Beschreibung
Der Mitsubishi Electric L26CPU-CM führt komplexe Ablaufsteuerungslogik mit Verarbeitungseffizienz im Nanosekundenbereich aus und dient als kompakte, rackfreie Hochdichtesteuerung innerhalb der MELSEC L-Serie. Diese Zentraleinheit macht eine herkömmliche Rückwandplatine überflüssig und nutzt integrierte Schiebeverriegelungen zur mechanischen Kopplung der Module untereinander. Sie ist mit einer integrierten CC-Link-Master-/Lokalstationsschnittstelle ausgestattet, die eine sofortige Integration verteilter Remote-I/O-Punkte, Frequenzumrichter und Prozesssensoren direkt über die CPU ermöglicht. Die großen Speicherkapazitäten von 1040K Byte für Programme und 768K Byte Standard-RAM unterstützen komplexe mathematische Operationen, Protokollierungsfunktionen und Rezepturverwaltung in platzbeschränkten industriellen Schaltschränken.
Merkmale
-
Modulare Architektur ohne Rack: Die direkte Verbindung von Erweiterungsmodulen über physische Schiebeverriegelungen reduziert den Platzbedarf im Schaltschrank und vereinfacht die Hardware-Skalierung.
-
Integrierter CC-Link-Master/Lokal: Unterstützt die direkte Bereitstellung verteilter Automatisierungsnetzwerke, ohne separate Modulsteckplätze zu belegen.
-
Flexible Speicherzuweisung: Umfasst 1040K Byte Programmspeicher, 768K Byte Standard-RAM und 2048K Byte Standard-ROM.
-
Integrierte SD-Kartenschnittstelle: Ermöglicht Firmware-Updates, Datenprotokollierung, Rezepturspeicherung und automatisierte Programmsicherungen ohne spezielle Software.
-
Multi-Protokoll-Diagnose: Integrierte USB- und Hochgeschwindigkeits-Kommunikationsschnittstellen ermöglichen eine schnelle Inbetriebnahme und Fehlersuche.
Anwendungen
-
Verpackungs- und Montagemaschinen: Direkte Echtzeitsteuerung verteilter Servosysteme und Sensorarrays.
-
Wasser- und Abwasserinfrastruktur: Kostengünstige Integration dezentraler Stationen über die integrierte CC-Link-Konnektivität.
-
Materialflusssysteme: Flexible Wegeführung und Förderbandsynchronisierung in Hochleistungs-Verteilungsumgebungen.
-
Unterstationen für die Automobilmontage: Äußerst zuverlässige, kompakte Steuerungsanordnungen in dezentralen Klemmenkästen.
Technische Daten
| Hersteller |
Mitsubishi Electric |
| Modellbezeichnung |
L26CPU-CM |
| Produktserie |
MELSEC L-Serie |
| Programmspeicherkapazität |
1040K Byte (260K Schritte) |
| Standard-RAM |
768K Byte |
| Standard-ROM |
2048K Byte |
| Integrierte Schnittstellen |
CC-Link (Master/Lokal), USB, SD-Speicherkartensteckplatz |
| Dateiregistergröße |
384K Punkte |
| Herkunftsland |
Japan |
| Versandgewicht (berechnet) |
3,0 kg (einschließlich Schutzverpackung) |
| Abmessungen der Verpackung (berechnet) |
150 mm x 110 mm x 100 mm |
Empirische technische Erkenntnisse
Alternative Modelle und Kompatibilität
Der L26CPU-CM ermöglicht die direkte physische Integration mit sämtlicher MELSEC-L-Series-Erweiterungshardware. Beachten Sie, dass Sie beim Migrieren von Code aus Basismodulen wie dem L02CPU die E/A-Zuweisungskonfiguration in GX Works2 anpassen müssen, um den integrierten CC-Link-Netzwerkadressraum zu berücksichtigen. Dieses Modell ist ein hervorragender Ersatz für herkömmliche eigenständige Netzwerkarchitekturen, da es Logiksteuerung und Netzwerk-Masterfunktionen in einem einzigen Verarbeitungsknoten vereint.
Anwendungsfallen und technische Hinweise
Um eine ordnungsgemäße thermische Konvektion zu gewährleisten, dürfen die oberen und unteren Luftströmungsöffnungen des L26CPU-CM-Gehäuses nicht blockiert werden. Bei der Installation in unbelüfteten Gehäusen mit Umgebungstemperaturen über 45 °C muss oberhalb des CPU-Moduls ein Abstand von mindestens 50 mm eingehalten werden. Eine hohe CPU-Auslastung in Verbindung mit einer schnellen CC-Link-Abfrage kann die internen Komponenten in die Nähe der thermischen Abschaltschwellen bringen, wenn der Abstand blockiert ist.
Tipps zur Inbetriebnahme und Verdrahtung
Vergewissern Sie sich stets, dass Abschlusswiderstände (110 Ohm oder 130 Ohm, abhängig von den Kabelspezifikationen) an den physikalischen Endstationen des CC-Link-Netzwerks über die Klemmen DA und DB verdrahtet sind. Eine fehlerhafte Terminierung führt zu sofortigen Ausfällen von Netzwerk-Frames und intermittierenden Kommunikationsfehlerflags. Erden Sie die Abschirmung des CC-Link-Kabels an einem einzigen Anschlusspunkt mit der Schutzerdungsplatte des Schaltschranks, um zu verhindern, dass Erdschleifenrauschen die Daten-Frames verfälscht.
Installationsrichtlinien
KRITISCHER WARNHINWEIS:
Schalten Sie alle primären und sekundären Stromversorgungsleitungen spannungsfrei, bevor Sie Installations-, Modulverbindungs- oder Verdrahtungsarbeiten ausführen. Der Umgang mit dem CPU-Modul oder seinen modularen Erweiterungen unter Spannung kann zu Stromschlägen, irreversiblen Schäden an den Backplane-Link-Treibern und einem fehlerhaften SPS-Steuerverhalten führen.
1
Montieren Sie das CPU-Modul direkt auf einer sauberen, geerdeten DIN-Schiene (DIN-Typ TH35-7.5) oder auf einer standardmäßigen Montagefläche der Rückwand.
2
Verbinden Sie nebeneinander angeordnete Erweiterungsmodule, indem Sie sie entlang der Führungsschlitze der Verbindungsstelle schieben, bis die Verriegelungshebel hörbar sicher in der verriegelten Position einrasten.
3
Stellen Sie die Systemerdung her, indem Sie ein spezielles 2-mm²-Erdungskabel vom Funktionserdungsanschluss (FG) direkt mit der zentralen Haupterdung des Gehäuses verbinden.
4
Setzen Sie eine verifizierte SD-Speicherkarte mit dem Laufzeitprogramm ein, konfigurieren Sie die CC-Link-Netzwerkabschlüsse und legen Sie langsam die angegebene Systemeingangsspannung an.