps
Um die FX3U-80MT/ES-A für PNP (Source)-Eingänge zu konfigurieren, verbinden Sie den S/S-Anschluss mit dem 0V-Anschluss der Service-Stromversorgung. Für NPN (Sink)-Eingangslogik überbrücken Sie den S/S-Anschluss mit dem 24V-Anschluss. Bei Verwendung der Hochgeschwindigkeits-Impulsausgänge (Y000-Y002) für die Servo-Ansteuerung verwenden Sie stets geschirmte verdrillte Leitungen für Impuls- und Richtungsleitungen und erden die Abschirmung an einem einzigen Punkt, um elektromagnetische Störungen zu minimieren.
Installationsrichtlinien
KRITISCHE WARNUNG: Stellen Sie sicher, dass die ankommende Wechselspannung vollständig spannungsfrei ist, bevor Sie Terminalblöcke montieren, verdrahten oder entfernen. Warten Sie mindestens 5 Minuten nach dem Abschalten, damit sich die internen Buskondensatoren vollständig entladen, bevor Sie interne Schaltungen oder Erweiterungsblöcke berühren.
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1
Montieren Sie die SPS auf einer standardmäßigen 35 mm symmetrischen DIN-Schiene oder befestigen Sie sie mit Standard-M4-Schrauben an einer flachen Rückwand des Schranks. Halten Sie stets einen Abstand von 50 mm an allen Seiten des Gehäuses ein, um eine natürliche Konvektionsluftzirkulation zu gewährleisten.
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2
Verbinden Sie den Schutzleiter (PE) mit der Haupterdungsschiene des Schranks mittels eines niederohmigen Kupferkabels von mindestens 2,0 mm², um Hochfrequenzstörungen zu vermeiden.
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3
Verdrahten Sie den 100-240 VAC-Stromeingang mit M3-Klemmringkabelschuhen und stellen Sie sicher, dass die Phasenleitung extern mit einer träge auslösenden 2A-Sicherung abgesichert ist.
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4
Nach Abschluss aller physischen Punkt-zu-Punkt-Verkabelungsprüfungen sichern Sie die schützenden Kunststoffklemmenabdeckungen, bevor Sie das elektrische Schaltschrank einschalten.